2223_FCBBRA_Abklatschen_Hunter_Wimberg_Eirich

97:78-Erfolg im letzten Heimspiel 2022

Text vorlesen
icon
Schrift vergrößern
icon

Hoch die Hände, endlich Wochenende! Die Bayern-Basketballer haben ihren Adventsmarathon aus acht Einsätzen binnen 16 Tagen mit einem weiteren Erfolg beendet: Den Heimabschluss 2022 gegen Braunschweig gewann das ersatzgeschwächte Team von Andrea Trincheri vor 4.100 Fans im Audi Dome sicher 97:78 (51:43). Am besten trafen Jaramaz (23), Weiler-Babb (16) und Winston (15), Gillespie hatte elf Rebounds.

Bonga knickt um

46 Stunden nach dem EuroLeague-Sieg über Valencia (97:92) war der FCBB erneut personell am Limit: Neben Lucic und Rubit (verletzt) kam auch Obst aufgrund muskulärer Probleme kurzfristig nicht zum Einsatz. Giffey fehlte aus privaten Gründen, Bonga knickte zudem früh um und blieb in der Kabine.

Der Rest kam Mitte des zweiten Abschnitts richtig ins Laufen und setzte sich erstmals ab (42:34/15.). Braunschweig attackierte oft den Korb, die sehr solide Münchner Offensive (79 % Zweier zur Pause) sicherte aber den neunten BBL-Sieg.

Nun sind tatsächlich fünf Tage spielfrei, ehe es in Kaunas (23.12./19 Uhr) weitergeht.

FC Bayern Basketball – Basketball Löwen Braunschweig 97:78 (53:43)

Topscorer FCBB:

Ognjen Jaramaz (23 Punkte/3 Dreier), Nick Weiler-Babb (16/4 Dreier/6 Rebounds), Cassius Winston (15), Othello Hunter (9), Paul Zipser (9), Corey Walden (8), Elias Harris (6), Freddie Gillespie (6/11 Rebounds), Niklas Wimberg (5), Isaac Bonga, Andreas Obst (n.e.).

Topscorer Braunschweig

David Krämer (20 Punkte)

Schiedsrichter

Konstantin Simonow, Nesa Kovacevic, Christian Theis

Zuschauer

4.112

Die Punkteverteilung nach Vierteln (Sicht des FCBB): 22:20, 31:23, 18:19, 26:16.

Zahlen & Fakten – Zweier-Quote: 62% (FCBB) // 56% (Braunschweig); Dreier-Quote: 43 % // 33 %; Freiwurf-Quote: 79 % // 78 %; Rebounds: 36 // 26; Assists: 17 // 18; Ballverluste:  13 // 14

Die Stimmen:          

Andrea Trinchieri: „Acht Spiele in 16 Tagen, doch wir waren in der Lage, das stark abzuschließen, trotz einer kurzen Rotation, weil uns wieder Spieler fehlten. Ich bin happy über die Art und Weise, wie wir gespielt haben, nämlich als Team. Es ist sehr wichtig, dass wir wieder einen guten Tag in der Offense hatten – unsere Offensive wird von Spiel zu Spiel besser.“

Elias Harris: „Uns ist immer klar: Egal, wer herkommt, versucht uns zu schlagen. Dementsprechend ist auch Braunschweig mit viel Energie rausgekommen, mit viel Bewegung - sie haben gepusht und geackert. Wir wussten, dass wir dagegenhalten und mit Energie als auch physisch spielen müssen. Das ist uns gut gelungen. Verletzungen sind nie schön, das wünscht man keinem, aber wir haben einen sehr tiefen Kader und können so etwas dann ausgleichen. Das Zusammenhalten macht uns aus. Wir verstehen uns intern und auf dem Feld sehr gut und dann ist es umso schöner, wenn wir die Minuten aufteilen können und auch jeder Erfolgsmomente hat.“                    

Das Spiel:

Coach Trinchieri bestritt die Partie am elften Spieltag der BBL zunächst mit Cassius Winston, Isaac Bonga, Corey Walden, Niklas Wimberg und Freddie Gillespie. Die ausgeruhten Löwen machten ordentlich Dampf, die Münchner mussten erst die müden Beine in Fahrt bekommen (4:9/4. Spielminute). Die Fans lieferten anfeuernd Energie, die Bayern kämpften sich heran und glichen zum 11:11 aus (6.). Gillespie war eine Macht an den Brettern und holte Rebound um Rebound.  Jaramaz scorte nach einem Steal und einer abgezockten Finte zur ersten Führung der Münchner (15:14/8.). Zipser kam aufs Parkett und trug gleich Zählbares bei - zwei Freiwürfe zum 17:16 (9.). Nach dem ersten Spielabschnitt führte der FCBB 22:20.

Wieder zwölf Dreier

Der ehemalige Münchner David Krämer (20 Punkte, später verletzt) war offensichtlich supermotiviert und versenkte ohne mit der Wimper zu zucken zwei Dreier - Auszeit FCBB (25:26/11.). Die Zuschauer hatten ihren Spaß, da die Führung jetzt mit jedem Wurf wechselte - in drei Minuten ganze zehn Mal (33:32/13.). Ein von Winston initiierter 11:2-Lauf änderte das und zwang Löwen-Coach Jesus Ramirez zur Auszeit (42:34/15.). Die Unterbrechung erfüllte aus Sicht der Gäste ihren Zweck und bremste den FCBB, aber Jaramaz und Walden korrigierten das mit starken Einzelaktionen (46:38/18.). Winston stellte den Vorsprung mit zwei verwandelten Freiwürfen zweistellig (48:38/19.). Nach 20 unterhaltsamen Minuten lagen die Münchner 53:43 vorne.

Bissige Löwen

Die Löwen kamen aggressiv aus der Kabine zurück, die Münchner agierten dagegen eher verhalten. Winstons Dreier stoppte den 8:0-Lauf der Gäste, die Bayern nahmen ihren Rhythmus allmählich wieder auf (59:51/23.). Die Braunschweiger Löwen blieben aber bissig und gaben sich kein bisschen geschlagen (64:57/27.). Der FCBB konnte sich trotz zahlreicher zweiter Wurfchancen nicht weiter absetzen. Immerhin ließen die Bayern den Kontrahenten nicht weiter herankommen. Winston war gewohnt sicher von der Freiwurflinie - 68:58 (27.). Für Begeisterung sorgte Jaramaz mit dem Buzzer-Dreier zum 71:62 nach Viertel drei.

Souveräne Bayern daheim weiter unbesiegt

Elias Harris hatte sich gerade elegant unter dem Korb zum 75:62 durchgesetzt, als sich Braunschweigs Topscorer David Krämer verletzte und vom Feld getragen werden musste - die Fans unterstützten ihn sorgenvoll und skandierten seinen Namen. Ein 6:0-Lauf der Münchner schraubte den Vorsprung auf 77:62 (32.), aber Braunschweig steckte nicht auf und erzielte fünf schnelle Punkte - Auszeit Trinchieri (77:67/33.). Der Coach justierte die Defensive neu, vorne übernahm Harris mit zwei souveränen Treffern (81:67/35.). Die Münchner agierten wachsam und vermieden geschickt ein gefährliches Herankommen der Gäste. Spätestens die beiden Drei-Punkte-Treffer von Zipser und Weiler-Babb kamen einer Vorentscheidung gleich (90:72/37.). Spätestens der nächste Dreier von Walden machte den Löwen klar, dass im Audi Dome nichts zu holen ist. Die Fans erhoben sich anerkennend und feierten die Spieler und den neunten BBL-Sieg.

Zum Spielplan


Diesen Artikel teilen

Weitere news