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„Qualitäten wie selten einer“

Dreierpacker Lewandowski macht den Unterschied auf Schalke

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Nach dem Abpfiff schnappte sich Robert Lewandowski das Objekt der Begierde. Drei Mal hatte der Pole den Ball beim 3:0 (1:0)-Erfolg im Topspiel beim FC Schalke 04 im Netz versenkt und damit den ersten Sieg des FC Bayern in der noch jungen Bundesliga-Saison fast im Alleingang perfekt gemacht. Kein Wunder also, dass sich der Torjäger das Spielgerät als Andenken an diesen besonderen Abend mit nach Hause nehmen wollte.

„Das freut mich sehr, dass ich wieder getroffen habe“, sagte der 31-Jährige, der auf Schalke die ganze Bandbreite seines Könnens gezeigt hatte. Nachdem er in der 17. Minute noch per Kopf am stark parierenden S04-Keeper Alexander Nübel gescheitert war, war der Foulelfmeter zum 1:0 eine vergleichsweise leichte Übung (20. Minute). Beim 2:0 (50.) bewies er sich als Kunstschütze, als er einen Freistoß über die Mauer unhaltbar ins obere Eck zirkelte, und bei seinem dritten Streich entwischte er seinem Gegenspieler und schloss trocken zum 3:0 (75.) ab. „Er hat Qualitäten in und um die Box wie selten einer“, sagte Trainer Niko Kovač anerkennend.

Nur Gerd Müller überbot Lewandowskis Torausbeute

Schon beim etwas unglücklichen 2:2-Unentschieden gegen Hertha BSC zum Bundesliga-Auftakt hatte Lewandowski beide Treffer des Rekordmeisters erzielt und damit als erster Spieler in der Vereinsgeschichte die ersten fünf FCB-Saisontore auf seinem Konto verbucht. In nun schon 57 Jahren Bundesliga war es zuvor überhaupt nur Gerd Müller gelungen, diese Torausbeute an den ersten beiden Spieltagen zu überbieten: Die Bayern-Legende traf zum Start der Saison 1977/78 ganze sechs Mal in den ersten beiden Partien.

„Fünf Tore insgesamt sind natürlich ein super Start für ihn und das freut uns alle“, erklärte Kapitän Manuel Neuer – der Hochgelobte blieb aber trotzdem bescheiden: „Alleine kann man ein Spiel gewinnen, aber mit der Mannschaft gewinnst du Titel“, konstatierte Lewandowski. Daher hob sein Trainer auch wieder die starke Leistung seiner Mitspieler hervor: „Wichtig ist, dass wir ihn in Szene setzen. Denn die Qualitäten, die er besitzt, die gibt es nicht allzu häufig in der Bundesliga und international. Lewy braucht Spieler, die ihn füttern. Das haben sie heute getan und sollen sie bitte auch in den nächsten Wochen tun“, so Kovač.

In den Neuzugängen Coutinho und Ivan Perišić hat der 47-jährige Fußballlehrer hierfür in Zukunft weitere Optionen in der Offensive, beide gaben in Gelsenkirchen als Einwechselspieler ihr Bundesliga-Debüt für den FC Bayern. Schon in einer Woche könnten sie beim nächsten Meisterschaftsspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 Kandidaten für die Startelf sein – und dann wird sich zeigen, ob auch das sechste Saisontor der Münchner auf das Konto von Robert Lewandowski geht.

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