1. Bundesliga 2022/2023 - Runden 1 und 2

Sieg und Niederlage für FC Bayern zum Bundesligastart

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Wie schon im Vorjahr begann auch die Saison 2022/2023 gleich mit einem Heimwochenende für den FC Bayern München. An einem herrlichen Herbstwochenende und bei perfekten Rahmenbedingen in der BayernLB Sportarena empfingen die "Roten" neben ihrem Reisepartner SF Deizisau die Mannschaften der Schachfreunde Berlin und des USV TU Dresden, die ihrerseits in dieser Saison ein Reisepärchen bilden.

Da sich unsere Mannschaft sowohl gegen Berlin als auch gegen Dresden nominell in einer leichten Favoritenrolle befand, waren eigentlich zwei Siege das erklärte Ziel für das Auftaktwochenende. Allerdings bekommt man in der Schachbundesliga natürlich nichts geschenkt, sondern muss sich jeden Punkt hart erarbeiten. Das bekam die Mannschaft an beiden Tagen deutlich zu spüren.

Am Samstag waren zunächst die Berliner der Gegner, die an Brett 7 einen relativ schnellen Punktgewinn erzielten. Diesem Rückstand liefen die Bayern quasi den ganzen Nachmittag hinterher und konnten trotz einiger Chancen insbesondere in den Weiß-Partien keinen zählbaren Erfolg verbuchen. So war es letztlich den beiden Neuzugängen an den Brettern 1 und 3 vorbehalten, für die Entscheidung zu sorgen. Sowohl Parham Maghsoodloo als auch Amin Tabatabaei suchten mit Schwarz ihre Chancen und bekamen sie auch. Doch während Amin Tabatabaei nach einer starken Leistung für den zwischenzeitlichen Ausgleich sorgte, verlor Parham Maghsoodloo nach einem aussichtsreich scheinenden Mittelspiel in komplizierter Stellung irgendwann den Faden und musste sich letztlich geschlagen geben.

Nach dieser Niederlage war ein Sieg am Sonntag nunmehr Pflicht, um das Auftaktwochenende nicht vollends zur Pleite werden zu lassen. Und in der Tat zeigte sich die Mannschaft des FC Bayern gut erholt vom Vortag und erspielte sich alsbald einige aussichtsreiche Stellungen. Als erster nutzte Valentin Dragnev seinen Vorteil zum Gewinn und brachte sein Team damit Führung. Spätestens nach dem beeindruckenden Sieg von Parham Maghsoodloo gegen Liviu-Dieter Nisipeanu war dann die Vorentscheidung gefallen. Endgültig unter Dach und Fach brachte schließlich Oliver Kurmann den Sieg. In einer komplizierten Stellung mit offenen Königen auf beiden Seiten überspielte er seinen Gegner auf überzeugende Art und Weise.

Auch wenn der Auftakt insgesamt vielleicht nicht ganz optimal gelaufen ist, kann sich die Mannschaft des FC Bayern in dieser Saison weiter berechtigte Hoffnungen machen, ihr Endergebnis aus der letzten Saison zu verbessern. Dies ist auf jeden Fall das Saisonziel und würde am Ende einen einstelligen Tabellenplatz bedeuten.

Weiter geht es jetzt zunächst am 26. und 27. November in Deizisau, wo am Samstag der Aufsteiger SC Remagen Sinzing und am Sonntag dann einer der heißen Meisterschaftsfavoriten, nämlich der SC Viernheim, die Kontrahenten sind. Unterdessen ist weiter unklar, wann und wo in dieser Saison die Einzelrunde gegen den Reisepartner SF Deizisau stattfinden wird. Nachdem es in dieser Saison keine Bewerber für eine zentrale Endrunde gegeben hat, ist die Einzelrunde an eines der ersten vier Wochenenden anzuhängen. Entweder bereits im November in Deizisau oder im Februar in Baden-Baden könnten hier noch Optionen sein. Eine endgültige Klärung erfolgt hoffentlich bald. (Wengler)

Titelfoto: Parham Maghsoodloo in seiner Partie am Sonntag
Quelle Titelfoto und Fotogalerie: Wolfgang Galow

Mannschaftsaufstellungen und Einzelergebnisse:

Brett Nr. FC Bayern 3,5 4,5 SF Berlin Nr.
1 1 Maghsoodloo 0 1 Schröder 1
2 2 Santos Latasa 0,5 0,5 Krämer 5
3 3 Tabatabaei 1 0 Baldauf 6
4 7 Alonso Rosell 0,5 0,5 Kaasen 8
5 8 Dragnev 0,5 0,5 Seyb 10
6 12 Kurmann 0,5 0,5 Hess 11
7 17 Ribli 0 1 Schmidek 12
8 19 Meister 0,5 0,5 Morgunov 15

 

Brett Nr. USV TU Dresden 3 5 FC Bayern Nr.
1 1 Nisipeanu 0 1 Maghsoodloo 1
2 2 Bartel 0,5 0,5 Santos Latasa 2
3 5 Michalik 1 0 Tabatabaei 3
4 6 Vogel 0,5 0,5 Alonso Rosell 7
5 8 Maiwald 0 1 Dragnev 8
6 9 Bönsch 0,5 0,5 Bezold 11
7 17 Wong 0 1 Kurmann 12
8 19 Lutz 0,5 0,5 Ribli 17