Matthäus, Lahm und Pizarro gedenken Gerd Müller

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Die FC Bayern-Legenden Lothar Matthäus, Philipp Lahm und Claudio Pizarro haben am Dienstag im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund dem verstorbenen Gerd Müller gedacht. Im Gespräch mit Museumsdirektor Manuel Neukirchner erinnerten sich die ehemaligen FCB-Profis an die unvergessenen Spiele des „Bombers der Nation" und würdigten Müller als einen der größten Spieler aller Zeiten und herausragenden Menschen.

Lothar Matthäus: „Gerd Müller nur an seinen Toren zu messen, würde ihm nicht gerecht. Er war ein bodenständiger Mensch und nie jemand, der sich in den Vordergrund gedrängt hat. Ich durfte tolle Gespräche mit ihm führen, das Trainingsgelände des FC Bayern an der Säbener Straße war sein zweites Zuhause. Menschlichkeit hat ihn neben seinen zahlreichen großartigen Erfolgen in besonderer Weise ausgezeichnet. Sein Tod ist ein großer Verlust für den deutschen Fußball."

Philipp Lahm: „Gerd Müller war der größte Mittelstürmer in unserem Land, wenn nicht sogar weltweit, und dabei ein bescheidener, liebevoller Mensch, mit einer großen Leidenschaft für den Fußball. Das durfte ich als junger Spieler miterleben, als er Co-Trainer der Bayern-Amateure war. Wenn dir der „Bomber der Nation" vor dem Tor irgendetwas erklärt hat, dann hast du mal so was von aufmerksam zugehört. Auch wenn das bei mir nicht viel genutzt hat, war er in vielerlei Hinsicht ein echtes Vorbild."

Anlässlich des Todes von Gerd Müller zeigt das Deutsche Fußballmuseum seit Dienstag erstmals für kurze Zeit den originalen Fußballschuh, mit dem er die Nationalmannschaft 1972 durch zwei Treffer beim 3:0-Finalsieg gegen die Sowjetunion zum ersten Europameistertitel schoss. Zusammen mit seinem WM-Dress von 1974 sind die Ausstellungsstücke seiner größten Erfolge mit der Nationalmannschaft erstmals vereint für die Öffentlichkeit zu sehen. Neben den Exponaten erinnern verschiedene Medieninstallationen, unter anderem in der HALL OF FAME des deutschen Fußballs, zu deren Gründungsmitgliedern Gerd Müller zählt, an den „Bomber der Nation".

Foto: Stephan Schütze.