„Von Spiel zu Spiel“ statt Knobeln

Trinchieri hofft im Duell mit Maccabi Tel Aviv auf eine Reaktion seines Teams

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46 Saisonspiele haben die Bayern-Basketballer seit Anfang Oktober in den drei Wettbewerben absolviert – und noch ist das Ziel des Marathons nicht wirklich in Sicht. Die Zwischenbilanz liest sich einstweilen positiv mit allen Chancen für die Münchner in EuroLeague, BBL und beim Pokal-Top Four im Audi Dome Mitte April. Auf ein hartes Finish der regulären Saison hat sich das Team von Cheftrainer Andrea Trinchieri in den vergangenen Tagen eingestimmt, denn der Rhythmus wird jetzt wieder hochtourig: Der Februar endet mit dem Heimspiel in der EuroLeague am Donnerstag (25.2., 20.30 Uhr) gegen Israels Rekordmeister Maccabi Tel Aviv und dem BBL-Derby am Sonntag (15 Uhr/jeweils MagentaSport) gegen Würzburg. Im Monat März sind dann nicht weniger als 13 Partien zu bestreiten, beginnend kommende Woche mit dem EuroLeague-Doppel in Belgrad (Dienstag) und gegen Panathinaikos (Donnerstag), ehe es dann Sonntag noch in den Norden nach Vechta geht.

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Den etwas luftigeren Kalender rund um den 79:87-„Reality Check“ (Trinchieri) in Lyon-Villeurbanne haben die Bayern zur Regeneration und intensiven Trainingseinheiten genutzt. Nun gilt der Fokus allein dem Duell mit Maccabi am 26. EuroLeague-Spieltag. Das Tabellenbild der Königsklasse mag Rechenkünstler zu endlosen Spielereien verführen, liegen doch beispielsweise zwischen Tabellenplatz drei (Mailand, 16:9 Siege) und zehn (Valencia, 13:12) nur drei Spiele. Und die Fans der Bayern, Sechster mit einer 15:10-Bilanz, dürfen beim Knobeln ein wenig träumen – doch Trinchieris Männer sind bis hierhin gut gefahren mit ihrer Von-Spiel-zu-Spiel-Einstellung in dieser Saison der Neuausrichtung. So soll es auch bleiben.

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„Es zählt nur der nächste Gegner Maccabi und kein Ranking“

„Ich habe mich entschieden, von Tag zu Tag zu schauen, von Spiel zu Spiel“, sagt Andrea Trinchieri, „denn wir sind immer noch sehr grün auf diesem Level, wir machen Fehler. Auf das große Ganze zu schauen vor einem Spiel, wird uns nicht helfen, es wird diesem Team nicht helfen. Nur der nächste Gegner zählt und kein Ranking: Also Maccabi, die sicher noch versuchen werden, in die Playoffs zu kommen.“     

Der Gast aus Tel Aviv (14., 10:13) steht, bei zwei Spielen weniger, ebenfalls nur um drei Siege schlechter als die Bayern und wird im Audi Dome alles unternehmen, um seine traditionellen Ambitionen auf die Teilnahme an der K.o.-Runde am Leben zu halten. Mit sieben Siegen aus den letzten zwölf Spielen, darunter ein Auswärtserfolg bei Tabellenführer Barcelona und einem daheim gegen Real Madrid, schob sich das Team von Trainer Ioannis Sfairopoulos wieder ans Mittelfeld heran. Fünfmal gewann Maccabi schon den höchsten europäischen Wettbewerb (1977, 1981, 2004, 2005, 2014).

Bayern-Coach Andrea Trinchieri
„Ich habe großen Respekt vor Maccabi, vor der Organisation, dem Trainer und seinen Spielern, aber wer auch immer in diesem Moment kommt - wir müssen gegen jeden auf das letzte Spiel antworten. Es geht am Donnerstag darum, was unser Team anstellt, um nach einer schmerzhaften Niederlage zurückzuschlagen. Klar ist, dass wir gegen diesen Gegner wirklich alles geben müssen, jeden Tropfen Energie. Denn Maccabi ist ein großer Gegner, aber wichtiger wird sein, was WIR tun.“

Pause für Nihad Djedovic

Tel Avivs Guard-Riege gilt es dabei zu kontrollieren, nicht nur Topscorer Scottie Wilbekin (15,6 PpS), mit dem die Bayern bereits ihre Erfahrungen machten. Auch seine beiden athletischen US-Kollegen Tyler Dorsey und Elijah Bryant (je 10,7 PpS) können jederzeit ein Spiel übernehmen; am Brett sind vor allem Othello Hunter (9 PpS, 5,5 RpS) und der kroatische 2,10-m-Center Ante Zicic (7,8 PpS, 4,7 RpS) die Widersacher von Jalen Reynolds (14,4 PpS, 6,4 RpS) & Co.

„Maccabi ist ein sehr erfahrenes Team, viel erfahrener als wir“, sagt Bayern-Routinier James Gist. „Sie haben von allem etwas, was man braucht, Shooter, große Jungs und Athletik. Aber wir müssen unser Spiel zeigen und hart spielen, denn auch wir haben alle Teile, die notwendig sind. Doch wir müssen es nicht 15 Minuten zeigen oder 35, sondern die kompletten 40 Minuten. Wir brauchen Konstanz und den Fokus auf das nächste Spiel und sonst nichts.“

Fehlen wird den Bayern definitiv Kapitän Nihad Djedovic, der zuletzt mit Knieproblemen fehlte und nun zunächst zwei Wochen Pause verordnet bekam.  

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