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Die Bayern gewinnen das EuroLeague-Derby souverän 90:72

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Die Basketballer des FC Bayern München feiern mit dem 90:72 (52:36) in Berlin ihren ersten Erfolg in der EuroLeague-Saison 2020/21. Vor 700 Zuschauern in der Halle am Berliner Ostbahnhof profitierten die Münchner ab dem zweiten Viertel von ihrer starken Defense, überragendem Reboundverhalten und einem variablen Passspiel in der Offense. Elf der zwölf eingesetzten Spieler tauchen auf dem Scorerboard auf, der erfolgreichste Werfer war Nick Weiler-Babb mit 15 Punkten (3/4 Dreier). Zudem glänzten in einem harmonischen Team Wade Baldwin und Vladimir Lucic mit je 14 Punkten.

Bereits kommenden Mittwoch, 14. Oktober, 20.05 Uhr bei Maccabi Tel Aviv und nur zwei Tage später, 16. Oktober, 19.45 bei Fenerbahce Istanbul stehen die nächsten schweren Auswärtsspiele in der EuroLeague im Kalender.

Alba Berlin - FC Bayern Basketball 72:90 (36:52)

FCBB

Nick Weiler Babb (15 Punkte, 3/4 Dreier), Wade Baldwin (14), Vladimir Lucic (14, 6 Rebounds), Jalen Reynolds (12, 5 Rebounds), Zan Mark Siko (6), Leon Radosevic (6), TJ Bray (5), Malcolm Thomas (5), Paul Zipser (5), JaJuan Johnson (5), Nihad Djedovic (3) und Robin Amaize.

Topscorer Berlin

Marcus Eriksson (15 Punkte)

Schiedsrichter

Carmelo Paternico, Fernando Rocha, Hugues Thepenier

Zuschauer

700

Die Punkteverteilung nach Vierteln (Aus Sicht des FCBB): 21:27, 31:9, 19:18, 19:18 Zahlen & Fakten - Zweier-Quote: 68,4 % (FCBB) // 51,5% (Berlin); Dreier-Quote: 47,4% // 45%; Freiwurf-Quote: 64,7% // 78,6%; Rebounds: 32 // 19; Assists: 18 // 16; Ballverluste: 15 // 16.

Stimmen:

Andrea Trinchieri, Coach FCBB: „Zunächst einmal danke an die 700 Zuschauer, die gekommen sind, das war sehr wichtig. Ich habe heute etwas Normalität gefühlt nach vielen Monaten mit leeren Tribünen. Wir haben sehr solide verteidigt und vor allem gereboundet. Im ersten Viertel waren wir etwas lasch und schwerfällig, aber die drei anderen Viertel waren dann ganz anders.

Das ist natürlich ein süßer Sieg; auswärts ist es immer besonders und dann noch bei unserem großen nationalen Rivalen. Alle zwölf Spieler, und ich meine alle, haben unserem Spiel etwas gegeben. Aber es ist erst der zweite Spieltag und es ist nur ein Sieg. Die einzige Sache, die ich meinen Spielern nach der schmerzlichen Niederlage gegen Mailand auf den Weg gab, war, die Frustration in positive Energie umzuwandeln und Toughness, und das haben sie geschafft. Gratulation an meine Spieler. Ich freue mich für sie."

Nihad Djedovic: „Alba Berlin ist eine gute Mannschaft, sie haben letzte Saison gezeigt, wenn man sie spielen lässt, können sie jeden Gegner schlagen. Heute waren wir besser, wir haben sehr physisch gespielt, das ist unser Spiel. Wir sind hierhergekommen, um zu gewinnen. Klar, liefern wir einen guten Basketball, aber das letzte Spiel haben wir mit dem letzten Schuss verloren. Heute sind wir glücklich, dass wir gewonnen haben, aber wir müssen weiterhin arbeiten, wir sind eine neue Mannschaft mit vielen neuen Spielern, aber wir sind auf einem sehr guten Weg. Die Saison ist sehr lang, wer weiß, was bis Juni passiert." Vladimir Lucic: „Wir waren zu Beginn etwas nervös, aber als wir starteten aggressiv zu spielen, wurden wir besser. Wir haben nach der harten Niederlage gegen Mailand zurückgeschlagen. Im zweiten Viertel halten wir sie, bis auf den einen Dreier, bei sechs Punkten. Das ist die Art, wie wir spielen wollen. Für uns war es nur ein weiteres Spiel in der EuroLeague. Wir haben ein neues Team, einen neuen Coach und wir müssen der Entwicklung vertrauen und so weitermachen."

Spielbericht:

In der Anfangsphase fiel bei beiden Teams noch jeder Wurf aus dem Zweierbereich, besonders erfreulich aus Sicht der Bayern, Mitte des ersten Viertels feierte Malclom Thomas nach Rückenverletzung sein Debüt im FCBB-Trikot (6:8/4. Spielminute). Der erste Dreier fiel dann auf Seiten der Berliner, ehe Bayerns Zonenarbeiter Jalen Reynolds mit sieben Punkten das Scoring bei den Gästen übernahm (13:17/7.). Dem erfolgreichen And-One des Centers tat es Vladimir Lucic gleich, nach dem ersten verwandelten Dreier der Münchner durch Paul Zipser gingen die Bayern erstmals in Front (19:18/8.). Doch defensiv hatte der FCBB nach den ersten zehn Minuten noch Luft nach oben – 21:27.

Die Münchner zogen nach der Viertelpause die Zügel in der Defensive merklich an und Wade Baldwin zeigte seinen unermüdlichen Drive zum Korb und den aus der Mode geratenen Mitteldistanzwurf, den er ebenfalls exzellent beherrscht – Auszeit Berlin (30:29/14.). Doch nun fiel auch endlich der Dreier bei den Gästen, somit konnte sich der FCBB, begünstigt durch einen 14:0-Lauf, erstmals eine zweistellige Führung erarbeiten (39:29/17.). Der Lauf wurde durch eine Aíto-Auszeit nur kurz unterbrochen, der entthronte Meister baute die Führung durch starke Defense und schnelles Spiel mit variablen Passspiel in der Offense kontinuierlich aus (48:31/19.). Das zweite Viertel entschieden die Gäste mit 31:9 deutlich für sich. Entscheidend hierfür neben griffiger Verteidigung, die gute Reboundarbeit (Berlin 7/17FCBB) und nur vier Ballverluste (Berlin 8). 52:36 zur Pause.

Die Bayern waren mit Beginn der zweiten Hälfte sofort auf Betriebstemperatur, zwangen die Berliner zu vier frühen Ballverlusten und Teamfouls (61:41/25.). Die Gäste nutzten dies und bauten den Vorsprung zwischenzeitlich auf komfortable 23 Punkte aus, Berlin reagierte mit riskanter Defense und Double Teams auf den Ballhandler der Münchner, nur noch +15 – Auszeit Trinchieri (67:52/28.). Zan Mark Sisko fand dennoch die Lücken in der Alba-Defense – 71:54 vor dem Schlussabschnitt, bei den Bayern bereits elf der zwölf eingesetzten Spieler mit Punkten.

Die Münchner-Verteidigung fand sich wieder, zwang Berlin zu Würfen mit Ablauf der Wurfuhr und ging folgerichtig erneut mit 20 Punkten in Führung (76:56/33.). Mit einem erfolgreichen And-One entschied Baldwin die Partie vorzeitig zugunsten der Gäste (82:58/35.). Am Ende stand ein ungefährdeter und verdienter 90:72-Erfolg des FC Bayern Basketball.

ZUM SPIELPLAN

 

Foto-Credit: Stickel und Hoffmann


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