Happy New Year!

Die Bayern gewinnen 95:86 in Bamberg

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Die Bayern-Basketballer sind mit einem Auswärtssieg ins neue Jahr gestartet: Das Team von Cheftrainer Andreas Trinchieri gewann am Ende sicher 95:86 (49:42), beste Werfer waren Augustine Rubit (22), Vladimir Lucic (20) und Andreas Obst (15). Der FCBB leistete sich kaum Ballverluste (6) traf elf Dreier, alle 28 (!) Freiwürfe und spielte mit großer Rotation.

Die Münchner (22:6) sind somit nach Minuspunkten gleichauf mit dem Ersten Bonn (24:6), der in Crailsheim verlor. Rückkehrer Leon Radosevic stand erstmals seit einem halben Jahr wieder in der Starting Five. Youngster Martín Kalu aus dem ProB-Team hatte Kaderpremiere und ist nun mit 16 Jahren und 339 Tagen jüngster FCBB-Debütant.

Beide Teams eröffneten 2022 mit flüssiger Offense, 30:24 ging das erste Viertel an den spielfreudigen Gast. Beim 41:32 (16.) setzte er sich etwas ab, die Defense eröffnete aber noch Lücken. Auch Brose traf aus der Distanz (59:59/27.), die FCBB-Guards gerieten in Foul-Trouble - und das Team 77:78 in Rückstand (35.). In den letzten Minuten führte Lucic seine Mannschaft zum verdienten Sieg.

Brose Bamberg - FC Bayern Basketball 86:95 (42:49)

  • Topscorer Bamberg

    Akil Mitchell (16 Punkte)


  • FCBB

    Augustine Rubit (22 Punkte/8 Rebounds), Vladimir Lucic (20/9 Reb), Andreas Obst (15/5 Dreier), Othello Hunter (14), Zan Mark Sisko (8), Leon Radosevic (6), Nick Weiler-Babb (4/5 Assists), KC Rivers (2), Gavin Schilling (2), Joshua Obiesie (2), Martin Kalu und Marvin Ogunsipe (dnp)


  • Schiedsrichter

    Konstantin Simonow, Johannes Hack, Nermin Hodzic

Die Punkteverteilung nach Vierteln (aus Sicht des FCBB): 30:24, 19:18, 22:25, 24:19.

Zahlen & Fakten: Zweier-Quote: 61% (FCBB) // 52% (Bamberg); Dreier-Quote: 37% // 42%; Freiwurf-Quote: 100% // 81%; Rebounds: 29 // 34; Assists: 18 // 23; Ballverluste: 6  // 13.

Die Stimmen:           

Andrea Trinchieri, Chefcoach FC Bayern Basketball: „Zunächst möchte ich allen viel Glück für das neue Jahr wünschen, denn mit Glück bleibt man gesund. Schade finde ich, dass ich den unglaublichen Fans hier nicht hallo sagen konnte; ich hoffe, es wird noch die Möglichkeit dazu geben. Das Spiel hatte viele Aufs und Abs, Coach Amiel kennt seinen Job; es war nie einfach, mit vielen taktischen Dingen. Im ersten Viertel waren wir sehr gut. Danach haben wir nicht die rechte Balance mit den Schiedsrichtern gefunden und zu viele Fouls gemacht, die wir hätten vermeiden müssen. So hatten sie viele Freiwürfe, auch weil wir den defensiven Rebound nicht gut absicherten. Sie haben in der Phase auch mehrere Dreier getroffen und alle 50:50-Bälle gingen an sie. Sie waren mit einem Punkt vorn, aber dann haben wir den Sieg mit einigen guten Plays abgesichtert. Es ist immer gut, auswärts zu gewinnen, speziell gegen ein Team mit vielen Shootern und einem guten taktischen Setup wie Bamberg. (…) Wir waren ein wenig energiearm in den letzten fünf Minuten, aber wir haben einen Weg zum Erfolg gefunden. Ich glaube, dass uns heute alle Spieler, die auf dem Feld waren, geholfen haben, die Minuten aufzuteilen. Ich meine zum Beispiel Joshua Obiesie. Auch Leon ist sehr wichtig für uns, er weiß, wie er für uns spielen muss, er hatte einige sehr gute Aktionen in der Verteidigung. Aug (Rubit) hat das Spiel dominiert, und ich bin auch happy für Andi. Denn wenn ein Shooter fünf Dreier trifft, heißt das, dass das Team mit und für ihn spielt.“                     

Andreas Obst: „Das fühlt sich schon noch so an wie mein altes Wohnzimmer hier. Wir wollten heute Energie ins Spiel bringen. Das ist uns phasenweise gelungen, dann haben wir aber wieder Runs kassiert, die auf zugelassene Offensivrebounds und defensive Unstimmigkeiten zurückzuführen waren. Aber am Ende zählt der Sieg. Wir konnten gut trainieren und uns vorbereiten. Wir hatten mal ein bisschen Zeit, uns besser auf den Gegner einzustellen und ein bisschen auf uns zu schauen und auf das, was wir verbessern wollen.“

Das Spiel:

FCBB-Cheftrainer Andrea Trinchieri startete mit Nick Weiler-Babb, Andreas Obst, Vladimir Lucic, Augustine Rubit und Leon Radosevic auf dem Parkett ins Jahr 2022. Ein zackiger Dreier von Obst und ein Tipp-In von Lucic bildeten eine blitzsaubere erste Spielminute (5:0). Bamberg schloss auf, aber die Münchner wirkten wach, fokussiert und frisch. Der zweite Obst-Dreier markierte die 12:8-Führung (4. Spielminute). Beide Teams spielten offensiv ordentlich, der relativ ausgeglichene und hohe Score war ein deutlicher Beleg dafür (23:19/8.). Wer den Dreier so sicher wie den Korbleger beherrscht, kann den Fastbreak schon mal von jenseits der 6,75m-Linie abschließen: Obst zum 26:21 (9.). Nach zehn Minuten führte der FCBB 30:24.

Der 35-jährige Routinier Othello Hunter mischte sich mit eindrucksvollen Blocks und starken Aktionen beim Offensivrebound vorne und hinten stärker ein (34:26/13.). FCBB-Youngster Martin Kalu erhielt früh Spielzeit, der lange vermisste Leon Radosevic brachte sich wiederholt mit Zählbarem ein (38:30/14.). München hatte die Ballverluste im Griff, Sisko setzte Obst geschickt in Szene, der sich mit seinem vierten Dreier bedankte (41:32/16.). Die Defensive der Münchner schlampte etwas, Rubit stoppte den 6:0-Lauf der Bamberger mit zwei verwandelten Freiwürfen (43:38/19.). Ein von Trinchieri während einer Auszeit geschickt eingefädelter Lucic-Dreier sicherte die 49:42-Führung des FCBB zum Seitenwechsel.

Vertändeln der zweistelligen Führung

Ein Rubit-Dreier der konzentriert spielenden Münchner brachte die erste zweistellige Führung ein (55:45/22.). Plötzlich stellten beide Teams das Treffen ein, das Geschehen auf dem Parkett wirkte nun hektischer und eher fahrig. Bayern-Fehler wussten die Bamberger zu einem forschen 11:0-Lauf zu nutzen (57:56/26.). Rubit warf seine Zuverlässigkeit und Routine in die Waagschale, der Führungswechsel wurde verhindert (61:59/27.) Die Bamberger kämpften und glichen wiederholt aus, aber die starken Big Men der Bayern punkteten jetzt wie bestellt (67:65729.). Ein starker Korbleger gegen den Mann von Joshua Obiesie stellte den Vorsprung mit Ablauf des dritten Viertels auf vier - 71:67.

Unglaublicher Lucic übernimmt - starkes 13:4-Finish in der Schlussphase

Die Nervosität stieg, Ballverluste auf beiden Seiten. Sisko, der dem Spiel der Bayern viel Struktur verlieh, versenkte zwei wichtige Dreier in Folge (77:71/33.). Doch Trinchieris Sorgenfalten hatten einen Grund: Seine Bayern hatten bereits fünf Teamfouls begangen, da waren noch keine drei Minuten von der Uhr. Bamberg drehte auf und setzte den Münchnern mit einem 7:0-Lauf arg zu, die Führung war dahin (77:78/35.). Ein energischer Drive zum Korb von Leader Lucic wurde mit einem Drei-Punkt-Spiel belohnt, aber Bamberg glich umgehend aus (82:82/37.). Lucic wurde gesucht und gefunden, den Rest erledigte er mit seinem unbandigen Willen: acht Punkte in Folge zur 87:82-Führung (noch 2:37 auf der Uhr). Die hundertprozentige Trefferquote der Bayern von der Freiwurflinie war formidabel, auch Rivers gab sich keine Blöße und verwandelte auch die Freiwürfe 25 und 26 (89:82/38.). Der FCBB überzeugte mit einem an Entschlossenheit nicht zu überbietenden Willen und ließ den starken Bambergern keine Chance mehr.

 

ZUM SPIELPLAN

(c) Stickel & Loeb

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