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Schach

U14 des FC Bayern schlägt sich prima bei DVM in Plauen

FC Bayern München bei der DVM U14: Ein junges Team stürmt in die Top 10

Plauen, Dezember 2025 – In der „Alten Feuerwache“ im sächsischen Plauen versammelte sich zwischen dem 27. und 30. Dezember die deutsche Schach-Elite der Altersklasse U14. Unter den 20 qualifizierten Mannschaften kämpfte auch der FC Bayern München um die nationale Krone. In einem extrem engen Teilnehmerfeld bewiesen die Münchner, dass sie trotz ihres geringen Durchschnittsalters bereits zu den Schwergewichten in Deutschland gehören.

Souveräner Titelträger und bayerischer Kampfgeist

Während der SV Empor Berlin mit einer perfekten Bilanz von sieben Siegen in sieben Runden souverän Deutscher Meister wurde, entbrannte dahinter ein dramatischer Kampf um die Platzierungen. Der FC Bayern beendete das Turnier mit einer starken Bilanz von 8:6 Mannschaftspunkten (3 Siege, 2 Unentschieden, 2 Niederlagen). Die Leistungsdichte war dabei so hoch, dass die Bayern auf dem 9. Platz landeten, obwohl sie punktgleich mit dem Tabellenvierten waren. Nur die Feinwertung verhinderte eine noch bessere Platzierung.

Die Mannschaftsleistung im Überblick

Das Team trat mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung auf, wobei jeder Spieler entscheidende Akzente setzen konnte:

  • Brett 1: Daniel Hepp (3 Punkte) – Gegen die absolute Elite des Turniers hielt Daniel dem Druck am Spitzenbrett stand. Besonders beeindruckend war sein eiserner Wille in Runde 6, als er eine fast verlorene Stellung rettete.
  • Brett 2: Luca Mittermeier (4,5 Punkte) – Luca erwies sich als Bank des Teams. Er überzeugte durch Konstanz und taktische Reife gegen nominell starke Gegner.
  • Brett 3: Vincent Paffrath (3,5 Punkte) – Vincent war der „Spektakel-Garant“. Mit einer kompromisslosen „Hop oder Top“-Einstellung sorgte er für die schnellsten Entscheidungen des Turniers.
  • Brett 4: Benjamin Kayl (5 Punkte) – Benjamin war der Top-Scorer der Bayern. Er nahm die Rolle des Punktelieferanten perfekt an und dominierte seine Gegner am letzten Brett fast nach Belieben.

 

Der Turnierverlauf: Von Blitz-Matts und taktischen Wirbelstürmen

Der Traumstart

In der 1. Runde schickten die Bayern ein deutliches Signal an die Konkurrenz: Ein glattes 4:0 gegen den Rhedaer SV. Trotz des klaren Ergebnisses war es ein Sieg der Moral, da an allen Brettern bis zum Ende hart um den Vorteil gerungen wurde.

Rückschläge und kuriose Siege

Nach einer Niederlage gegen den bayerischen Rivalen aus Gräfelfing (1:3) in Runde 2, bei der die DWZ-Unterschiede den Ausschlag gaben, folgte in Runde 3 ein historischer Moment: Beim 3:1 gegen den Kreuznacher SV setzte Vincent Paffrath seinen Gegner bereits im 6. Zug matt – eine Partie, die ihm deutschlandweit unter den Teilnehmern Bekanntheit einbrachte.

Taktische Brillanz gegen die Top-Teams

In Runde 4 unterlag man zwar dem späteren Vierten, Sontheim/Brenz, doch Benjamin Kayl begeisterte die Zuschauer, indem er seinen Gegner mit einer Serie von taktischen Schlägen regelrecht schwindlig spielte und noch vor dem 30. Zug mattsetzte.

Gegen den favorisierten SV Werder Bremen (Runde 5) erkämpften die Münchner ein 2:2. Herausragend war hier erneut Vincent Paffrath, der nach einem riskanten „Bauernraub“ auf b7 alle gegnerischen Drohungen kühl parierte und nach nur 19 Zügen gewann.

Das furiose Finale

Nach einem hart erkämpften Unentschieden gegen Hamburg in der vorletzten Runde, bei dem Daniel Hepp am Spitzenbrett durch überragenden Kampfgeist das entscheidende Remis sicherte, endete das Turnier mit einem Glanzlicht: Ein 3:1 gegen SF Kornwestheim. Luca Mittermeier und Benjamin Kayl zeigten hier die Stärke der bayerischen Vorbereitung. Beide gewannen mit Schwarz durch dieselbe Eröffnungsvariante in kurzen, aber heftigen Königsangriffen.

 

Der FC Bayern München hat in Plauen gezeigt, dass die Nachwuchsarbeit Früchte trägt. Mit einem der jüngsten Kader des Turniers in die Top 10 zu stürmen und punktgleich mit dem Vierten abzuschließen, ist ein Versprechen für die Zukunft. Die Mischung aus taktischer Finesse, Vorbereitung und unbändigem Kampfgeist macht Hoffnung auf das nächste Jahr.

Die kompletten Ergebnisse sind auf der Turnierseite der DSJ zu finden: DVM 2025 U14 

Titelfoto und Text: Armin Zepke

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