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Was macht eigentlich Julia Simic?

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Julia Simic hat von 2005 bis 2013 für den FC Bayern gespielt. In ihrer Zeit hat sie nicht nur 134 Spiele bestritten, sie konnte 2012 auch den DFB-Pokal mit den Münchnerinnen gewinnen. Im Interview mit dem FCB-Klubmagazin Säbener 51 spricht die gebürtige Nürnbergerin über ihre Zeit beim FC Bayern, den heutigen Frauenfußball und ihre Ziele für die Zukunft.

Das Simic-Interview und vieles mehr findet Ihr in der aktuellen Ausgabe unseres Klubmagazins:

Das Interview mit Julia Simic

Julia, du hast zuletzt in London und Mailand gespielt. Wo lebst du heute?
In Fürth, in der Heimat. Leider musste ich meine Fußballschuhe an den Nagel hängen, ich hätte gern noch ein, zwei Auslandsstationen gesehen.

Was ist dir aus deinen acht Jahren FC Bayern besonders in Erinnerung?
Das familiäre Umfeld. Das habe ich bei keiner anderen Mannschaft mehr gefunden, nirgends mehr habe ich mich so wohlgefühlt. Gerade bei meinen zwei Kreuzbandrissen habe ich gespürt, wie mich Verein, Mannschaft und Trainer aufgefangen haben.

Damals standest du unmittelbar vor dem Nationalmannschaftsdebüt.
Durch die Verletzungen habe ich gemerkt: Ich muss mein Leben neben Fußball noch auf andere Säulen stellen, um Stabilität zu haben. Also habe ich studiert, Praktika und meinen Trainerschein gemacht. Das kommt mir jetzt zugute.

Steckbrief:

Geburtstag: * 14. Mai 1989
Beim FC Bayern: 2005 - 2013
Spiele für den FCB: 134 (47 Tore)
Erfolge mit dem FCB: DFB-Pokal 2012, Bundesliga Cup 2011

Wie siehst du den Frauenfußball bei Bayern heute?
Das ist heute eine andere Welt – zum Glück! Der Verein hat professionelle Strukturen geschaffen, damit auch die Frauen national und international um Titel mitspielen können. Wir haben damals viermal die Woche abends trainiert, weil viele von uns berufstätig waren. Um die Trikots mussten wir uns selber kümmern. Nur ab und zu kam die Irmi und hat gewaschen, aus reiner Freundlichkeit.

Was willst du als Co-Trainerin beim U17-Frauennationalteam erreichen?
Ich will den Mädels sportlich helfen, ihnen aber auch etwas fürs Leben mitgeben. Junge Spielerinnen sind oft getrieben, wollen so schnell wie möglich alles erreichen. Man muss aber sein eigenes Tempo finden und manchmal vielleicht einen Umweg nehmen.

Du hast eine eigene Nachwuchs-Akademie gegründet.
Weil ich etwas bewirken möchte, etwa im Nahen Osten, in Nordafrika oder Brasilien ... Es gibt so viel zu tun. Meine größte Angst war immer: Gibt es noch mal irgendwas, was mich so begeistert wie Fußballspielen? Und jetzt würde ich mich am liebsten fünfteilen.

Bei DAZN kommentiert Simic mittlerweile als Expertin Spiele der FCB-Frauen - womöglich auch das CL-Viertelfinale gegen PSG!


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