Dritter Auswärtserfolg binnen sechs Tagen

77:68 - Mit zehn Siegen ins EuroLeague-Derby gegen Berlin

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Sieg Nummer zehn! Die im Oktober mit 0:4 gestarteten Bayern-Basketballer bleiben in der EuroLeague auf Aufholjagd, sie gewannen am Dienstag auch das nachgeholte Auswärtsspiel bei Frankreichs Meister Asvel Villeurbanne. Durch das klug wie überzeugend erspielte 77:68 (45:29) steht das Team um Cheftrainer Andrea Trinchieri mit einer 10:11-Bilanz wieder mitten im Wettbewerb.

Nun blickt alles auf den Freitagabend, wenn die Münchner ab 20.30 Uhr im Audi Dome bei der (Teil-)Rückkehr ihrer Fans Alba Berlin zum deutschen EuroLeague-Derby empfangen. Der Rivale verlor am Dienstag 78:87 in Tel Aviv.

ZUM SPIELPLAN

Nach dem 84:77 vorigen Freitag bei Baskonia glänzte beim dritten Auswärtserfolg binnen sechs Tagen erneut die Münchner Defense, man ließ in den Abschnitten zwei und drei nur je 13 Punkte zu. Jaramazs Dreier zum 67:52 wirkte sechs Minuten vor Schluss wie die Entscheidung - und trotz allen Aufbäumens und späten Turnovers der Bayern kam Asvel nicht mehr auf.

Der FCBB traf vor 2.000 Fans wieder elf Dreier, sogar 70 Prozent Zweier, gewann das Rebound-Duell 28:19 und hatte im erneut formidablen Augustine Rubit einen Topscorer mit Double-Double (17 Punkte/10 Rebounds). Corey Walden verletzte sich in der ersten Hälfte und fiel wegen einer Fußblessur aus.

Asvel Villeurbanne - FC Bayern Basketball 68:77 (29:45)

  • Topscorer Villeurbanne:

    Youssoupha Fall, Chris Jones (je 14 Punkte)


  • FCBB:

    Augustine Rubit (17 Punkte/7 von 9/10 Rebounds), Ognjen Jaramaz (11), Andreas Obst (10), Nick Weiler-Babb (9/4 Assists), Vladimir Lucic (8), Othello Hunter (8/4 Rebounds), Deshaun Thomas (5), Leon Radosevic (5/4 Rebounds), Zan Mark Sisko (4/6 Assists), Gavin Schilling, Corey Walden, Jason George


  • Schiedsrichter

    Daniel Hierrezuelo, Tomasz Trawicki, Sergio Silva


  • Zuschauer

    2.000

Die Punkteverteilung nach Vierteln (aus Sicht des FCBB): 20:16, 25:13, 16:13, 16:26.

Zahlen & Fakten - Zweier-Quote: 70 % (FCBB) // 57 % (Asvel); Dreier-Quote: 48 % // 31 %; Freiwurf-Quote: 100 % (2/2) // 55 %; Rebounds: 30 // 21; Assists: 17 // 21; Ballverluste: 15 // 6.

Die Stimmen:          

Andrea Trinchieri, Chefcoach FCBB: „Die Mannschaft hat wieder als Team performt. Jeder war bereit, zu helfen, mitzuwirken und das Spiel zu gewinnen. Das ist unser drittes Auswärtsspiel in sechs Tagen, deswegen ist das ein toller Sieg und wir sind sehr happy. Ich bin sehr glücklich, wie wir das Spiel angegangen sind. Wir haben gekämpft und gehen nun mit einem sehr, sehr wichtigen Sieg nach Hause; gegen ein sehr gutes Team, hier in Lyon ist es immer sehr schwer zu bestehen. 15 Turnovers belegen, dass es manchmal hart ist gegen die Asvel-Defense. Aber wir haben als Mannschaft gespielt, jeder konnte scoren und in der Verteidigung mithelfen. Wir waren souverän, sehr fokussiert, sehr konzentriert, haben den Ball zu jedem gebracht, zum Spieler, der ihn haben sollte. Wir hatten Schwächemomente, aber insgesamt haben wir das Tempo kontrolliert. (…) Den Tabellenstand kenne ich nicht und ich werde ihn mir auch nicht anschauen. Denn wir haben in 72 Stunden wieder ein Spiel, ich muss mich auf mein Team fokussieren und auf die Tabelle schauen, wenn die Zeit dafür gekommen ist.     

Augustine Rubit: „Wir haben ihre Physis gematcht, ihnen die Transition weggenommen und jeder unseren Gegner gehalten. Das war das Ziel und wir haben es umgesetzt. Ich versuche immer das zu geben, was das Team von mir braucht.“

Nick Weiler-Babb: „Wir haben heute als Team einfach hart gespielt, eine gute Defense gezeigt und haben uns wichtige Stopps geholt, wenn es zählte. Und in der Offense haben wir immer das beste Mismatch gefunden, haben Teambasketball gespielt und die Würfe getroffen.“      

Das Spiel:

Nach taktisch geprägter Anfangsphase sorgten fünf Punkte von Lucic und Hunters Dunk nach Siskos Lobanspiel für eine 15:8-Führung (8.). Allein der französische Centerturm Fall störte erheblich mit seinen 2,21 Metern und Offensivrebounds. Siskos Floater mit dem Buzzer sicherte aber den Gewinn des Viertels (20:16).

Grundsätzlich stimmte aber die Defense, Asvel erhielt nur schwere Würfe, während Hunter zweimal nervenstark alleinstehend scorte (26:18/13.). Obsts Neun-Meter-Dreier war ebenfalls sehenswert wie sein Layup zum 31:18 (15.).

Walden knickt um und muss passen

Waldens Fußverletzung nach einem harten Foul besorgte die Münchner, der Guard sollte auch nicht mehr zurückkommen. Trotzdem jubelten sie mit der Pausensirene: Lucic versenkte mit Ablauf der Uhr einen weiten Dreier zum 45:29 - die höchste Führung, auch dank einer Zweier-Quote von 82 Prozent.

Nach dem 31:50 (22.) attackierten die Franzosen verstärkt den Korb, doch das dritte Viertel beendete der Gast mit einem 7:0-Run auf 61:42. Der FCBB dominierte die Rebounds am eigenen Brett und der wieder bärenstarke Center Rubit traf fast perfekt.

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