Manchester City bejubelt ein Tor in der WSL.
© Imago

UWCL-Auftakt gegen den amtierenden englischen Meister

Shaw, Hasegawa, Hemp & Co.: Das erwartet die FC Bayern Frauen gegen Manchester City

Manchester City hat in der vergangenen Spielzeit in England nahezu alles abgeräumt, was abzuräumen war: Meisterschaft, FA Cup und somit erstmals das nationale Double aus Meisterschaft und Pokal. Am Dienstagabend gastieren die Cityzens um die ehemaligen Münchnerinnen Sydney Lohmann und Vivianne Miedema zum Premierenduell gegen die FCB-Frauen im Sportpark Unterhaching (ab 18:45 Uhr im Liveticker auf fcbayern.com & in der FC Bayern App)fcbayern.com blickt vor dem Duell auf die Historie der Engländerinnen, den Weg zum Meistertitel, die Handschrift von Cheftrainer Jeglertz sowie die Schlüsselspielerinnen im Kader.

🎟️ Über diesen Link Tickets für die Partie gegen Manchester City sichern! Über den folgenden Link lassen sich bereits Karten für die Duelle gegen Real Madrid und den FC Barcelona anfragen.

Eine Mannschaft mit langem Anlauf

Der Kader von Manchester City im Jahr 2014.
Der Anfang von etwas Großem: Der Kader von Manchester City im Jahr 2014. | © Imago

Die Geschichte der Frauenmannschaft von Manchester City beginnt im November 1988. Damals gründete Neil Mather den Manchester City Ladies Football Club und übernahm zugleich das Traineramt. Die Mannschaft startete in regionalen Wettbewerben und musste sich ihren Platz im englischen Fußball Schritt für Schritt erarbeiten, Manchester City nahm den Aufstieg also wörtlich. In den Anfangsjahren hing die Frauenabteilung stark von den wirtschaftlichen Möglichkeiten des Gesamtvereins ab. Sportliche Rückschläge und schwierige infrastrukturelle Bedingungen prägten ihre Entwicklung. Erst gegen Ende der Neunzigerjahre begann sich der Klub dauerhaft zu stabilisieren.

1998 gewannen die Skyblues nach einer Neuorganisation und einer ungeschlagenen Saison erstmals die zweite Liga. 2000 folgte mit dem Gewinn der Premier Division und einem erfolgreichen Aufstiegs-Play-off der nächste Schritt in die Northern Combination und später in die Women’s Premier League. Der entscheidende Einschnitt kam jedoch 2014: Nach der Aufnahme in die FA Women’s Super League wurde der Verein neu aufgestellt. Nationalspielerinnen wie Karen Bardsley, Jill Scott und Steph Houghton verstärkten den Kader, Nick Cushing übernahm das Traineramt. Aus dem 1988 gegründeten Regionalverein wurde ein englischer Spitzenklub.

Die ersten großen Titel

Der Kader von Manchester City im Jahr 2016.
Der erste von bislang zwei nationalen Meistertiteln: 2016 gewann Manchester City - damals noch mit einer jungen Georgia Stanway - deren erste Meisterschaft. | © Imago

Der erste Meistertitel folgte 2016. City blieb ungeschlagen und setzte sich gegen den Rivalen Chelsea durch. In den folgenden Jahren gewann die Mannschaft weitere Trophäen, darunter je dreimal den FA Cup und den Ligapokal. Auch in der Champions League machten die Skyblues früh auf sich aufmerksam. 2017 und 2018 erreichte das Team jeweils das Halbfinale, scheiterte dort jedoch an Lyon, das den europäischen Frauenfußball damals dominierte. Auch zuletzt war Manchester City regelmäßig in der Königinnenklasse vertreten, die bislang letzte Teilnahme endete 2024/25 im Viertelfinale.

Trotz der nationalen Erfolge blieb der zweite Meistertitel lange aus. Seit dem Triumph von 2016 wurde City sechsmal Vizemeister. Die Mannschaft war konstant genug für die Spitzengruppe, aber nicht immer stabil genug, um die entscheidenden Saisonwochen für sich zu entscheiden. 

Erfolg auf nationaler und internationaler Ebene

Manchester City nach dem gewonnenen FA Cup 2026.
Historisch: In der vergangenen Spielzeit sicherten sich die Skyblues mit dem Gewinn der Meisterschaft und des FA Cups erstmalig das Double. | © Imago

2025/26 folgte schließlich der seit Jahren erhoffte Durchbruch. Die Cityzens beendeten die WSL-Saison mit 55 Punkten und stellten damit ihren Vereinsrekord ein. Nur elf Punkte gaben sie ab, zu Hause blieben sie ungeschlagen, gewannen alle elf Heimspiele. Besonders beeindruckend war die Siegesserie zwischen September und Februar: 13 Spiele, 13 Siege. Auch Arsenal, Manchester United und Chelsea mussten sich City in dieser Phase geschlagen geben. Den Titel sicherte sich die Mannschaft einen Spieltag vor Saisonende, nachdem Arsenals 1:1 gegen Brighton & Hove Albion City uneinholbar gemacht hatte. Eine Woche später folgte der zweite große Triumph: Im FA-Cup-Finale besiegten die Skyblues Brighton und feierten erstmals in der Vereinsgeschichte das nationale Double.

So prägt Cheftrainer Jeglertz die Engländerinnen

Cheftrainer Andrée Jeglertz jubelnd nach der gewonnenen Meisterschaft 2026.
Perfekte erste Saison in Manchester: Der Schwede Andrée Jeglertz führte die Citizens in der vergangenen Spielzeit zum nationalen Double. | © Imago

Der Architekt dieses Erfolgs ist Andrée Jeglertz, der seit Sommer 2025 an der Seitenlinie von Manchester City steht. Der 53-jährige Schwede kam von der dänischen Nationalmannschaft und folgte auf Gareth Taylor. Mit Umeå IK gewann er mehrere schwedische Meisterschaften sowie 2004 den UEFA Women’s Cup, den Vorläufer der heutigen Champions League. Zudem führte er Finnland zur Europameisterschaft 2013. Sein Einstand in der Women’s Super League geriet zur Punktlandung: Jeglertz wurde auf Anhieb englischer Meister – als erst dritter Trainer in der Ligageschichte, dem dies in seiner Premierensaison gelang.

Das Ensemble der Skyblues im Detail

Manchester City bejubelt ein Tor in der WSL.
Stürmerin Khadija Shaw (rechts) sicherte sich in den vergangenen drei Spielzeiten jeweils die Torjägerkanone in Englands Beletage. | © Imago

Der Kader der Engländerinnen ist mit internationalen Spitzenkräften besetzt. Im Angriff führt Khadija „Bunny“ Shaw die Mannschaft an. Die Jamaikanerin erzielte in der Saison 2025/26 21 Ligatore und gewann damit zum dritten Mal in Folge die Torjägerinnenkanone der WSL – ein Rekord. An ihrer Seite spielt in der Regel die ehemalige Münchnerin Vivianne Miedema, ihres Zeichens Rekordtorschützin der Women’s Super League. Die Niederländerin fällt beim Gastspiel jedoch verletzungsbedingt aus.

Hasegawa während eines Duells in der WSL.
Zieht im Mittelfeld der Skyblues die Fäden: Die Japanerin Yui Hasegawa. | © Imago

Im Zentrum gibt Yui Hasegawa den Takt vor. Die Japanerin ist technisch sehr stark, pressingsicher und äußerst zuverlässig im Positionsspiel. Unter Jeglertz erhielt sie zusätzliche Freiheiten, um sich in die Angriffe einzuschalten. Die Engländerin Lauren Hemp sorgt auf der linken Seite für Tempo und Kreativität. In der vergangenen WSL-Saison kreierte sie die meisten Chancen der Liga und schlug mehr als 100 Flanken aus dem laufenden Spiel.

Deutsche Akzente im Kader des englischen Meisters

Sydney Lohmann im Einsatz für Manchester City.
Steht seit der vergangenen Saison für die Skyblues auf dem Platz: Die ehemalige Münchnerin Sydney Lohmann. | © Imago

Neben diesen Schlüsselspielerinnen zählen auch drei deutsche Akteurinnen zum Kader von Manchester City. Rebecca Knaak, die 2025 nach England wechselte, hat sich als vielseitige und taktisch versierte Abwehrspielerin etabliert. Die 30-Jährige kann sowohl im Zentrum als auch auf der Außenbahn eingesetzt werden, ist zweikampfstark und spielintelligent. Erst kürzlich kam Carlotta Wamser von Bayer 04 Leverkusen hinzu. Die 22-Jährige unterschrieb bis 2030 und steht damit für den langfristigen Anspruch des Klubs. Das Trio komplettiert Sydney Lohmann, die im Sommer 2025 vom FC Bayern nach Manchester wechselte. Derzeit wird sie allerdings von einer Hüftverletzung ausgebremst.

🎟️ Über diesen Link Tickets für die Partie gegen Manchester City sichern! Über den folgenden Link lassen sich bereits Karten für die Duelle gegen Real Madrid und den FC Barcelona anfragen.

📰 Wir sprachen vor der Partie mit unserer Kapitänin Glódís Perla Viggósdóttir: 

 

ℹ️ Alle Fan-Infos zum Duell gegen die Cityzens:

Das Quiz zum Duell gegen Manchester City

Weitere news