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U19 erreicht zum dritten Mal in Serie das TOP4

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Mit einem hauchdünnen 73:71(32:32) in Ludwigsburg hat sich die U19der Bayern zum dritten Mal in Serie für das TOP4-Turnier der Nachwuchs-Bundesliga NBBL um die deutsche Meisterschaft qualifiziert. Nach der ebenso spannenden ersten Viertelfinal-Partie in München (67:64) lieferten sich die Nachwuchsteams der beiden BBL-Klubs erneut einen echten Basketballkrimi vor 250 Zuschauern in der Ludwigsburger Rundsporthalle – den die Bayern erst bin der Verlängerung für sich entscheiden konnten. Topscorer war wieder einmal Kapitän Bruno Vrcic mit 18 Zählern.

Die U19 nimmt zum vierten Mal in fünf Jahren am TOP4 teil, 2015 und 2017 konnte man den Meistertitel holen. Das Finalturnier steigt diesmal am 25/26. Mai in Jena, neben den Bayern qualifizierten sich Titelverteidiger Alba Berlin, die Berliner Spielgemeinschaft AB Baskets sowie Bambergs Nachwuchs aus Breitengüßbach.

Turnovers auf beiden Seiten prägten zu Beginn das zweite Duell mit Ludwigsburg und nahmen den Spielfluss. Auch schwache Wurfquoten aus der Distanz sorgten dafür, dass sich kein Team absetzen konnte und man mit einem 32:32 in die Halbzeitpause ging. In dieser schien FCBB-Trainer Andreas Wagner die richtigen Worte gefunden zu haben: Seine Mannschaft legte in den ersten fünf Minuten des dritten Viertels einen 17:5-Lauf hin und es schien so zu sein, als steuere man klar auf den Sieg zu.

Die Schwaben, angetrieben von ihren lautstarken Fans, fanden allerdings recht schnell eine Antwort, so dass die Gäste nur mit einem knappen 55:50 in den letzten Abschnitt gingen (30.). Dieser brachte viele Führungswechsel: Die Ludwigsburger lagen kurz vor Ende der regulären Spielzeit knapp mit 69:68 vorn, Matej Rudan konnte jedoch mit einem Freiwurf die Verlängerung erzwingen (69:69/40.). In dieser gelang beiden Mannschaften kaum etwas: Insgesamt nur sechs Punkte wurden erzielt, die Gastgeber wie die Bayern hatten in den letzten Sekunden die Chance, mit Freiwürfen das Spiel für sich zu entscheiden. Diese verfehlten jedoch allesamt ihr Ziel und das Heimteam konnte letztlich den letzten Dreierversuch zum Sieg nicht verwandeln. Somit konnten die Münchner die sehr ausgeglichene Serie frühzeitig zum 2:0 für sich entscheiden.

Coach Wagner nach dem Spiel:„Respekt an diese tolle Ludwigsburger Mannschaft, sie haben uns das Leben in beiden Spielen wirklich schwer gemacht. Ich bin aber natürlich sehr stolz auf meine Mannschaft, die sich in den Playoffs alles in allem doch souverän für das TOP4 qualifiziert hat. Für uns gilt es jetzt, die Konzentration aufrecht zu halten und uns entsprechend auf das Halbfinale in Jena vorzubereiten."

FCBB U19: Bruno Vrcic (18 Punkte/11 Rebounds/7 Assists), Matej Rudan (16), Mohamed Sillah (12), Sasha Grant (7), Matteo Brazzi (7), Jason George (7), Daniel Zdravevski (4), Noah Jallow (2), Lennard Weber, Philipp Walz und Clint Schönheiter. Die U16 am Sonntag im Entscheidungsspiel

Die U16 hingegen musste in ihrer Best-of-three -Serie gegen Ludwigsburg den Ausgleich hinnehmen: Die Mannschaft von Trainer Florian Wedell konnte trotz einiger Läufe einen zwischenzeitlichen 16-Punkte-Rückstand nicht mehr egalisieren und verlor Spiel zwei knapp mit 71:75 (32:40) Punkten. Ausschlaggebend waren die schwachen Wurfquoten (15 % Dreier) und 27 Turnover der Gäste.

Das erste Heimspiel hatte noch deutlich 84:63 gewonnen werden können. Nach dem 1:1-Ausgleich gehen die Bayern somit am kommenden Sonntag, 12. Mai, ab 13 Uhr ins entscheidende dritte Spiel in der Halle auf dem FCB Campus.

Trotz der eigentlich soliden Verteidigung und guten Ballbewegung der Münchner konnten die Gastgeber schon in den ersten Minuten auf 8:2 davonziehen. Den Gästen fehlte nicht nur der nötige Zug zum Korb, sondern auch die Treffsicherheit. Die Verunsicherung steigerte sich, die Bayern leisteten sich immer wieder Ballverluste und konnten sich erst gegen Ende des ersten Abschnittes wieder zurück kämpfen (18:20/10.). Doch im zweiten Viertel fehlte es erneut an Konzentration: Wieder traf die Bayern-U16 schlechte Entscheidungen, wieder leistete man sich zu viele Ballverluste und lag Mitte des dritten Viertels bereits 16 Punkte zurück. Das weckte jedoch den Kampfgeist, der zu einem 12:0-Run führte. Die Wende gelang letztlich aber nicht, wieder fiel man auf zehn Punkte Differenz zurück. Das letzte Aufbäumen der Münchner reichte somit nicht mehr zum Sieg.

Coach Wedell: „Gratulation an Ludwigsburg, die sich den Sieg verdient haben. Sie waren einfach bereiter, haben mehr Energie auf das Feld gebracht und sich mit der Unterstützung ihrer Fans immer wieder in einen Rausch gespielt. Uns ärgert die Niederlage natürlich, da sie sicher zu verhindern gewesen wäre. Dafür sind wir nun umso motivierter, in eigener Halle Reaktion zu zeigen, und hoffen auf die Unterstützung der Bayern Fans."

FCBB U16: Benjamin Schröder (17 Punkte), Michael Rataj (17/11 Rebounds/5 Steals), Maxwell Dongmo Temoka (13), Jonas März (12), Robbie Groh (6), Louis Nauthon (3), Ivan Borissov (2), Christian Skladanowski (1), Sebastian Hartmann und Leon Brkic.

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