Frauen-Regionalliga Süd 2018/2019 - Runde 5

Guter Saisonabschluss für 2. und 3. Frauen-Mannschaft

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In der letzten Runde der Frauen-Regionalliga Süd sicherte sich die 2. Frauen-Mannschaft noch einmal einen Mannschaftspunkt und damit den 3. Platz in der Gesamtwertung der Saison. Unsere Gäste aus Forstenried hatten Probleme mit dem Spiellokal, weswegen dieser Kampf zusammen mit dem anderen Frauenkampf im Anton-Fingerle-Bildungszentrum ausgetragen wurde. Zusätzlich war allseits mit Personalproblemen zu kämpfen, weswegen das vierte Brett beidseitig unbemannt blieb. Die Bayern gingen nach der ersten Stunde 1:0 in Führung, da Sofie Klenk am Spitzenbrett vergeblich auf eine Gegnerin wartete. Einige Zeit später erfolgte der Ausgleich durch Forstenried. Gabi Renner war als schwarzer Verteidiger gegen das Londoner System am Königflügel ordentlich unter Druck geraten und die eigenen Bemühungen am Damenflügel verliefen zu schleppend.

Mannschaftsaufstellungen und Einzelergebnisse:

Brett Nr. TSV Forstenried 1 2 FC Bayern 2 Nr.
1 3 Gamisch - + Klenk 5
2 5 Alferova 1 0 Renner 6
3 7 Yelina 0 1 Roos 12
4 8 Pils - - Lenk 14

 

Brett Nr. FC Bayern 3 2 2 1. SK Neuperlach Nr.
1 1 Butenandt 0 1 Ronkina 2
2 9 Riedelsheimer 1 0 Müller 6
3 12 Milak 0 1 Stegmaier 7
4 14 Maupas 1 0 Popp 8

 

In vorliegender Stellung (siehe Diagramm oben) opferte weiß den Springer auf f7 mit der anschließenden Drohung Dxg6 und Druck auf den Punkt g7, dem langfristig nicht Stand zu halten war.

Auf dem Brett der letzen noch laufenden Partie fanden sich mittlerweile nicht mehr allzu viele Figuren wider, sondern es ging in einem Damen-Bauern-Endspiel hoch her. Die Gegnerin aus Neuperlach befand sich in akuter Zeitnot und Karin Roos errang den Sieg. Das abschließende Gesamtergebnis von 2:1 sicherte der 2. Frauen-Mannschaft den zweiten Tabellenplatz in der Saison, gewannen sie doch gegen den direkten Konkurrenten.

Auch die 3. Frauen-Mannschaft sicherte sich in der letzten Runde der Frauen-Regionalliga Süd noch einmal einen Mannschaftspunkt.

Gut gestärkt und mit Kaffee gedopt, ging es gegen unsere Gäste aus Neuperlach zu Werke und die erste Partie endete nach rekordverdächtigen 6 Zügen mit einem Punkt für uns.

In dieser Stellung nahm die Gegnerin von Alexandra Maupas den Springer auf f3. Dies zieht den weißfeldrigen Läufer als wichtigen Verteidiger der Diagonale c8-h3 ab und ermöglichte Lxf7+. Als die Bayern-Spielerin diesen Zug souverän am Brett fand, blieb der Gegnerin nur noch die Aufgabe, da das anschließende Matt unausweichlich war.

Als nächstes baute Julia Riedelsheimer die frühe Führung zu einem 2:0 aus. Ihre Partie, in der sie zwischenzeitlich 3 Bauern hinten lag, illustriert die Wichtigkeit von aktiven Figuren. Interessant, wie die Bauern überhaupt verloren gingen. Konfrontiert mit der Benoni-Verteidigung und keinem blassen Schimmer, wie damit umzugehen ist, kam 6. b4 zu Stande. Das anschließende 6. … Df6 führte zu Schweißperlen bei Weiß.

Um den Turm nicht zu verlieren, wurde mit 7. e5 Dxe5+ 8. De2 der erste Bauer geopfert, weitere folgten aufgrund der Schwächen in der Struktur. Die Nachbereitung mit dem unersetzlichen Motivator, Analyse-Genie und "Milch-für-den-Kaffee-Organisator" Christoph Renner zeigte im Nachhinein, es hätte einen besseren Zug gegeben. 

Statt 7.e5 hätte 7. Dc2 dem Weißen erlaubt ohne Bauernopfer fortzufahren. 7. … Dxa1 ist dann nicht möglich, da nach 8. Lc2 Dxa2 9. Sc3 die Dame des Nachziehenden gefangen ist.

Im weiteren Verlauf des Kampfes, übersah Adela Milak in einer komplizierten Stellung, in der beide Seiten noch viel Material auf dem Brett und diverse Fallen aufgestellt hatten, die Mattdrohung der gefährlichen Dame-Läufer-Batterie ihrer Gegnerin. Mit diesem "Anschlusstreffer" von Neuperlach stand es 2:1.

Der Ausgang der Partie am Spitzenbrett würde also auch über das Gesamtergebnis entscheiden. Den FC Bayern vertrat Svenja Butenandt, die im November den 7. Platz der Kadettenweltmeisterschaft in der U12w belegte. In einem langen und zähen Duell mit der erfahrenen Neuperlacherin, musste sie zunächst zwei Bauern und leztlich die Partie verloren geben. An diesem Spieltag gewannen also sämtliche Spielerinnen mit der weißen Farbe, was zum Endstand von 2:2 führt. (Riedelsheimer)

Mannschaftsaufstellungen und Einzelergebnisse: