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69:75 in Frankfurt: Bayern müssen Ausgleich hinnehmen

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"In der zweiten Halbzeit haben wir alles versucht, um zu gewinnen. Aber sie waren heute einfach besser als wir."

Dejan Radonjic
Der FC Bayern Basketball hat das zweite Viertelfinal-Spiel der Playoffs 2018 in Frankfurt 69:75 (35:42) verloren. Damit steht es in der Best-of-Five-Serie 1:1. Bereits am Samstagabend (12. Mai) kommt es im Audi Dome zum wichtigen dritten Aufeinandertreffen. Spielbeginn ist um 20.30 Uhr.

Somit haben die Münchner zum fünften Mal in den vergangenen fünf Jahren das zweite Playoff-Viertelfinalspiel auswärts verloren; zuletzt gelang 2013 in Berlin ein Erfolg.

Vor 4.640 Zuschauern in Frankfurt lief der FCBB fast das gesamte Spiel einem knappen Rückstand hinterher gegen einen sehr physisch agierenden Gastgeber. Die zunächst gut verteidigenden Bayern verpassten es, die sich bietenden Möglichkeiten zur Wende zu nutzen. Neben der Niederlage musste der Hauptrunden-Erste den Ausfall von Vladimir Lucic verkraften, der Ende des dritten Viertels mit einer Schulterverletzung vom Feld musste und nicht mehr zur Verfügung stand. Topscorer der Bayern war Jared Cunningham mit 14 Punkten.

Die Punkteverteilung nach Vierteln:

15:17, 20:25, 17:17, 17:16.

Für den FC Bayern Basketball spielten:

Jared Cunningham (14 Punkte), Devin Booker (10), Stefan Jovic (9/9 Rebounds), Reggie Redding (8), Vladimir Lucic (8), Maik Zirbes (6/8), Danilo Barthel (6), Nihad Djedovic (5), Braydon Hobbs (2), Anton Gavel (1), Alex King

Die Stimmen zum Spiel:

Dejan Radonjic, Cheftrainer des FCBB:

„Gratulation an meinen Kollegen und sein Team. Sie haben heute auf die richtige Art gespielt, hart und mit hoher Intensität, außerdem haben sie ihre offenen Dreier getroffen. Wir waren defensiv nicht gut, gerade in den letzten zwei Minuten der ersten Halbzeit hat sich Frankfurt einen Vorteil erarbeitet. In der zweiten Halbzeit haben wir alles versucht, um zu gewinnen. Aber sie waren heute einfach besser als wir."

Gordon Herbert, Chefcoach Frankfurt:

„Mir hat heute unser Kampf, die Intensität und unser Willen gefallen. Aber wir müssen immer noch eine Menge Sachen besser machen. Die Fans haben uns heute den Rücken gestärkt und uns Energie gegeben."
Danilo Barthel: „Wir haben nicht genug gearbeitet. Frankfurt wollte den Sieg mehr, das ist natürlich bitter. Wir haben einfache Fehler gemacht und das genau in den Momenten, in denen wir dran waren, das Spiel zu drehen."

1. Viertel

Die Bayern starteten mit Stefan Jovic, Jared Cunningham, Vladimir Lucic, Danilo Barthel und Devin Booker in das zweite Viertelfinale in Frankfurt. Im Gleichschritt begannen beide Mannschaften: Frankfurt legte in Person von Quantez Robertson (8 Punkte in Viertel 1) vor, die Bayern zogen nach (7:7/4. Spielminute). Beide Teams machten von Beginn an mächtig Tempo, auf beiden Seiten fanden aber nicht alle schnellen Abschlüsse den Weg ins Ziel. Die Hausherren hielten einen knappen Vorsprung bis zur ersten Pause (15:17/10.) gegen die Gäste, bei denen Devin Booker früh (6.) wegen zweier persönlicher Fouls auf der Bank Platz nehmen musste.

2. Viertel

Ein Dreier von Nihad Djedovic sowie vier Punkte von Maik Zirbes veranlassten Heim-Coach Herbert zur frühen Auszeit (22:20/13.). Es folgten etliche Führungswechsel in einer weiterehin rasanten Partie. Während die Hessen aus fast allen Lagen warfen (5/17 Dreier in Hälfte 1), trafen die Bayern eine gute Auswahl ihrer Dreier (4/8 vor der Pause). Nachdem Vladimir Lucic (100 % in Hälfte 1) aus der Ecke das 33:30 für die Gäste erzielte, waren die Bayern vermeintlich dabei, die Spielkontrolle zu übernehmen (18.). Doch 120 unkonzentrierte Sekunden später hatte sich der FCBB einen 2:12-Lauf eingefangen und ging mit einem 35:42 in die Kabine (20.).

3. Viertel

Das Spiel verlor auch nach der Pause nichts an seiner Intensität, beide Teams agierten in der Defense sehr konzentriert und versuchten, das Spiel schnell zu machen. Da Devin Booker nur zwei Minuten nach Wiederbeginn sein drittes Foul kassierte, sprangen die Kollegen Zirbes und Barthel in die Bresche und schnappten sich wichtige Offensiv-Rebounds, die die Münchner in Schlagdistanz hielten (48:51/27.). Wie schon im zweiten Viertel traf der FCBB gegen Ende des Viertels falsche Entscheidung und gestattete dem Heimteam einen Lauf zum 59:52. Zudem verloren die Gäste Vladimir Lucic, der sich nach einem Zusammenprall an der Schulter verletzte und im Krankenhaus untersucht wurde.

4. Viertel

Devin Booker eröffnete den Schlussabschnitt mit einem Steal und vier schnellen Punkten, was Frankfurt nach nur 40 Sekunden zur Auszeit veranlasste (56:59/31). Doch erneut hatten die Hessen eine passende Antwort parat: Scrubb und Sibert trafen von draußen, der Münchner Rückstand war wieder auf sieben Zähler angewachsen (58:65/35.). Es blieb auch in der Folge dabei: Die Gäste kämpften sich zurück, waren im Begriff für die Wende zu sorgen (63:65/36.), doch zwei einfache Ballverluste verhinderten das Münchner Comeback (63:70/37.). Am Ende eines Spiels, in dem die Münchner stets einem Rückstand hinterherlaufen mussten, fehlte dem FCBB die Energie für eine erfolgreiche Antwort.

Das Playoff-Viertelfinale gegen Frankfurt (best-of-five):

  • Spiel 3: Samstag, 12. Mai, 20.30 Uhr (Audi Dome)
  • Spiel 4: Dienstag, 15. Mai, 19.00 Uhr
  • Spiel 5*: Donnerstag, 17. Mai, 20.30 Uhr (Audi Dome)

* falls nötig


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