
1. Bundesliga 2025/26 - Runden 13, 14 und 15
So. | 26.04.26 | 20:00
Glänzende Saison: FC Bayern schließt Bundesliga auf 4. Platz ab
Bei der zentralen Endrunde der Schachbundesliga, die am Wochenende in Berlin stattfand, hat die Mannschaft des FC Bayern München ihren hervorragenden 4. Tabellenplatz verteidigt und erzielte damit das mit Abstand beste Ergebnis seit Mitte der 1990er Jahre.
Zum Abschluss der Saison standen noch einmal drei Runden auf dem Programm, wobei es am Freitag zunächst gegen den SV Deggendorf ging. Das Team aus Niederbayern spielte ebenfalls eine starke Saison und war der erwartet schwere Gegner. Trotz einiger Chancen endeten alle acht Partien nach teilweise langem Kampf remis, so dass die Punkte geteilt wurden. Eine ebenso „harte Nuss“ war dann am Samstag die Mannschaft des Hamburger SK, die am Vortag im hanseatischen Lokalderby den FC St. Pauli mit 7-1 von den Brettern gefegt hatten. Auch gegen die Hamburger entwickelte sich ein zähes Match beim dem schließlich erst in den letzten beiden noch laufenden Partien die Entscheidung fiel. Dabei gelang Philip Lindgren an Brett 8 mit einer starken Partie ein nicht unbedingt erwarteter Erfolg, den nach fast sechsstündiger Spielzeit Rasmus Svane für die Hamburger gerade noch ausgleichen konnte. Eine leistungsgerechte Punkteteilung also am Ende auch hier. Am Sonntag wäre nach Lage der Dinge maximal noch ein Punkt gegen den nicht in Bestbesetzung antretenden FC St. Pauli nötig gewesen, um die 4. Tabellenplatz endgültig zu sichern, aber es sollte noch einmal richtig „klingeln“. Nachdem sich Philip Lindgren, der am Vortag noch grandios gewonnen hatte, diesmal einen Ausrutscher leistete und kurz vor der Zeitkontrolle verlor, lief anschließend alles in Richtung der „Roten“. An den Brettern 2 bis 7 gab es am Ende durchgängig volle Punkte, so dass zum Saisonabschluss noch einmal ein deutlicher Sieg zu Buche stand.
Mit insgesamt 18-12 Mannschaftspunkten bei 66 von 120 möglichen Brettpunkten (+32, =68, -20) führt der FC Bayern in der Abschlusstabelle hinter den drei Spitzenteams aus Viernheim, Baden-Baden und Wolfhagen das breit gefächerte Mittelfeld an. Zu keiner Zeit bestand in dieser Saison Abstiegsgefahr. Im Gegenteil: Von Saisonbeginn an etablierte sich die Mannschaft im Vorderfeld der Tabelle und spielte auch gegen vermeintlich stärkere Gegner jederzeit gut mit. Einzig die Niederlage gegen den neuen Deutschen Meister SC Viernheim war eine klare Sache, ansonsten war in jedem Kampf „etwas drin“. Die hohe Anzahl an unentschiedenen Wettkämpfen – insgesamt sechsmal wurden mit einem 4-4 die Punkte geteilt – zeigt aber auch, wie eng es in der Schachbundesliga zugeht. Und genau das machte in dieser Saison auch den Unterhaltungswert der Liga aus. Interessante Partien und spannende Wettkämpfe am Fließband ließen keine Langeweile aufkommen. So kann es in der nächsten Saison gerne weitergehen und dazu wird dann ganz sicher auch die Mannschaft des FC Bayern wieder ihren Teil beitragen.
Herzlichen Glückwunsch natürlich an dieser Stelle an den SC Viernheim zum zweiten Titelgewinn innerhalb von drei Jahren. Die „weiße Weste“ spricht für sich und definiert natürlich den „Gejagten“ in der kommenden Saison 2026/2027. Eine Saison, auf die man bereits jetzt sehr gespannt sein darf! (Wengler)
Titelfoto: Gute Stimmung wie in der gesamten Saison, so auch vor der letzten Runde am Sonntagvormittag (Quelle: Jörg Wengler)
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