

Olympische und Paralympische Spiele
Fr., 19.06.26, 09:50
Herbert Hainer: „München ist eine Weltsportstadt mit Herz“
Einzigartige Ereignisse verdienen einzigartige Kulissen – in diesem Fall vom SAP Garden bis in den Steinernen Saal im Schloss Nymphenburg: Der Donnerstag stand im Zeichen der Münchner Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele 20XX, bei denen es um die Ausrichtung der Events 2036, 2040 oder 2044 handelt. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Sport erläuterten, wie die bayerische Landeshauptstadt das Großereignis organisieren will. Präsident Herbert Hainer erneuerte einmal mehr die Unterstützung des Deutschen Meisters: „Wir als FC Bayern wissen mit unseren weltweit über 432.500 Mitgliedern, wie stark Sport Menschen verbindet – über Grenzen, Generationen und soziale Hintergründe hinweg.“ Deshalb befürworte der Verein „Olympische und Paralympische Spiele in unserer Heimatstadt: München bewirbt sich nicht nur um einige Wochen Sport, sondern um eine Wirkung für Jahrzehnte – nach innen wie nach außen.“ Und eines sei klar, sagte Hainer im Beisein von Ministerpräsident Markus Söder, dem Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann, Oberbürgermeister Dominik Krause sowie Herzog Franz von Bayern: „München ist nicht nur eine Weltstadt mit Herz – sondern eine Weltsportstadt mit Herz.“
Neben Olympioniken wie dem langjährigen Profi der FC Bayern Basketballer und heutigen FCB-Juniorencoach Danilo Barthel, Felix Neureuther (Ski Alpin), Alexandra Burghardt (Sprint und Bob), Sideris Tasiadis (Kanu), der Goldgewinnerin Jessica von Bredow-Werndl (Dressur) sowie Michael Teuber (Rad) als Vertreter der Paralympischen Spiele waren auch Talente wie der junge Bohan aus der Tischtennisabteilung des FC Bayern dabei. Bohan absolvierte vor den rund 200 geladenen Gästen einen Talk mit Hainer und erzählte am Rande, wie er seine sportliche Leidenschaft entdeckte: Bei Olympia 2021 in Tokio sah er Tischtennis im Fernsehen, begann dann an einer Platte auf dem Spielplatz, wurde dort von einer FCB-Trainerin entdeckt – und trainiert inzwischen für seinen großen Traum, selbst einmal bei Olympia anzutreten. So soll Sport wirken: Inspiration führt dazu, aktiv zu werden, sich zu entwickeln – und Ziele anzugehen.

München bewirbt sich nicht nur um einige Wochen Sport, sondern um eine Wirkung für Jahrzehnte – nach innen wie nach außen.Herbert Hainer
München setzt bei seinem nachhaltigen Konzept auf ein Olympia der kurzen Wege: mehr als 90 Prozent der Örtlichkeiten sollen im Umkreis von 30 km liegen. Das olympische und paralympische Dorf wird erneut so konzipiert, dass es auch nach dem Großereignis als barrierefreies Wohngebiet unter dem Leitmotiv „Generationenquartier“ genutzt werden kann. Es würden insgesamt weniger Kosten entstehen, als vielmehr Investitionen in die Zukunft der Stadt getätigt werden, so der Tenor von Stadt und Freistaat
1972 habe er „als junger Kerl im Münchner Olympiastadion Getränke verkauft, weil mich Olympia schon immer fasziniert hat“, erzählte Hainer. „Bis heute spüre ich auf meinen Reisen, früher als CEO von adidas, heute als Präsident des FC Bayern: Wer weltweit an Deutschland denkt, denkt an Bayern und München. Und das hat auch mit Sport zu tun. Denn Sport ist hier keine Kulisse, sondern Teil unseres Selbstverständnisses.“ Der FCB-Präsident führte weiter aus: „Das olympische Erbe lebt hier auf eine vorbildliche Weise: Unter dem Zeltdach eines weltberühmten Stadions wie in jeder Begegnung unter den Menschen aus aller Welt, die noch heute im Olympischen Dorf von 1972 wohnen.“ Sein älterer Bruder habe einst dort ein Appartement gehabt, er habe ihn oft besucht, und daher könne er aus eigener Erfahrung sagen: „Der olympische Gedanke baut in München nicht auf Visionen ohne Substanz - sondern auf gewachsene Nachhaltigkeit, zudem auf eine einzigartige Tradition und das fest verankerte Gefühl von Gemeinschaft.“
Themen dieses Artikels