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Die Bayern wollen die Playoff-Serie gegen Mailand ausgleichen

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Auf der Tribüne klatschten Präsident Herbert Hainer, Vorgänger Uli Hoeneß sowie Vize Dieter Mayer stellvertretend für die fortwährend fehlenden Fans heftig Beifall. Und unten verabschiedete sich die Mannschaft mit festen Blicken vom Gegner, der also bald wiederkommen wird: Die Basketballer des FC Bayern haben am Mittwochabend ihre herausragende EuroLeague-Saison um ein weiteres Kapitel bereichert, denn der 85:79-Heimsieg über den favorisierten Final Four-Kandidaten Olimpia Mailand verschaffte den Münchnern endgültig Zutritt in die Best-of-five -Serie. Nach dem so unglücklichen 78:79 zum Auftakt, dem nicht minder umkämpften 69:80 in Spiel zwei, jeweils in Mailand, trotzte das Team von Cheftrainer Andrea Trinchieri somit dem Sweep-Geraune mit einer konstant überzeugenden Leistung gegen den prominent besetzten Rekordchampion Italiens.

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Für den abermals historischen, weil ersten deutschen Playoff-Sieg in der EuroLeague, werden die Bayern mit einem vierten Spiel belohnt; die Gäste haben ihr Quartier am Tucherpark für zwei weitere Nächte buchen müssen. Das nächste Aufeinandertreffen am Freitagabend (30.4./MagentaSport) wird allerdings unter ähnlichen Voraussetzungen um 20.45 Uhr beginnen: Gewinnt Mailand, ist für Kyle Hines, Sergio Rodriguez & Co. der angestrebte Einzug ins Kölner Finalturnier der Königsklasse (28. – 30.5.) mit dem dritten Sieg perfekt. Gewinnen jedoch die Gastgeber ein zweites Mal zum Ausgleich, käme es kommenden Dienstag (4.5.) in Mailand zum ultimativen Showdown um das 3:2.

Zan Mark Sisko, ein Dirigent von nur 23 Jahren

„Es wird nur um Anpassungen gehen. Sie werden ein paar Dinge verändern, wir ebenso", ahnt Coach Trinchieri mit Blick auf Freitag. „Es ist wie beim Schach, sie haben die ersten Schritte gemacht, jetzt werden wir versuchen, nochmal nachzuziehen. In der Vorbereitung müssen wir uns dem widmen, was zu tun ist, wie und mit wem."

Neben ihrem unwiderstehlichen Topscorer Vladimir Lucic, der im dritten Viertel mit zwölf Punkten in Serie zum 60:42 (28.) den letztlich entscheidenden Vorstoß initiierte, lieferten in Spiel drei JaJuan Johnson (je neun Punkte und Rebounds) sowie vor allem Spielmacher Zan Mark Sisko wertvolle Beiträge. Der immer noch erst 23-jährige Slowene legte neben neun Punkten acht Assists auf und dirigierte die Bayern gegen eine namhafte Guard-Garde mit Delaney, Rodriguez oder auch Topscorer Punter (14,8 PpS), der diesmal bei acht Zählern gehalten wurde.

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Siskos Kollege Wade Baldwin hatte schon in der 31. Minute mit fünf Fouls auf der Bank Platz nehmen müssen; aber Diego Flaccadori und D.J. Seeley entlasteten Sisko, der über rund 26 Minuten Verantwortung trug und vom Trainer ein Sonderlob erhielt: „Sisko ist ein purer Point Guard und ich finde, er passt perfekt zu Baldwin, denn sie sind komplett verschieden. Sie beide gemeinsam zu haben, kann uns sehr helfen, wie zum Beispiel in Barcelona. Wenn man sich die anderen Kader in der EuroLeague mal anschaut, sind zwei solche Jungs mit erst 24 Jahren (Baldwin ist neuerdings 25; Anm.d.Red.) nirgendwo sonst zu finden. Da haben wir etwas richtig gemacht."

Sisko und die anderem trainierten am Donnerstagnachmittag wieder im Audi Dome. Im Halbfeld die Mailänder Prominenz wieder halbwegs kontrollieren, das könnte auch im vierten Spiel der Münchner Weg sein. Von gut 40 Prozent in der regulären Saison auf aktuell 31 Prozent ist Olimpias Dreier-Quote in der Post-Season zurückgegangen. Ein gewonnenes Rebound-Duell wie am Mittwoch (37:29) ist ohnehin Pflicht, wobei: „Dieses Spiel wird wieder ganz anders verlaufen", glaubt Andrea Trinchieri. „und es wird sehr, sehr schwer."

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