





Die Playoff-Finals 2026 haben eine Serie: Nach dem Auftaktsieg verloren die Bayern-Basketballer am Sonntag Spiel 2 gegen Alba Berlin und bezogen mit dem 79:86 (45:40) ihre erste Niederlage in der Postseason. Auf das Offensivspektakel vom Freitag (102:94) erlebten 10.800 Fans im SAP Garden einen mit dem Wurf kämpfenden Titelverteidiger, der vor der Pause zehn Punkte Rückstand aufholte und dann im fehlerhaften dritten Viertel (15:24) doch die Chance zur Übernahme verpasste.
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Die Serie wechselt nun nach Berlin, wo die Münchner am Mittwochabend (20.30 Uhr) in der Max-Schmeling-Halle den zweiten Erfolg anstreben. Spiel 4 steigt dort am Freitag.
Da Silva früh in Foul-Trouble
Mit identischem Kader wie Freitag gingen die Bayern in die Partie, doch ein Münchner Dreier fiel noch nicht und einige Plays versandeten umständlich (14:19/9.). Zudem kassierte da Silva früh sein zweites Foul, Giffey und dann auch Harris kamen zum ersten Finals-Einsatz. Berlin holte sich das erste Viertel dank guter Quoten 24:18.
Der Gast spielte flüssig (FCBB: 11 Assists), Playoff-Physis ließ die sehr kleinteilige Regelauslegung bis hierhin nicht zu - nach knapp zwölf Minuten hieß es 18:28. Voigtmann erlöste jedoch alle mit dem ersten Dreier, der FCBB kontrollierte jetzt besser das Tempo. Auch Hollatz und Obst trafen von draußen, Voigtmann legte auf Pass von Lucic zur Führung ab, 36:34 (16.). Und Hollatz, schon am Freitag wurfstark, schlug unter großem Jubel den Pausen-Buzzer aus der Ecke.
FC Bayern Basketball – Alba Berlin 79:86 (45:40)
- FCBB:Neno Dimitrijevic (20 Punkte), Andi Obst (12, 5 Rebounds), Justus Hollatz (10), Jo Voigtmann (9, 7 Rebounds), Vladimir Lucic (8), Isiaha Mike (7), Oscar da Silva (7, 5 Rebounds), David McCormack (2), Justinian Jessup (2), Niels Giffey (2), Elias Harris, Xavier Rathan-Mayes (n.e.)
- Topscorer Berlin:Jack Kayil (16 Punkte)
- SchiedsrichterAnne Panther, Gentian Cici und Christian Theis
- Zuschauer10.819

Nach dem 76:76 trifft nur Alba
Da Silva handelte sich jedoch binnen 94 Sekunden nach Wiederbeginn die Fouls drei und vier ein und musste erstmal raus. Die Bayern behielten zunächst auch ohne ihn und mit einem diesmal irdischen MVP Obst, den seine kürzliche Erkrankung im zweiten Einsatz innerhalb 45 Stunden erkennbar einbremste, die Spielkontrolle (51:45/25.).
Die Dreier-Quote sank allerdings auf 19 Prozent (4/21), so würde es wohl schwer werden. Und: Alba traf, 56:62, ein 3:15-Loch.
Die Dreier-Quote sank allerdings auf 19 Prozent (4/21), so würde es wohl schwer werden. Und: Alba traf, 56:62, ein 3:15-Loch. Beim 60:67 übernahm Dimitrijevic (20 Punkte) die Initiative, Obst und da Silva kehrten zurück. Es blieb ein Spiel der Fehler, die Münchner machten sie in dieser Phase in Serie - und sie mit enormem Einsatz trotzdem wett, 73 beide (37.).
Zwei Spiele in Berlin
46 Sekunden vor dem Ende erhöhte Berlin allerdings auf 83:76, fünf erfolglose Angriffe der Bayern waren zu viel gegen einen an diesem Tag nervenstarken Gegner:Berlin traf in der zweiten Hälfte 7/12 Dreier, der FCBB blieb komplett ohne Fastbreak-Punkt. Entscheidend.
Die Stimmen:
Svetislav Pesic, Cheftrainer FC Bayern Basketball: „Gratulation an den Coach und Alba. Das war ein verdienter Sieg. Wir haben verloren, weil wir das, was wir in der ersten Halbzeit gut gemacht haben, im dritten Viertel nicht mehr getan haben; wir haben praktisch aufgehört zu spielen. Das dritte Viertel ist sehr oft entscheidend, sie haben da 8/6 Dreier getroffen; im Vergleich dazu in den ersten 20 Minuten nur vier und im letzten einen. Sie hatten zu viele Assists, die sie gut zum Kreieren von Dreiern nutzten. Wir hatten trotzdem unsere Chance, doch mit diesen Dreiern haben wir unseren Rhythmus in Defense und auch Offense verloren. Wir haben am Freitag alles getroffen, heute leider nicht.“
Neno Dimitrijevic: „Es ist das Finale. Wir wussten, dass es physisch wird. Berlin ist ein gutes Team. Wir müssten jetzt ruhig bleiben. Das Spiel vorbereiten und bereit sein für Spiel 3. Wir werden alles analysieren und unsere Schlüsse ziehen.
Justus Hollatz: „Wir haben irgendwann nicht mehr unser Spiel gespielt, zu viel Eins gegen Eins. Dagegen haben wir sie spielen lassen, Alba hat wieder 86 Punkte gemacht. Das kann nicht unser Anspruch sein. Wir müssen jetzt wieder physischer spielen und konstant unser Spiel.“
Pedro Calles, Cheftrainer Alba Berlin: „Gratulation an meine Spieler für den Einsatz in den letzten 48 Stunden. Das Spiel war war wieder sehr eng, wie erwartet. Heute haben wir einen besseren Job gemacht, auf den Ball aufzupassen und aggressiv in der Defense zu sein.“
Wir haben die Freiwürfe nicht gut getroffen, haben das aber mit den Dreiern kompensiert. Jetzt wollen wir die ausgeglichene Serie mit hoher Energie nach Berlin bringen.“
FINALS vs ALBA BERLIN (Best-Of-Five), Stand 1:0
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Spiel 3: Mittwoch, 17. Juni, 20.30 Uhr (Berlin/DYN)
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opt. Spiel 4: Freitag, 19. Juni, 20.30 Uhr (Berlin)
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opt. Spiel 5: Sonntag, 21. Juni, 16.30 Uhr (SAP Garden)