FC Bayern München eV

FC Bayern erstmals wieder auf Europäischer Ebene dabei

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Erstmals seit Mitte der 1990er Jahre startete der FC Bayern in der vergangenen Woche wieder beim European Chess Club Cup, dem Europapokal für Vereinsmannschaften im Schach.

Der Startplatz bei diesem hochrangigen Mannschaftsturnier war das Ergebnis einer guten Bundesligasaison verbunden mit dem Wunsch, sich nach langer Abstinenz endlich wieder auf dem internationalen Parkett zu zeigen.

Gastgeber für das 7-tägige Turnier war der traumhaft im Zillertal gelegene Ort Mayrhofen. Mit 70 teilnehmenden Mannschaften im offenen Turnier und weiteren 17 Frauen-Mannschaften im Frauen-Turnier hatten die österreichischen Organisatoren eine wahre Mammutaufgabe zu stemmen. Und obwohl das Spiellokal im Europahaus in Mayrhofen förmlich aus allen Nähten zu platzen schien, waren die Spielbedingungen insgesamt sehr gut.

Dass das Turnier sportlich extrem hohe Ansprüche stellt, ergab sich eigentlich bereits aus einem Blick auf das Teilnehmerfeld. Fast die gesamt Weltelite, angeführt vom amtierenden Weltmeister Magnus Carlsen, der für seinen norwegischen Verein Offerspill Chess Club am Brett saß, hatte sich versammelt. Das versprach zahlreiche interessante Duelle auf höchstem Niveau. Und in dieser Hinsicht hielt das Turnier absolut, was es versprach.

Für unsere Mannschaft ging es darum, sich möglichst teuer zu verkaufen und insgesamt einen guten Einfruck zu hinterlassen. Mit vier Großmeistern im aus insgesamt acht Spielern besteneden Aufgebot sowie weiteren Titelträgern brauchte sich die Mannschaft in "Rot" keineswegs zu verstecken und konnte sich Hoffnungen auf einen Platz im vorderen Mittelfeld machen. Dies umso mehr, da mit Noël Studer, der seine aktive Karriere beendet hat und sich seit einiger Zeit auf seine Tätigkeit als Trainer konzentriert, eine überaus kompetente Unterstützung in der Partievorbereitung vor Ort zur Verfügung stand. Davon profitierte die Mannschaft in mehreren Partien ganz konkret. Gerade bei diesem Turnier, bei dem die Brettpaarungen des nächsten Tages bereits am Vorabend feststehen, eine nicht zu unterschätzende Erfolgskomponente. Nach den insgesamt sieben Runden standen vier Siege und drei Niederlagen zu Buche, die am Ende für den 18. Platz unter den 70 teilnehmenden Mannschaften reichte. Nach einem guten Start ging unserer Mannschaft am Ende etwas die Puste aus. Insbesondere in der letzten Runde wäre sicher noch etwas mehr möglich gewesen, doch kann die Mannschaft insgesamt mit ihrem Auftritt durchaus zufrieden sein. Alles in allem ein gelungener Wiedereinstieg in den internationalen Spielbetrieb.

Neben dem sportlichen Ergebnis, stand aber auch der soziale Aspekt im Mittelpunkt. Den ohnehin in unserer Mannschaft hervorragenden Mannschaftsgeist weiter zu stärken, war ebenso ein Ziel wie die Integration eines unserer Neuzugänge für die kommende Saison. Auch das gelang mehr als gut und war nicht nur am guten Ergebnis von Amin Tabatabaei abzulesen, der einen erfolgreichen Einstand am 1. Brett hinlegte. 

In knapp zwei Wochen beginnt nun schon die neue Bundesligasaison, für die sich die Mansnchaft des FC Bayern gut gerüstet fühlt. Am ersten Wettkampfwochenende ist der FC Bayern am 22./23.10.2022 gleich Gastgeber und zwar für die Mannschaften aus Berlin und Dresden. Gespielt wird dann in der BayernLB Sportarena in der Osterwaldstraße. Ein Höhepunkt gleich zu Saisonbeginn, auf den sich nicht nur die Spieler, sondern natürlich auch die Zuschauer vor Ort bereits jetzt freuen können! (Wengler)

Link zur Turnierseite: ECCC 2022

Titelfoto:
Die Mannschaft des FC Bayern München beim ECCC vor dem Europahaus in Mayrhofen:
Vorne v.l.n.r.: Noël Studer (Coach), Makan Rafiee, Sebastian Bogner, Linus Johansson, Amin Tabatabaei
Hinten v.l.n.r.: Alexander Zajogin, Niclas Huschenbeth, Michael Fedorovsky, Klaus Bischoff

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