Luis-Wulff-vs

Sieben Punkte in 20 Sekunden: Die Bayern sind in Runde zwei!

Text vorlesen
icon
Schrift vergrößern
icon

Mit einem furiosen Finish in den letzten rund 20 Sekunden hat die zweite Mannschaft der Bayern-Basketballer das schon verloren geglaubte Entscheidungsspiel um den Einzug in die zweite Playoff-Runde noch für sich entschieden: Das jüngste ProB-Team lag in Stahnsdorf 20 Sekunden vor Schluss 71:76 hinten - ehe ein Freiwurf des überragenden Erol Ersek, ein Offensivrebound von Michael Rataj, ein Dreier von  Maxwell Dongmo Temoka, ein Steal von Matej Rudan und schließlich noch ein Dreier Erseks für sieben Zähler zum umjubelten Sieg führten. Der letzte Wurf der konsternierten Gastgeber verfehlte das Ziel.

Statt zurück nach München ging es somit für den FCBB II im MANschaftsbus von Autobus Oberbayern aus Brandenburg direkt weiter nach Münster, wo am Sonntag (25.4, 16 Uhr) das erste Spiel der zweiten Runde ansteht. Am nächsten Mittwoch (28.4.) geht es dann im FC Bayern Campus gegen den ersten der Hauptrunden Nord aus Bochum weiter. Am Wochenende darauf bildet das dritte und letzte Gruppenspiel in Hanau den Abschluss der zweiten Playoff-Runde.

Nur fünf Tage nach der beendeten Quarantäne und noch ohne ihren Trainer Andreas Wagner bot sich in Stahnsdorf ein über 40 Minuten ausgeglichenes Spiel. Zu Beginn vertraute Khee Rhee, der Wagner an der Linie vertrat, Erol Ersek, Matej Rudan, Jonas Sauer, Mohamed Sillah und Michael Rataj. Gute Wurfquoten bescherten den jungen Bayern früh eine 12:9-Führung (4.). Im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts blieben beide Teams stets auf Augenhöhe. Mit einer knappen Führung gingen die Münchner in die erste Viertelpause (24:23).

71:75, doch dann kontert der FCBB II

Im zweiten Teilabschnitt schafften es die Bayern dann, defensiv mehr Druck aufzubauen. Offensiv lief es weiter gut und so führte man zur Pause mit sechs Zählern (45:39).

Im dritten Viertel stockte die Offense der FCBB-Youngster - die Gastgeber verkürzten dem Abstand vor den entscheidenden Viertel auf drei Punkte. In diesem übernahmen dann die 49ers die Führung (65:67/35.) - und bis 20 Sekunden vor Ende lagen sie noch 71:76  vorn.

Was dann folgte, war kaum zu glauben: Die Münchner gaben nicht auf und kamen nach einem Foul an Ersek an die Linie. Der 22-jährige Team-„Senior“ traf den ersten Freiwurf, verwarf den zweiten - doch Michael Rataj sicherte sich den Offensivrebound. Wulff passte den Ball raus an die Drei-Punkte-Linie zu Maxwell Dongmo Temoka, der eiskalt blieb und den Rückstand auf einen Zähler verkürzte (75:76). Im nächsten Angriff der Stahnsdorfer fing Rudan einen schlechten Pass ab. Diesen Ballbesitz nutzte Ersek durch einen weiteren Dreier zur 78:76 Führung. Den letzten Wurf zum vermeintlichen Ausgleich ließen die Gastgeber ungenutzt, der Rebound war bei den Bayern und das Spiel damit gewonnen - und die Jubelparty begann.

Am Sonntag in Münster trifft man auf alte Bekannte: Bei den WWU Baskets verloren die Roten erst vor knapp vier Wochen an gleicher Stelle in der ersten Runde deutlich.

„Ein großen Lob an unser Team. Wahnsinn, was sie da in den letzten 20 Sekunden geleistet haben“, freute sich Co-Trainer Khee Rhee nach seinem ersten Spiel in der ProB an der Seitenlinie. „Der Dank geht aber auch an die Betreuer und Trainer, vor allem an Florian Wedell und an Andreas Wagner, der uns beiden das Vertrauen geschenkt hat, für ihn zu übernehmen. Es war kein allzu schönes Spiel, aber die Mentalität hat das Spiel heute für uns entschieden. Solche Spiele musst du dann auch einfach mal gewinnen. Ich hoffe, dass wir den Schwung und diesen Charakter in die nächste Runde mitnehmen und mit gutem Selbstbewusstsein die kommenden Aufgaben angehen.“

FCBB II: Erol Ersek (24 Punkte, 5 Assists), Matej Rudan (13), Luis Wulff (9, 4 Assists, 6 Rebounds), Jonas Sauer (9), Lukas Zerner (5, 5 Rebounds), Michael Rataj (4), Mohamed Sillah (4), Maxwell Dongmo Temoka (4), Moritz Noeres (3), Christian Skladanowski (3), Jesse Ani und Marco Frank.