Die Defense der Bayern steht

Sicheres 83:62 über Bayreuth

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Die Basketballer des FC Bayern haben sich nach zuletzt zwei Niederlagen im BBL-Betrieb mit einem sicheren Heimsieg zurückgemeldet: Das Team von Cheftrainer Andrea Trinchieri gewann am Dienstagabend ungefährdet 83:62 (44:29) gegen den Tabellenneunten Medi Bayreuth und steht nach 27 Spieltagen mit einer 21:6-Bilanz weiter auf Rang drei. Die Münchner setzten sich nach einem verhaltenen Start im zweiten Viertel (26:10) gegen die Zone der Franken mit einem 12:0-Lauf erstmals deutlich ab. In allen vier Abschnitten hielt man den Gast auf unter 20 Punkten. Beste Werfer waren Nationalspieler Paul Zipser (19), Jalen Reynolds (18) und JaJuan Johnson (13).  

Auch gegen Bayreuth pausierte der angeschlagene Nick Weiler-Babb (Fuß), dazu wurden D.J. Seeley und James Gist geschont. Kapitän Nihad Djedovic (Arthroskopie Knie) fehlt noch verletzt.

Die Bayern reisen am Donnerstag nach Spanien zum 34. und abschließenden Spiel der EuroLeague-Hauptrunde beim Tabellenführer FC Barcelona (Freitag, 21 Uhr). Am Sonntag gegen Braunschweig und am Dienstag in Bonn folgen wieder BBL-Aufgaben, ehe am Wochenende darauf das Top Four um den deutschen Pokal im Audi Dome ausgetragen wird. Im Halbfinale trifft der FCBB auf Ulm.

FC Bayern Basketball – Medi Bayreuth 83:62 (44:29)

  • FCBB:

    Paul Zipser (19 Punkte), Jalen Reynolds (18/6 Rebounds), JaJuan Johnson (13/6 Rebounds), Diego Flaccadori (10), Wade Baldwin (10), Sasha Grant (5), Leon Radosevic (3), Zan Mark Sisko (2/6 Assists), Vladimir Lucic (2), Robin Amaize (1), David Krämer und Jason George.


  • Topscorer Bayreuth:

    Dererk Pardon (18 Punkte)


  • Schiedsrichter

    Clemens Fritz, Anne Panther, Benjamin Barth

Die Punkteverteilung nach Vierteln (aus Sicht FCBB)18:19, 26:10, 17:18, 22:15

Zahlen & Fakten - Zweier-Quote: 77% (FCBB) // 47 % (Bayreuth); Dreier-Quote: 15 % // 15 %; Freiwurf-Quote: 80 % // 94 %; Rebounds: 29 // 33; Assists: 21 // 11; Ballverluste: 13 // 18.

Die Stimmen:

Andrea Trinchieri: „Wir haben das erste Viertel so hingenommen. Ich denke, dass wir danach eine bessere Defensive gespielt haben als in den letzten Spielen. Wir waren fokussierter und haben uns mehr angestrengt in der Verteidigung; das ist der Grund, warum wir das Spiel am Ende kontrolliert haben. Wir konnten die Minuten gut verteilen und dieses Mal mit ein paar weniger Problemen spielen als zuletzt, als uns Energie fehlte und am Ende das Resultat. Es war ein guter Schritt nach vorne im Vergleich zu unseren letzten Auftritten. Ich habe großen Respekt vor Raoul Korner und seinem Team, denn es ist nie einfach gegen sie zu spielen. Sie setzen ihre Systeme immer sehr gut und genau um. Heute waren wir einfach fokussierter in der Defensive und haben schlechte Würfe eines Teams mit guten Schützen provoziert. Das war unser Ziel und das haben wir heute erreicht. Zuletzt hat mein Team schlecht gespielt, vor allem in der Defense, aber am Einsatz hat es nicht gemangelt. Wir haben es versucht und hatten den Wurf zum Sieg. Wir hatten es aber verdient zu verlieren, denn unsere Verteidigung gegen Dreier (in Gießen) war mehr als schrecklich.“

Jalen Reynolds: „Das Spiel haben wir heute über 40 Minuten hinweg gewonnen. Ich glaube, jeder war durchgehend hochkonzentriert und bei der Sache. Wir standen zusammen und sind immer positiv geblieben. Jeder hat seinen Job gemacht. In manchen Situationen waren wir nicht richtig sortiert und es kam zu einfach Korblegern. Daran müssen wir im nächsten Spiel arbeiten. Ich spiele immer mit vollem Einsatz. Es geht aber nicht nur um mich, es geht um den Teamerfolg. Wir müssen jetzt konzentriert und vor allem fokussiert bleiben. Dann ist auch am Freitag gegen Barcelona ein Sieg möglich.“

Raoul Korner, Coach Bayreuth: „Zunächst einmal Glückwunsch an Coach Trinchieri und sein Team zum klaren und verdienten Sieg. Wir konnten genau ein Viertel mithalten, für mehr hat es nicht gereicht - so kann man es ganz gut zusammenfassen. Wir haben ein bisschen mit uns selbst und mit Dingen gehadert, mit denen wir nicht hadern sollten. In einem Spiel gegen den FC Bayern musst du 40 Minuten auf dich und dein Spiel fokussiert, das ist uns heute nicht gelungen. An dieser Stelle auch noch mal herzlichen Glückwunsch an Bayern für die großartigen Leistungen in der EuroLeague. Das hat uns alle stolz gemacht und ist ein Statement für den FC Bayern Basketball, aber auch für ganz Basketball-Deutschland.“

Das Spiel:

Wade Baldwin, Robin Amaize, Vladimir Lucic, JaJuan Johnson und Leon Radosevic hieß die auserkorene Starting Five von Trinchieri. Die Münchner begannen schwungvoll und bedienten Johnson in seinem Sweet-Spot - dieser bedankte sich und traf aus der Mitteldistanz. Beide Mannschaften sammelten vier Fouls innerhalb der ersten vier Minuten (6:7). Bayreuth wusste diesen Umstand zu nutzen und suchte vermehrt das Eins-gegen-Eins. Doch die Gastgeber matchten die Physis und hielten durch Jalen Reynolds und Paul Zipser dagegen (18:19/10.).

Im zweiten Viertel war es wieder Reynolds, der seine Muskeln unter dem Korb spielen ließ (26:22/13.). Die Franken blieben bei der Taktik, sich in die direkten Duelle zu stürzen (nur zwei Assists zur Halbzeit), hatten damit aber zusehends weniger Erfolg. Ein wenig zu viel Lässigkeit von Baldwin verhinderte zunächst, dass sich die Münchner absetzen konnten (30:26/17.). Durch einen 12:0–Lauf innerhalb von drei Minuten verdiente man sich aber die klare Pausenführung (44:29).

Zan Mark Sisko verteilt die Bälle

In der zweiten Hälfte begannen die Bayreuther, über das ganze Feld anzupressen und mit Härte zurück ins Spiel zu finden. Der FCBB verlor aber nur kurz den Rhythmus (48:39/26.). Zan Mark Sisko (sechs Assists) ordnete die Offensive und stellte gemeinsam mit einem treffsicheren Zipser den alten Vorsprung wieder her (61:47/30.).

Im letzten Abschnitt zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Bayreuth verteidigte hart, konnte jedoch gegen eine stabile Defense der Bayern wenig erreichen. Beachtlich: Die Teamfoulgrenze der Franken war bereits nach zwei Minuten überschritten (67:51/38.).  Nach einem Sisko Alley-Oop auf Reynolds und weiteren flüssigen Aktionen war der Vorsprung auf bis zu 24 Punkte angewachsen (81:57). Die Gegenwehr erlahmte nun zusehend.

ZUM SPIELPLAN

Foto-Credit: Eirich, Stickel

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