
Sechs-Tore-Spektakel in der Allianz Arena! Nach zwei sieglosen Spielen in der Bundesliga hat der FC Bayern gegen die TSG Hoffenheim zurück in die Erfolgsspur gefunden und am Ende in Überzahl einen 5:1-Kantersieg gegen den starken Tabellendritten gefeiert. Neben Doppelpacker Harry Kane brillierte vor allem Luis Díaz, dem sein erster Dreierpack für den FC Bayern gelang.
„Es gibt immer Ups und Downs“, erklärte Serge Gnabry: „Wir wollen immer ein Statement setzen.“ Das tat das Bayern-Team. Harry Kane erklärte das Erfolgsgeheimnis: „Der Kader ist fit, der Kader ist gesund, jeder drängt darauf, auf dem Platz zu stehen“, so der Torjäger. fcbayern.com hat weitere Stimmen zum Spiel für Euch gesammelt.
Die Stimmen zum Spiel gegen die TSG Hoffenheim
Jan-Christian Dreesen, Vorstandsvorsitzender: „Ich bin natürlich zufrieden mit dem Ergebnis. Wir haben uns zunächst gegen zehn Hoffenheimer schwer getan. Am Ende des Tages haben wir aber ein Statement mit diesem Sieg gesetzt. Das ist gut so, nachdem uns der eine oder andere nach den zwei Spielen zuvor schon in einer kleinen Krise gesehen hat. Wir haben sehr viel Spaß an Luis Díaz. Er ist ein echter Wirbelwind. Jetzt geht es gegen Leipzig ums Ganze. Wir sind sechs Jahre nicht in Berlin gewesen. Davor achtmal in zehn Jahren. Da haben wir Nachholbedarf, natürlich wollen wir das Spiel gewinnen."
Max Eberl, Sportvorstand: „Wir haben heute nachgelegt gegen den Tabellendritten und haben zuletzt gegen Leipzig und heute wichtige Siege eingefahren. Luis Díaz hat heute den Unterschied gemacht. Er war der Schlüsselspieler, obwohl wir den Sieg als Gruppe eingefahren haben. Luis spielt immer mit Herzblut und Bereitschaft. Er kann auch mal mehrere Spieler stehen lassen. Wir sind extrem froh, dass wir ihn bei uns haben. Am Mittwoch zählt das Weiterkommen gegen Leipzig. Wir waren lange nicht mehr im Pokalfinale. Beide Teams haben aktuell wohl nicht ihr allerhöchstes Topniveau - das sie aber in dieser Saison schon gezeigt haben. Das wird ein spannendes Spiel."

Vincent Kompany: „Perfekt ist es vielleicht, wenn es 5:0 oder 6:0 ausgeht. Aber wir haben Respekt vor Hoffenheim und wussten, dass es eine gute Mannschaft ist, deshalb ist dieses Ergebnis gut. Viel mehr hatten wir uns für dieses Spiel nicht gewünscht, und wir stehen da, wo wir stehen müssen. Jetzt liegt der volle Fokus auf Leipzig. Wenn es mal zwei oder drei Minuten etwas lockerer wird, ist unsere Mannschaft sofort wieder da – egal ob bei Kontern, Ecken, Standardsituationen, im Ballbesitz oder einer Flanke in den Strafraum. Sie bleiben gefährlich, haben immer Hunger nach vorne. Natürlich versuchst du, eine Balance zu finden, aber wenn du so viele Tore machst, dann musst du das auch unterstützen. Ich habe viel Erfahrung in solchen Situationen, in denen man am Ende etwas gewinnen kann. Da brauchst du deinen Tunnel. Egal ob man drei Punkte holt, eine gute oder schlechte Leistung zeigt – man muss das sofort abhaken und im nächsten Spiel wieder das Beste rausholen. So kommst du manchmal in einen Flow, in einen Rhythmus. Man glaubt immer, wir müssten alles gewinnen. Natürlich wollen wir das, aber die anderen auch. Ich schaue immer auf das Positive."

Harry Kane: „Natürlich gab es in der letzten Woche einiges an Unruhe rund um die Mannschaft, nachdem wir ein paar Spiele nicht gewonnen hatten. Deshalb war es wichtig für uns, ruhig und uns selbst treu zu bleiben. Wir hatten eine volle Woche zur Vorbereitung, das Niveau im Training war sehr hoch. Man sieht, der Kader ist fit, der Kader ist gesund, jeder drängt darauf, auf dem Platz zu stehen. Und das hat man heute auch gesehen, vor allem in den ersten 15 Minuten – da sind wir mit richtig viel Intensität rausgekommen.
Als sie dann zu zehnt waren, hat das unseren Rhythmus ein bisschen gestört. Wir haben etwa 15, 20 Minuten gebraucht, um wieder in unser Spiel und unseren Stil zu finden. Respekt an Hoffenheim, sie sind eine gute Mannschaft und spielen guten Fußball. Wir wissen, dass wir jetzt in die entscheidende Phase der Saison kommen. Wir haben aktuell zwar einen guten Vorsprung an der Spitze, aber wie wir letzte Woche gesehen haben, kann der auch sehr schnell schrumpfen. Wir haben früh in der Saison gesagt, dass wir im Februar, März mit einem fitten, gesunden Kader in einer guten Position sein wollen. Wir sind Tabellenführer, wir sind noch im DFB-Pokal und unter den Top Acht in der Champions League. Das ist ein guter Moment für uns. Jetzt beginnt die eigentliche Saison – und wir müssen von hier aus weitermachen und sehen, wer mithalten kann.“

Serge Gnabry: „Ich denke, die Woche hat sehr gut getan – auch mal wieder voll im Training zu sein, ein bisschen zu regenerieren. Heute sind wir deutlich frischer rausgekommen. Die ersten 15 Minuten waren sehr gut. Am Ende des Tages hätten wir vielleicht noch ein bisschen besser spielen und mehr Tore machen können, vor allem als Hoffenheim zu zehnt war. Aber wir sind zufrieden mit dem Sieg heute. Wir wollen immer ein Statement setzen. Die Punkte, die wir zuletzt liegen gelassen haben, haben uns wehgetan, gerade weil wir uns ein gutes Polster erarbeitet hatten. Aber eine Saison ist lang, es gibt immer Ups und Downs. Deshalb gehen wir jedes Spiel weiter mit vollem Einsatz an – und wenn wir unsere Spiele gewinnen, sieht es am Ende des Tages gut für uns aus.“
Das sagt der Gegner TSG Hoffenheim
Christian Ilzer (Trainer, TSG Hoffenheim): „Ich habe vor dem Spiel gesagt: Wenn meine Mannschaft das zeigt, was wir können, wenn wir uns das zutrauen – auch hier vor dieser Kulisse gegen diese Top-Mannschaft –, dann werde ich nach dem Spiel zufrieden sein, unabhängig vom Ergebnis. Ich habe meine Mannschaft gesehen, die in allen Bereichen, die wir kontrollieren konnten, ein gutes Spiel gemacht hat.“
Oliver Baumann (TSG Hoffenheim): „Wir haben – auch wenn sich das blöd anhört – ein richtig gutes Spiel gemacht. Über weite Strecken zu zehnt zu spielen, war hart. Aber wir stehen das gemeinsam durch, und das wird uns auch weiterbringen. Wir stehen alle zusammen. Widerstandsfähig sind wir – und das werden wir auch bleiben.“
Grischa Prömel (TSG Hoffenheim): „Am Ende verlierst du das Spiel mit 5:1. Aber ich kann uns als Mannschaft wenig vorwerfen. Dass wir so lange in Unterzahl waren, ist bitter, aber das passiert. Trotzdem haben wir unser Gesicht gezeigt. Wir wollten mutig und aggressiv auftreten, und das ist uns über weite Strecken des Spiels gelungen. Das macht mich ein Stück weit stolz, hier in München so aufzutreten und gerade in der ersten Halbzeit fast auf Augenhöhe mitzuhalten – und uns auch die eine oder andere Torchance zu erarbeiten.“
Die wichtigsten Szenen im Spielbericht:

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