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Die Bayern beenden Ludwigsburgs Heimserie und gleichen zum 1:1 aus

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Die Bayern-Basketballer haben die Heimserie der Ludwigsburger Riesen von zuvor 30 Spielen ohne Niederlage beendet und die Halbfinal-Serie zum 1:1 ausgeglichen. Nach dem dank sehr guten Quoten und viel Leidenschaft in der Verteidigung verdienten 82:72 (42:33)-Auswärtserfolg hat die Mannschaft von Chefcoach Andrea Trinchieri nun am Mittwoch und Freitag zwei Heimspiele im Audi Dome (jeweils 20.30 Uhr). Spiel vier wird wieder im Open Air-Kino am Münchner Olympiasee übertragen

Die Bayern verpassten am Montag zwar wieder einen konzentrierten Start und lagen 4:13 zurück, doch Topscorer D.J. Seeley (22) dirigierte das schnelle Comeback mit zehn Punkten im ersten Viertel. Vor der Pause dominierte die Defense der Gäste und ermöglichte einen 18:4-Run zum 37:23 (17.). Nach der Halbzeit führte der zum Auftakt so vermisste Spielmacher Zan Mark Sisko überragend Regie. Robin Amaize war in einem sehr kampfstarken Team stilbildend mit seiner Defense gegen Jalen Smith (9) und Center Leon Radosevic gegen Jamel McLean.

MHP Riesen Ludwigsburg – FC Bayern Basketball: 72:82 (33:42)

FCBB:

D.J. Seeley (22 Punkte), Vladimir Lucic (14/6 Rebounds), Paul Zipser (14), Jalen Reynolds (12), Leon Radosevic (8), Robin Amaize (7/3 Steals), Zan Mark Sisko (3/8 Assists), JaJuan Johnson (2), Wade Baldwin, Sasha Grant, Nihad Djedovic und Jason George.

Topscorer Ludwigsburg:

Jonah Radebaugh (20 Punkte)

Schiedsrichter

Moritz Reiter, Clemens Fritz, Johannes Hack

Die Punkteverteilung nach Vierteln (aus Sicht FCBB): 19:19, 23:14, 21:21, 19:18 Zahlen & Fakten - Zweier-Quote: 53 % (FCBB) // 57 % (Ludwigsburg); Dreier-Quote: 53 % (10 von 19) // 27 %; Freiwurf-Quote: 67 % // 75 %; Rebounds: 32 // 30; Assists: 17 // 9; Ballverluste: 19 // 20.

Die Stimmen:

Andrea Trinchieri: „Es steht jetzt 1:1. Wir haben es mit einem guten Team zu tun, also müssen wir ruhig blieben. Wir sind gerade mit einer verbesserten Defense nach einem zu lässigen Spiel eins zurückgekommen. Wir müssen nun vor dem neuen Kapitel, das in 48 Stunden beginnt, regenerieren. Manchmal habe ich das Gefühl, das Team braucht einen Schlag ins Gesicht. Sie haben uns vor zwei Tagen hart aufs Maul gehauen. Aber diesmal haben wir an beiden Enden des Feldes eine bessere Vorstellung abgeliefert. (....) Also: Besser, heute war es besser. Ich habe von meinen Spielern nur gefordert, zurückzuschlagen. Wir haben das erste Spiel mit einem letzten verworfenen Dreier verloren, aber das war nicht das reale Bild dieses Spiels. Heute waren wir bereit, haben mit Konzentration gespielt, in der Offense und Defense. Wir haben ein solides Auswärtsspiel gezeigt gegen ein sehr gutes Team und es kontrolliert. Nochmal, das Wort heute ist: besser. Bei der Konzentration und den individuellen Leistungen." D.J. Seeley: „Unsere Intensität und der Fokus waren besser heute. Ludwigsburg spielt großartig. Aber wir waren heute ein wenig besser eingestellt. Wir müssen jetzt konzentriert bleiben und die Ballverluste verhindern, um das kommende Spiel zu gewinnen." John Patrick, Chefcoach Ludwigsburg: „Wir hatten zu viele Ballverluste. Ich habe außerdem noch nie so viele Airballs von uns gesehen. Vielleicht haben wir ein bisschen Druck verspürt. Bayern hat verdient gewonnen. Wir sind gegen den Druck der Bayern selbst nicht klargekommen. Ich glaube, wir sind jetzt Außenseiter und das ist vielleicht auch besser für uns. Wir müssen jetzt alles vergessen. In Bayern ist ein neues Spiel."

Das Spiel:

Die Starting Five von Trinchieri bildeten Wade Baldwin, Robin Amaize, Vladimir Lucic, JaJuan Johnson und Leon Radosevic. Gleich zu Beginn musste diese viel einstecken. Lucic krachte schmerzhaft in einen Block von Wohlfahrt Bottermann und Baldwin verhedderte sich mit Jaleen Smith. Wie schon in Spiel eins nutzten die Gastgeber die Nickligkeiten zu einem guten Start (4:13/4.). Doch die Münchner waren diesmal bereit für die Physis und hielten mit ihrer eigenen Intensität dagegen. Seeley vollendete mit zehn schnellen Punkten einen 15:6-Lauf und sorgte noch im ersten Viertel für den Ausgleich - 19:19.

Rückkehrer Sisko ordnete die Angriffe und unterstützte Seeley von der Dreipunktlinie. Gleichzeitig griff die Verteidigung der Gäste: Immer wieder war eine Hand in den Passwegen der MHP Riesen. Allein in der ersten Hälfte forcierte das Trinchieri-Team 14 Ludwigsburger Ballverluste (32:23/15.). Von den daraus resultierenden Fastbreaks profitierten Lucic, Zipser und Reynolds. Ein an beiden Enden dominantes zweites Viertel, dass die Bayern 23:14 für sich entschieden (42:33).

Amaize verteidigt stark, Zipser und Lucic mit wichtigen Dreiern – und Seeley nach Belieben

Auch in der zweiten Halbzeit blieben die Münchner wach. Lucic eröffnete mit einem trockenen Dreier und blockte anschließend Polas-Bartolo mit den Fingerspitzen. Reynolds Flugeinlage war die folgende Antwort auf die Bemühungen der Riesen, über einen gut aufgelegten Bottermann den Rückstand zu verringern (56:46/25.). Keine der beiden Mannschaften konnte sich in einem ausgeglichenen dritten Viertel einen Vorteil verschaffen (63:54).

Die Frage nach dem besseren Start in das Schlussviertel war nach rund einer Minute beantwortet - Seeley scorte nach Belieben und erhöhte den Vorsprung mit Hilfe von Reynolds auf 14 Punkte (68:54). Doch Ludwigsburger Topscorer Radebaugh hatte etwas gegen eine Vorentscheidung. Er nahm die Offensive auf seine Schultern und verkürzte wieder auf acht Punkte. Aber wieder waren die Bayern zur Stelle und trafen über Zipser und Lucic auch die schweren Würfe (78:67/36.). Den Gastgebern begann nun die Zeit davonzulaufen. Eine nach wie vor aufmerksame Defensive erstickten die letzten Hoffnungen auf ein Comeback.

ZUM SPIELPLAN

Foto-Credit: Stickel, Keppler


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