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Nervenstarke Bayern holen gegen Maccabi Sieg Nr. 4

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Das erste von zwei wegweisenden Heimspielen an diesem Wochenende ist gewonnen: Gegen Israels Rekordmeister Maccabi Tel Aviv siegten die Bayern-Basketballer vor 4.700 Fans im Audi Dome 98:89 (50:44). Dabei ließen sich die Münchner weder vom Fehlen ihres Kapitäns Vladimir Lucic noch von Maccabis Alleinunterhalter Lorenzo Brown (36 Punkte) aus der Ruhe bringen und feierten nervenstark ihren vierten EuroLeague-Erfolg.

Am Sonntag (18 Uhr) steht nun das wichtige Pokal-Viertelfinale um den Top Four-Einzug gegen Bayreuth auf dem Programm.

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Ohne Lucic, Giffey und dann auch Rubit

Die Bayern konnten kurzfristig erneut nicht in Bestbesetzung antreten, diesmal fielen Giffey (Erkältung) und Lucic (Ellenbogen) aus. Zudem musste nach wenigen Minuten auch noch Rubit wegen Leistenproblemen passen. Zweistellig scorten für sie gleich sechs Spieler, Winston (23 Punkte), Harris (14), Walden, Bonga (je 12), Weiler-Babb und Obst (je 10).

Trinchieris Männer konnten den athletischen Frontcourt von Maccabi zunächst zu selten stoppen, hatten ihrerseits aber einen guten offensiven Rhythmus. Mit einem 11:2-Run setzte man sich auf 40:31 aB (14.), beim 48:38 war’s erstmals zweistellig (18.). Es half, ein Übergewicht beim Rebound zu haben (17:11 zur Pause, am Ende 34:24).

Nach der Halbzeit galt es vor allem, die Kreise von Spaniens EM-Held Brown einzudämmen. Bis auf 65:67 (28.) schloss der Gast auf, ehe Andi Obst zwei Momentum-Dreier losließ. Überhaupt: Die Quote aus der Distanz von 50 Prozent war überzeugend. In den letzten Minuten schien das Dreipunktspiel zum 90:81 von Harris bereits der Durchbruch zu sein - und so war es.

FC Bayern Basketball – Maccabi Tel Aviv 98:89 (50:44)

FCBB:

Cassius Winston (23 Punkte/3 Assists), Elias Harris (14 Punkte/3 Rebounds), Isaac Bonga (12/9 Rebounds), Nick Weiler-Babb (10/4 Rebounds), Corey Walden (10), Andreas Obst (10), Othello Hunter (6/5 Rebound), Ognjen Jaramaz (5 Punkte/5 Assists), Augustine Rubit (5/2 Reb), Freddie Gillespie (3/ 6 Rebounds), Paul Zipser & Niklas Wimberg.

Topscorer Tel Aviv:

Lorenzo Brown (36 Punkte)

Schiedsrichter

Milivoje Jovcic, Emilio Perez, Saso Petek

Zuschauer

4.688

Die Punkteverteilung nach Vierteln (aus Sicht des FCBB): 26:24, 24:20, 23:23, 25:22

Zahlen & Fakten - Zweier-Quote: 50% (FCBB) // 66% (Tel Aviv); Dreier-Quote: 50% // 37%; Freiwurf-Quote: 85% // 87%; Rebounds: 34 // 24; Assists: 13 // 11; Ballverluste: 12 // 14

Die Stimmen: 

Andrea Trinchieri: „Das ist ein toller Sieg. Wenn ich zurückschaue, was in den letzten 36 Stunden passiert ist, muss ich nochmal sagen, dass das ein großartiger Erfolg war. Alles, was wieder schief gehen konnte, ging schief: Lucic raus, Giffey raus, Rubit raus nach vier Minuten. So mussten wir etwas unsere Strategie ändern. Doch wir haben 40 Minuten gut gespielt, trotz all der Fehler, die wir wieder gemacht haben und die aber zu akzeptieren sind, wenn dir so kurzfristig dein Rückgrat wegbricht. Wir haben gewonnen, weil wir den Willen hatten und hart gespielt haben. Wir haben das ganze Spiel in der der Offense gespielt und hatten dann in der Defense Probleme mit Lorenzo Brown, der aggressiv scorte und auch sehr klug passte. Doch wir konnten unsere besten Defensiv-PlaYs in den letzten fünf Minuten abrufen. Allen meinen Spielern gebührt ein Lob.“

Cassius Winston: „Jeder Sieg in der EuroLeague, auf diesem Level, ist großartig. Wir haben gut zusammengespielt, alle haben ihren Beitrag geleistet. Das Team vertraut mir, entscheidende Plays zu machen. Wir müssen jetzt das Momentum am Leben halten.“

Elias Harris: „Der Zusammenhalt war heute entscheidend, nachdem uns Lucic und dann auch Rubit gefehlt haben. Wir haben es als Mannschaft gelöst und nie aufgegeben. Wir haben jeder in der Offense den offenen Wurf genommen und als Mannschaft verteidigt. Um eine großartige Mannschaft wie Maccabi zu schlagen, brauchst du das. Auch ohne Rubit wusste dann jeder, was zu tun ist. (…) Bayreuth ist eine gute Mannschaft, da können wir am Sonntag auf keinen Fall locker reingehen und abgehoben spielen. Wir brauchen wie heute eine mannschaftliche Leistung und müssen 100 Prozent Energie bringen.“             

Isaac Bonga: „Der Sieg ist alles, was heute zählt. Wir wussten, dass es schwer sein würde, über 40 Minuten. Ihre Guards sind richtig gut, sehr effizient. Doch am Ende haben wir zusammengehalten. Wir sind ein neues Team und brauchten am Anfang etwas Zeit. Ich denke, von Spiel zu Spiel wird es jetzt besser und ich frage den Coach immer, welches Teil uns noch fehlt – und wir benötigen eben nur noch mehr Zeit zusammen.“

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