
Die aus dem April in den Januar vorverlegten Runden 11 und 12 der Schachbundesliga gestalteten sich für die Mannschaft des FC Bayern zu einem wahren "Traumwochenende". Zumindest mit zwei Punkten aus Deggendorf wieder nach Hause zurückzukehren und in der laufenden Saison vielleicht sogar weiter ungeschlagen zu bleiben, waren die Ziele für den winterlichen Ausflug in die niederbayerische Kreisstadt an der Donau.
Das erste „positive Ergebnis“ des Wochenendes war die erfolgreiche Anreise trotz des befürchteten Wetterchaos, von dem der Süden Deutschlands aber glücklicherweise diesmal weitestgehend verschont blieb. Damit waren die Voraussetzungen für ein spannendes Lokalderby gegen die Mannschaft von MSA Zugzwang gegeben. Für den zweiten Münchner Verein in der Schachbundesliga ging es an diesem Wochenende bereits um sehr viel und entsprechend reiste auch MSA Zugzwang mit fast der optimalen Aufstellung an. Tatsächlich entwickelte sich dann auch ein spannender Wettkampf, der mit zwei relativen kurzen Remisen mit Schwarz an den Brettern 1 und 3 begann. Danach begannen sich mit fortschreitender Zeit an mehreren Brettern klarere Vorteile für die eine oder andere Seite abzuzeichnen. Die überzeugenden Partiegewinne von Kirill Alekseenko, Pouya Idani und Àlvar Alonso Rosell sorgten schließlich für eine zwischenzeitlich deutliche Führung, die die Mannschaft von MSA Zugzwang zwar dann noch verkürzen, aber nicht mehr ganz aufholen konnte. Damit war das „Lokalderby“, auch wenn es wiedermal nicht in München, sondern in der Ferne stattfand, für den FC Bayern gewonnen.
Mit den zwei Punkten im Rücken, konnte die Mannschaft am Sonntag befreit aufspielen. Gegen die SF Deizisau gab es in der Vergangenheit schon öfters spannende Kämpfe mit knappen Ergebnissen, und dies schien angesicht der ausgeglichenen Aufstellungen auch diesmal sehr wahrscheinlich. Dass es dann aber ganz anders kam, war beim besten Willen nicht vorhersehbar. In mehreren der größtenteils sehenswerten Partien waren zwischenzeitlich verschiedene Ergebnisse möglich. Am heutigen Tag lief letztlich dann aber alles nur in Richtung der Mannschaft in rot und dies bescherte dem FC Bayern den höchsten Sieg in der Schachbundesliga seit Jahrzehnten. Àlvar Alonso Rosell und Kirill Alekseenko – letzterer freilich nach einer heftigen „Schrecksekunde“ – gewannen auch ihre zweite Partie des Wochenendes, während Jan Subelj seine Niederlage vom Vortag überzeugend wettmachte und sich Valentin Dragnev in seiner Partie ebenfalls am Ende durchsetzen konnte.
In der Tabelle festigte der FC Bayern seinen Platz im oberen Mittelfeld und findet sich mit 9-3 Punkten aktuell auf dem 4. Platz wieder. Eine Position, mit der vor Saisonbeginn sicher nicht zu rechnen war. [Wengler]
Titelfoto: Gut gelaunte Bayern vor Beginn der Sonntagspartie gegen die SF Deizisau
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