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DFB-Elf vor EM-Spiel gegen Portugal

Kimmich: „Jeder weiß, was auf dem Spiel steht“

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Nach der etwas unglücklichen Auftakt-Niederlage gegen Frankreich (0:1) steht die deutsche Nationalelf vor dem zweiten EM-Gruppenspiel gegen Portugal am Samstag (Anstoß 18 Uhr) unter Druck – bei einer Niederlage gegen die Iberer bliebe Deutschland nur die Hoffnung, noch als einer der vier besten Gruppendritten in das Achtelfinale einzuziehen. Zum Glück aus deutscher Sicht tummeln sich im Kader von Bundestrainer Joachim Löw aber genug Spieler, die bereits bewiesen haben, dass sie in solchen Situationen über sich hinauswachsen können. Sinnbildlich hierfür steht wohl Joshua Kimmch, der jetzt auch wieder gegen die Portugiesen als Leader vorangehen will.

Kimmichs Leaderqualitäten sind gefragt

Zum Auftakt gegen Frankreich kam Kimmich auf der rechten Außenbahn zum Einsatz.

„Das sind die Spiele auf, die man sich als Spieler freut. Da geht es um etwas“, sagte der 26-Jährige am Freitag und gab die klare Losung für den Showdown in der Allianz Arena aus: „Jeder von uns weiß, was auf dem Spiel steht“, so Kimmich weiter. „Wir wollen gewinnen. Die Qualität dazu haben wir.“ Ob der Allrounder dabei wie gegen die Franzosen auf der rechten Seite zum Einsatz kommen wird oder auf seiner angestammten Position im Mittelfeld, wollte sein Trainer allerdings noch nicht verraten. Dies sei aber nicht entscheidend. „Er ist immer einer der Schlüsselspieler. Nicht nur aufgrund seiner Gier, sondern auch seiner Qualität“, beschrieb Löw die Fähigkeiten des Confed-Cup-Siegers von 2017 und ergänzte: „Es macht ja seine Klasse aus, sich sofort auf neue Aufgaben einstellen zu können.“

Goretzka könnte zur Option gegen Portugal werden

So bleibt es wohl bis zum Anpfiff des Duells mit dem amtierenden Europameister offen, wann es in der Nationalelf zur Wiedervereinigung der starken Bayern-Mittelfeldachse aus Kimmich und Leon Goretzka kommen wird. Letzterer hatte den Start ins Turnier gegen die Équipe Tricolore noch nach einem Muskelfaserriss verpasst – jetzt soll er aber in den Kader zurückkehren. „Er ist natürlich eine super Option in der zweiten Halbzeit. Sehr wahrscheinlich wird es so sein, dass man ihn bringt. Weil er der Mannschaft helfen kann durch seine Dynamik, seine Läufe“, verriet Löw. Auch Serge Gnabry, der am Donnerstag individuell trainierte, absolvierte am Freitag das Abschlusstraining in Herzogenaurach mit der Mannschaft und ist einsatzbereit.

Im letzten Duell mit Portugal bei der WM 2014 gelang Thomas Müller ein Dreierpack.

Die DFB-Elf ist personell also bestens gerüstet für die Partie gegen den Titelverteidiger. Das Team um Superstar Cristiano Ronaldo ist bei dieser EURO nicht minder hochkarätig besetzt als beim ersten EM-Triumph vor fünf Jahren. Dennoch könnte es der richtige Gegner zur richtigen Zeit für die deutsche Mannschaft sein: Seitdem Löw beim DFB ist, wurden alle vier Duelle gegen Portugal gewonnen – zuletzt gab es die Begegnung bei der WM 2014, als der spätere Weltmeister unter anderem durch drei Tore von Thomas Müller mit 4:0 gewann. Überhaupt hat Deutschland erst ein Turnierspiel gegen Portugal verloren: 2000 bedeutete das 0:3 in Rotterdam jedoch das frühe EM-Aus. In der Gesamtbilanz aller 18 Spiele liegt die deutsche Mannschaft mit zehn Siegen bei nur drei Niederlagen (fünf Remis) klar vorne.

Doch eine solche Bilanz interessiere heute wohl niemanden mehr, meinte Löw. In den letzten Jahren habe sich Portugal in der Weltspitze etabliert: „Es ist eine sehr eingespielte Mannschaft. Sie kommen sehr über Kombination, sie sind technisch auf aller höchstem Niveau. Sie sind sehr gefährlich, weil sie sehr variabel sind“, bemerkte der 61-Jährige. Daher müssen die Deutschen am Samstag alles in die Waagschale werfen, um Portugal im Kampf um das Achtelfinal-Ticket hinter sich zu lassen. „Es geht darum, dass wir die Qualität in einem Team bündeln und auch auf den Platz bekommen“, forderte Kimmich.

Die französische Nationalmannschaft um Lucas Hernández trifft am Samstag bereits um 15 Uhr auf den letzten Gruppengegner der DFB-Auswahl Ungarn:

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