Bezirksliga 2018/2019 - Runde 9

Spannung bis zum Schluss: 4. Mannschaft schlägt Schwabing

Increase font size Schriftgröße

Ärgern die schwarzen Figuren von Gerhard Riewe in dieser Szene aus der letzten Runde der Bezirksliga hier den weißen König von Boris Miskevicer oder umgekehrt? Wie im gesamten Match der 4. Mannschaft gegen die SG Schwabing München Nord konnte man auch in dieser Partie lange nicht sagen, wie das Ergebnis wohl ausfallen würde. Am Ende wurde der weiße Bauer vorne links - der hier nicht ganz mittig auf c5 steht - zu einer Dame, die danach das Rennen machte.

Dies blieb glücklicherweise die einzige Niederlage für die "Vierte", die nach dem neuerlichen Sieg von Denny Lawrenz und dem Ausgleich an Brett 2 beim Stande von 2,5-2,5 allerdings auf eine Niederlage zuzusteuern schien. Weder das Endspiel von Christian Todd, dessen Gegner das Zentrum beherrschte, noch die Partie von Benjamin Lichtenstern, der sich in einem Leichfigurenendspiel mit zwei Minusbauern befand, sahen für uns vielversprechend aus. Lediglich Milka Ankerst, die zwischenzeitlich einen Bauern weniger hatte, konnte sich mit einem Läufer mehr gegen die beiden Freibauern des Gegners am Königsflügel inzwischen wieder etwas ausrechnen.

Mit Spannung beobachtet wurde der Kampf insbsondere auch von der 2. Mannschaft des SK München Südost, die ihren letzten Kampf gegen den SV Weiß-Blau Allianz im Rahmen der zentralen Endrunde der Bezirksliga ebenfalls im Anton-Fingerle-Bildungszentrum austrug. Die "Südostler" gewannen ihren Kampf zwar, waren aber im Abstiegskampf auf unsere Schützenhilfe angewiesen, um den einen Mannschaftspunkt Rückstand auf Schwabing noch aufzuholen und den Klassenerhalt zu schaffen.

Natürlich wollte sich unsere Mannschaft vor diesem Hintergrund erstrecht nicht nachsagen lassen, nicht mehr voll konzentriert zur Sache zu gehen. Und in Sachen Konzentration waren die Bayern eindeutig besser als ihre Kontrahenten als es auf Mitternacht zuging. So profitierte Benjamin Lichtenstern von einem krassen Figureneinsteller seines Gegners, wonach der seine Partie wahrscheinlich sogar noch auf Gewinn hätte spielen können. Allerdings tauschte er dann seinen letzten Bauern und wickelte ins Remis ab. Christian Todd hatte im Endspiel keine Angst vor dem gefährlichen und weit vorgerückten Freibauern seines Gegners in der d-Linie und suchte mit der Dame aktive Möglichkeiten gegen den offen in der Landschaft stehenden schwarzen König. Plötzlich fiehl d3 und Christian Todd begann, mit Dame und Springer ein Mattnetz zu knüpfen. Und dann fiehl noch etwas: Das Blättchen des Gegners. Das 4-3 bedeutete den Klassenerhalt für Südost und den Abstieg für Schwabing. Den Schlusspunkt unter die Saison setzte schließich Milka Ankerst, die im Endspiel eindeutig die Bessere war und ihre Mehrfigur gekonnt gegen die weißen Freibauern zur Geltung brachte. 5-3 damit am Ende.

Eine lange Saison, in der nicht immer alles rund lief, geht damit versönlich zu Ende. Der 4. Platz ist letztlich leistungsgerecht und spielgelt den Saisonverlauf wider. Die Mannschaft gewann gegen alle Mannschaften der zweiten Tabellenhälfte, konnte aber ihre durchaus auch vorhandenen Chancen gegen die Mannschaften der Spitzengruppe nicht nutzen.

Glückwunsch an dieser Stelle an die 3. Mannschaft des MSC 1836, die trotz der Niederlage in der Schlussrunde den Titel souverän gewann und in die Regionalliga Süd-West aufsteigt. (Wengler)

Mannschaftsaufstellungen und Einzelergebnisse:

Brett Nr. SG Schwabing 3 5 FC Bayern 4 Nr.
1 2 Fernandez-Garcia 0,5 0,5 Wengler 3
2 3 Miskevicer 1 0 Riewe 4
3 4 Dichmann 0 1 Todd 6
4 5 Hubka 0,5 0,5 Keller 8
5 6 Grau 0,5 0,5 Jagla 9
6 7 Süss 0 1 Lawrenz 10
7 8 Dr. Stöhr 0,5 0,5 Lichtenstern 11
8 14 Landstorfer 0 1 Ankerst 14