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Bayern legen mit 77:53 gegen Chemnitz souverän vor

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Der Einstieg ist geglückt, die Bayern-Basketballer sind auf Kurs: Das Team um Chefcoach Andrea Trinchieri führt im Playoff-Viertelfinale gegen die Niners Chemnitz 1:0, die Münchner gewannen eine erwartet intensive Auseinandersetzung vor knapp 3.800 Fans souverän 77:53 (36:31).

Flankiert von einer starken Intro-Show des FCBB-Partners AUDI, setzte sich der Favorit im dritten Viertel mit einem 24:9-Run deutlich ab. Die meisten Punkte holten Deshaun Thomas (15), Nick Weiler-Babb (13) und Andreas Obst (10).

Spiel zwei folgt bereits in gut 45 Stunden im Audi Dome, am Sonntagabend ab 20.30 Uhr. Anschließend wechselt die Best-of-five-Serie für mindestens ein Duell nach Chemnitz (Freitag, 20.30 Uhr).

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Die Bayern – wie zuletzt ohne die Patienten Hilliard und Walden sowie Hunter - begannen engagiert (13:6/6.), verloren dann aber zu häufig den Ball (23:27/15.). Chemnitz bewegte den Ball gut - der FCBB kämpfte zurück, ließ dem Gast nach der Halbzeit kaum noch Luft und war nach vier Dreiern in Serie zum 66:42 (32.) früh im Ziel.

FC Bayern Basketball - NINERS Chemnitz

FCBB:

Deshaun Thomas (15 Punkte), Nick Weiler-Babb (13), Andreas Obst (10), Leon Radosevic (8, 7 Rebounds), Nihad Djedovic (7), Ognjen Jaramaz (7), Jason George (6), Vladimir Lucic (4, 6 Rebounds), Zan Mark Sisko (4), Augustine Rubit (2), Gavin Schilling (1), Marvin Ogunsipe.

Topscorer Chemnitz:

Nelson Weidemann (9 Punkte)

Schiedsrichter

Anne Panther, Christof Madinger, Carsten Straube

Zuschauer

3.784

Die Punkteverteilung nach Vierteln (ausSicht des FCBB):18:15, 18:16, 24:9, 17:13. Zahlen & Fakten - Zweier-Quote: 60% (FCBB) // 53% (Chemnitz); Dreier-Quote: 38% // 20%; Freiwurf-Quote: 79% // 38%; Rebounds: 41 // 26; Assists: 14 // 16; Ballverluste: 20 // 12.

Die Stimmen:       

Andrea Trinchieri, Chefcoach FC Bayern Basketball: „Es steht nun 1:0 in einer Best-of-five-Serie gegen ein sehr gutes Team, das Qualitäts-Basketball spielt. Mit einem guten Coach, guten Spielern. (...) Das war das Hauptziel, was wir hatten und wir führen 1:0, weil wir eine sehr gute Defense in der zweiten Hälfte gespielt haben. Wir hatten genug Energie und Intensität, um dann die Rebounds kontrollieren zu können und Fehler aus der ersten Halbzeit zu korrigieren. (...) Das ist nur der erste Schritt in der Serie. In der zweiten Halbzeit waren wir stabil in der Defensive. Wir haben eigentlich gar nicht so viel geändert, nur kleinere Anpassungen in der Verteidigung vorgenommen, zum Beispiel beim Verschieben. Ich respektiere immer meinen Gegner und glaube deshalb nicht, dass es ein Sweep wird. So denke ich nie. Ich glaube, dass sie am Sonntag dazu in der Lage sind, das beste Spiel der Saison zu zeigen. (...) Sie haben uns dreimal besiegt und sie werden am Sonntag sehr hart zurückkommen. (...) Hoffentlich kann Rubit in besserer Verfassung spielen, am Sonntag werden wir es sehen. (...) Ich bin noch krank, Rubit ist krank, aber ich muss nicht laufen und springen. Er hätte nicht spielen sollen, das war die Empfehlung. Aber er war extrem wichtig dabei zu helfen, Thomas und Radosevic rotieren zu können. Wenn man sieht, wie viele bei uns angeschlagen draußen sitzen müssen, versteht man, dass du jeden brauchst. Aug war sehr wichtig und hat das beste Spiel gehabt, das er haben konnte." Leon Radosevic: „Ich glaube, wir haben in der zweiten Halbzeit gar nicht so viel anders gespielt, nur hat Chemnitz die Konzentration in der zweiten Halbzeit nicht aufrechterhalten. Dann passiert so etwas, wenn wir 40 Minuten so stark verteidigen. Auch EuroLeague-Mannschaften bekommen dann Probleme, so entsteht ein gutes Ergebnis für uns. Alle Gegner werden es schwer gegen uns haben, wenn wir mit dieser Körpersprache auftreten und die EuroLeague-Erfahrungen abrufen. Aber wir müssen noch acht Spiele voll konzentriert spielen, dann sollte alles klappen."
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Deshaun Thomas versenkte zwei seiner drei Distanzwürfe (Foto: Stickel)

Das Spiel:

FCBB-Cheftrainer Andrea Trinchieris erste Viertelfinal-Starter waren Nick Weiler-Babb, Andreas Obst, Nihad Djedovic, Deshaun Thomas und Leon Radosevic. Gleich der erste Wurf in diesem Playoff-Fight saß: Thomas per Dreier zum 3:0 (1. Spielminute). Chemnitz spielte auf Augenhöhe, bewegte den Ball flott und schnappte sich die Führung, die Obst mit zwei wunderhübschen Dreiern eindrucksvoll zurückzuholen verstand (11:6/5.). Die Bayern verteidigten ordentlich und wirkten auch in der Offensive konzentriert. Die Fans hatten ihren Spaß und lieferten sich auf den Rängen Sprechchor-Duelle mit den rund 50 Chemnitzer Anhängern. Nach dem ersten Viertel lag der FC Bayern 18:15 in Führung.

Die Sachsen starteten energischer in Spielabschnitt zwei - die Führung wechselte wieder (18:20/12.). Trotz einiger Flüchtigkeitsfehler blieben die Münchner im Spiel, Weiler-Babb glich zum 23:23 aus (14.). Rhythmus war nur wenig zu spüren auf Bayern-Seite. Immerhin waren die Gäste früh mit fünf Teamfouls belastet, so dass der FCBB von der Freiwurflinie treffend Tuchfühlung wahren konnte (27:27/16.). Ein 9:0-Lauf Münchens kam genau zur richtigen Zeit, um wieder Oberwasser zu haben (32:27/18.). Coach Trinchieri verteilte die Spielzeit auf zahlreiche Schultern, Kapitän Djedovic gab sich bei den Freiwürfen keine Blöße und versenkte vier in Folge. Nach 20 Minuten und deutlich Luft nach oben führte München 36:31.

Deutliche Steigerung der defensiven Intensität

Trinchieri fand in der Kabine offenbar die richtigen Worte, denn seine Mannen wirkten wesentlich fokussierter, binnen 60 Sekunden wurde die Führung zweistellig (41:31/21.). Sowohl hinten als auch vorne war jetzt sehr zur Freude der Fans deutlich mehr Zug im Spiel des FCBB. München war gut beraten, sich abzusetzen, denn die Chemnitzer lauerten auf ihre Chance. Auch wenn der ein oder andere Ballverlust passierte, hinten hielt München giftiger dagegen und sicherte die Rebounds. Djedovic überzeugte mit einem Drei-Punkt-Spiel, Rubit setzte sich clever in unmittelbarer Nähe zum Korb durch (51:40/28.). Thomas wurde beim Drei-Punkte-Wurf unterlaufen und steuerte sämtliche drei Freiwürfe seelenruhig in den Korb (54:40/29.). Beim nächsten Thomas-Dreier war kein Verteidiger in der Nähe, und auch der folgende von Jaramaz war drin - 60:40 nach dem dritten Viertel.

Dreier der Münchner fallen

München war im Besitz des Momentums, Weiler-Babb versenkte zwei Dreier nacheinander und schmunzelte beim Zurücklaufen in Richtung Bank (66:43/32.). Das Schöne war, dass die Sachsen auch angesichts des recht deutlichen Rückstandes nicht aufgaben und dank ihres Wirbelwindes Washington immer wieder punkteten. Dem Heimteam gelang nun aber von jenseits der Drei-Punkte-Linie nahezu alles: Jetzt war wieder Andreas Obst mit dem Dreier dran (69:45/34.). Bis in die 37. Spielminute hinein punktete der FCBB in diesem Viertel ausschließlich per Dreier - auch Jason George traf zum 72:45. Das Spiel war längst entschieden, die Fans feierten die 1:0-Führung. Toll war, dass die Chemnitz-Fans auch feierten - super Stimmung im Audi Dome!

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