Münchner March Madness

Bayern am Dienstag bei Roter Stern Belgrad

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Die March Madness beginnt jetzt: Am Montagmorgen begann für die Bayern-Basketballer mit der Abreise nach Serbien ihr ganz spezieller Monat März, in dem sie 13 Spiele zu bestreiten haben. Diese Woche hat es bereits in sich angesichts einer Double Week in der EuroLeague, bestehend aus der Auswärtspartie am Dienstagabend bei Roter Stern Belgrad und dem Heimspiel am Donnerstag gegen Panathinaikos Athen, ehe am Sonntag noch einmal Sprungball im hohen Norden ist, bei Rasta Vechta. Chefcoach Andrea Trinchieri hat im Angesicht dieser Termintortur nur einen Wunsch, und zwar, „dass meine Spieler gesund bleiben“.

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Kapitän Nihad Djedovic muss zwar noch eine Weile pausieren, doch Center Leon Radosevic, der gegen Würzburg (97:76) umgeknickt war, gehörte am Montag – dem großen Jubiläumstag zum 75-jährigen Bestehen der Basketballabteilung im FC Bayern - zumindest der Münchner Reisegruppe samt 13er-Kader an. Einsatz in Belgrad also nicht ausgeschlossen.      

Wie immer gilt dem nächsten Gegner der Fokus und als früherer Coach des örtlichen Mitbewerbers Partizan weiß Trinchieri um die Qualität und den berüchtigten Kampfgeist von Gastgeber Roter Stern. Der hat zwar eine Serie von Niederlagen aneinandergereiht (Platz 17, 7:19 Siege). Doch wie schwer gerade die riesige „Stark Arena“ selbst ohne anwesende serbische Basketballenthusiasten zu bespielen ist, erlebte beim letzten Heimspiel der heiße Playoff-Kandidat Sankt Petersburg: Mit einem 76:75 retteten sich die Russen ins Ziel, Roter Stern hatte den letzten Wurf zum Sieg.

Generell ist an einem guten Tag viel möglich für den soeben gekürten, neuen serbischen Pokalsieger (73:60-Finalerfolg gegen den Adria-League-Dritten Mega Leks), wie die unerwarteten Erfolge in Mailand (87:79), gegen Valencia (76:73) und bei Real Madrid (79:77) dokumentieren.

Topscorer und NBA-Champion Loyd, Trainer-Rückkehrer Radonjic 

„Trotz aller Widrigkeiten durch Corona ist diese EuroLeague-Saison schlichtweg fantastisch, denn jedes Spiel ist so hart umkämpft, unheimlich schwer und auch superwichtig“, sagt Trinchieri. 

Bayern-Coach Andrea Trinchieri
„Wir wollen uns wieder auf uns fokussieren und unser Level ständig steigern. Wir brauchen uns nicht das komplette Treppenhaus anschauen, sondern sollten nur die nächste Stufe nehmen, beginnend mit dem Spiel in Belgrad.“

Die Bayern, mit 16:10 Siegen immer noch weit vorn auf Platz fünf, wissen um die Bedeutung dieser Woche. „Natürlich wollen wir auch jetzt jedes Spiel gewinnen, gerade in der EuroLeague, wo ein Playoff-Platz ja möglich ist“, sagt FCBB-Guard D.J. Seeley. „Doch auf dem Feld stehen immer zwei Teams, das haben wir zuletzt in Villeurbanne erlebt, wo wir nie richtig unseren offensiven Rhythmus fanden.“

Roter Stern hat immer noch einen der herausragenden Guards der Königsklasse an Bord, der frühere NBA-Champion Jordan Loyd liegt mit durchschnittlich 16,9 Punkten hinter den beiden Stars Mike James (20,5 PpS) und Alexey Shved (19,3) auf Rang drei der besten Scorer. Hinter ihm folgt bei Roter Stern US-Kollege Corey Walden (10,9 PpS), während Power Forward Johnny O’Bryant (11,3) vergangene Woche nach dem ersten Pokalsieg seit 2017 in die Türkei nach Ankara wechselte.

Foto: Der frühere FCBB-Coach Dejan Radonjic bei der Meisterfeier 2019 | (c) Eirich

Ein Wiedersehen gibt es mit Trainer Dejan Radonjic (April 2018 bis Januar 2020), der mit den Bayern 2018 und 2019 zwei Meisterschaften feierte und im vorigen Dezember wieder an seiner alten Wirkungsstätte (2012 bis 2017) von Landsmann Sasa Obradovic übernahm. In der Adria League hat sein Team mit einer 14:2-Bilanz die klar wenigsten Niederlagen aufzuweisen, nur aufgrund einiger Corona-bedingter Spielabsagen ist man derzeit noch Fünfter.   

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