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Motivator, Torschütze, Phänomen – Müller glänzt in allen Bereichen

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Mister Zuverlässig war wieder zur Stelle! Beim Bundesliga-Topspiel zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig lieferte Thomas Müller einmal mehr eine herausragende Leistung ab und unterstrich dadurch seine seit Wochen anhaltende brillante Verfassung. Die Nummer 25 des Rekordmeisters trug maßgeblich zum 3:2-Heimerfolg vor 10.000 Fans in der Allianz Arena bei und sorgte parallel wieder für mehrere Topwerte. Wir haben diese und andere Bestmarken vom Topspiel für Euch notiert:

Es müllert ohne Ende

Beinahe wäre ihm der Doppelpack gelungen: In der 37. Minute erzielte Müller mit einem wuchtigen Kopfball nach einer mustergültigen Flanke von Serge Gnabry das vermeintliche 2:1. Der Treffer wurde wegen eines vorherigen Foulspiels von Robert Lewandowski jedoch zurückgenommen. „Ich habe mich so gefühlt, wie es von Horst Hrubesch erzählt wird", kommentierte Müller mit einem Augenzwinkern in Anlehnung an das legendäre, deutsche Kopfballungeheuer nach Schlusspfiff. Dennoch: Wer den 32-Jährigen derzeit in seinen Reihen weiß, darf eine breite Brust haben. Müller gelang zum vierten Mal in dieser Bundesliga-Saison der wichtige Treffer zum 1:0, als er in der zwölften Minute einen Abstauber über die Linie drückte.

Phänomen Müller

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Die Nummer 25 der Bayern kommt in dieser Saison bereits auf 28 Torbeteiligungen - zur Freude des gesamten Teams.

Der Urbayer war in der Bundesliga in jedem seiner letzten sechs Spiele an mindestens einem Treffer direkt beteiligt (drei Tore, fünf Assists). Mit 16 Assists (sieben Tore) ist er im deutschen Oberhaus auf Rekordkurs, seine 28 Torbeteiligungen in Pflichtspielen (zehn Tore, 18 Vorlagen) toppt in Deutschland nur Lewandowski (37). Wer den Routinier in diesen Tagen erlebt, sieht einen Spieler, der in jedem Training und Spiel seine Mitspieler mitreißt, motiviert, anführt und mit Leistung vorangeht - wie jetzt gegen Leipzig: „Beide Mannschaften haben ein attraktives Spiel gemacht. Wir freuen uns über den wichtigen Dreier", sagte Müller.

Glückszahl 68

Achtundsechzig - wenn man es mit dem deutschen Rekordmeister hält, hat man in diesen Tagen eine neue Lieblingszahl. Stichwort Müller: Der Fanliebling lieferte in dieser Saison bisher 68 Schussvorlagen ab, mehr als jeder andere Spieler in der Bundesliga. Seine Mannschaft traf in den letzten 68 Spielen in der Bundesliga immer mindestens einmal - das ist laufender Bundesliga-Rekord. Insgesamt erzielten die Bayern in diesem Zeitraum herausragende 209 Tore. Das vom starken Gnabry erzwungene Eigentor von Leipzigs Gvardiol zum 3:2 war mittlerweile der 68. Bundesligatreffer der Münchner in dieser Saison. Nie zuvor schoss ein Team mehr als 61 Tore nach 21 Spieltagen.

Lewandowski wieder auf Rekordkurs

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Thomas Müller könnte in einer Kategorie noch in dieser Saison an Oliver Kahn vorbeiziehen. Lewandowski greift derweil die nächsten Torrekorde an.

Und noch mehr gute Nachrichten: Weltfußballer Lewandowski erzielte mit dem zwischenzeitlichen 2:1 sein 24. Saisontor in der Bundesliga. Damit steht der Angreifer bei nur einem Treffer weniger als in der Vorsaison nach 21 Spieltagen, als er letztlich den Bundesliga-Rekord innerhalb einer Saison knackte (41 Tore am Saisonende). Auch diese Spielzeit könnte für den Rekordstürmer noch denkwürdig werden. Was jetzt schon feststeht: Kapitän Manuel Neuer feierte gegen Leipzig seinen 310. Bundesliga-Sieg und zog damit mit dem einstigen Titan und heutigen Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn gleich. Niemand holte mehr Siege in der deutschen Beletage. Aber aufgepasst: Phänomen Müller liegt auch bereits bei 296 Erfolgen...

Alle Informationen zum Neuer-Rekord: