1. Bundesligat 2019/2020 - Runden 3 und 4

Starker Auftritt bringt der 1. Mannschaft drei Punkte gegen Berlin und Dresden

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Die 1. Mannschaft ist in der neuen Saison angekommen! Mit zwei starken Auftritten im sächsischen Meißen erkämpfte sich unser Team die ersten drei Punkte der laufenden Saison.

Am Samstag waren zunächst die Schachfreunde Berlin der Gegner. Von Anfang an entwickelte sich ein ausgeglichener Kampf mit mehreren spannenden Partien und Chancen auf beiden Seiten. So sah nach der Eröffnung die Partie von Miguel Santos Ruiz (im Titelfoto rechts), der an diesem Wochenende sein Debüt für den FC Bayern gab, recht vielversprechend aus. Jedoch versandete der optische Vorteil dann alsbald in ein remisliches Endspiel und so wurden hier der Punkt ebenso geteilt wie in der Partie von Linus Johansson, die sich  ebenfalls durchgängig im Gleichgewicht befand. 

Eine harte Nuss bekam Sebastian Bogner (im Titelfoto im Hintergrund links) an Brett 2 vorgesetzt, was ihn jede Menge Zeit kostete, um sich aus der Umklammerung zu befreien und sein Entwicklung zu vollenden. Letztlich gelang ihm dies unter Rückgabe seines zwischenzeitlichen Mehrbauern und so blieb diese Partie ausgeglichen. Eine glänzende Partie spielte Makan Rafiee am 8. Brett. Ihm gelang es, die Entwicklung des gegnerischen Damenflügels so lange zu unterbinden, bis er bei einem missglückten Befreiungsversuch seines Gegners eine Figur gewann und wenig später die Mannschaft in Führung brachte. Wie immer ambitioniert ging Niclas Huschenbeth am Spitzenbrett zu Werke. Als seine Bauernmehrheit am Damenflügel jedoch nicht mehr voran kam, hätte diese Partie womöglich auch noch kippen können. Dazu kam es jedoch nicht, denn hier - ebenso wie an den Brettern von Sebastian Bogner und Michael Fedorovsky - einigten sich Kontrahenten auf Remis.

Seine Chancen suchte auch Martin Lokander an Brett 7. Und wahrscheinlich hätte er gegen die geschwächte gegnerische Königsstellung auch gute Möglichkeiten gehabt. Allerdings verlor in der Zeitnotphase dann völlig den Faden und musste schließlich kapitulieren. So hing der Ausgang am Ende an der Partie von Klaus Bischoff, der hinten heraus zwar noch etwas um das Remis kämpfen musste, aber schlussendlich das 4-4 sicherstellte. Zweifelsohne ein "gerechtes" Ergebnis zweier Mannschaften auf Augenhöhe an diesem Tag.

Der Sonntag war dann dem Duell mit dem Gastgeber des Wochenendes, dem USV TU Dresden, vorbehalten. Die Dresdener, die am Vortag bereits gegen BCA Augsburg den Kürzeren gezogen hatten, brauchten die Punkte ebenso dringend wie unsere Mannschaft. Von Anfang an war es aber das Team in Rot, das hier den Ton angab. Das galt zum Beispiel für Miguel Santos Ruiz, der aus der Eröffnung als klarer Sieger hervorging und schon bald mit einigen Mehrbauern da stand, die es natürlich noch in einen vollen Punkt umzusetzen galt. Auch Niclas Huschenbeth sah optisch mit viel Platz auf dem ganzen Brett sehr gut aus. Gleiches galt auch für Sebastian Bogner, der beim Übergang ins Endspiel einen Bauern gewann, aber noch das eine oder andere Stellugsproblem zu lösen hatte. Auch an den letzten beiden Brettern ging es wieder ordentlich zur Sache. Martin Lokander und Makan Rafiee  bemühten sich dort nach Kräften, ihre Gegner aufs Glatteis zu führen, und auch wenn dies diesmal nicht klappte, waren beide Partien zu keinem Zeitpunkt sichtbar in Gefahr.

Gleiches galt natürlich auch für die Partien von Klaus Bischoff und Michael Fedorovsky, die angesichts des positiven Gesamtbildes ohne weiteres mit Remis einverstanden sein konnten. Zum positiven Gesamtbild trug natürlich insbesondere auch die Partie von Linus Johansson bei, dessen Partievorbereitung aufs Brett kam und der im Mittelspiel plötzlich am Königsflügel eine entscheidende Initiative entfalten konnte.

Als es auf die Zeitkontrolle zuging, spitzen sich die Ereignisse zu. Zunächst brachte uns Miguel Santos Ruiz in Führung, wenn auch für die Zuschauer noch einmal mit einer Schrecksekunde! Aber vielleicht hatte er ja auch alles gesehen. Alles gesehen hatte auf jeden Fall Linus Johansson, der schließlich mit Dame und Turm in die gegnerische Stellung eindrang und undeckbare Mattdrohungen aufstellte. Sein Sieg war die Vorentscheidung in diesem wichtigen Kampf. Da war es am Ende halb so schlimm, dass Sebastian Bogner nach starker Partie im 40. Zug den Sieg liegen ließ und letztlich mit Remis zufrieden sein musste, und Niclas Huschenbeth aus den komplizierten Verwicklungen in seiner Partie als Unterlegener hervorging. Sieg und zwei Punkte für die Mannschaft waren eingefahren und das ist das, was am Ende zählt.

Mit den drei Zählern des Wochenendes hat die Mannschaft das misslungene Auftaktwochenende vor zwei Wochen wieder wett gemacht und ist im Kampf um den Klassenerhalt wieder voll dabei. Das erste Heimwochenende der Saison kann also kommen und dazu kommen Anfang Februar neben dem Reispartner aus Augsburg auch die Mannschaften aus Aachen und Viernheim nach München. Schauplatz wird das Kulturhaus Milbertshofen sein, das schon so manchen heißen Bundesligakampf gesehen hat, und darauf wird man sich auch in zwei Monaten freuen können! (Wengler)

Mannschaftsaufstellungen und Einzelergebnisse:

Brett Nr. SF Berlin 4 4 FC Bayern Nr.
1 1 Piorun 0,5 0,5 Huschenbeth 1
2 4 Tomczak 0,5 0,5 Bogner 2
3 5 Moranda 0,5 0,5 Santos Ruiz 3
4 7 Moroni 0,5 0,5 Bischoff 7
5 8 Gumularz 0,5 0,5 Johansson 8
6 9 Baldauf 0,5 0,5 Fedorovsky 9
7 13 Jakubowsky 1 0 Lokander 11
8 14 Perske 0 1 Rafiee 16

 

Brett Nr. FC Bayern 4,5 3,5 USV TU Dresden Nr.
1 1 Huschenbeth 0 1 Almasi 1
2 2 Bogner 0,5 0,5 Nisipeanu 2
3 3 Santos Ruiz 1 0 Gajewski 3
4 7 Bischoff 0,5 0,5 Vogel 5
5 8 Johansson 1 0 Bönsch 8
6 9 Fedorovsky 0,5 0,5 Meiwald 9
7 11 Lokander 0,5 0,5 Loxine 12
8 16 Rafiee 0,5 0,5 Möhn 14