OPEN COURT

Präsident Herbert Hainer und Uli Hoeneß gemeinsam im Podcast

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Eine Premiere liefert die neue Ausgabe von „Open Court“, dem Podcast des FC Bayern Basketball: Erstmals überhaupt stehen Vereinspräsident Herbert Hainer und sein Vorgänger Uli Hoeneß gemeinsam in einem Talk ausführlich Rede und Antwort und geben dabei einen Einblick in das gereifte Projekt FCBB, das sich in seiner zehnten BBL-Saison befindet. Klubchef Hainer untermauert in der rund 50-minütigen Show mit Moderator Dré Voigt die Ambitionen des Vereins, langfristig auch die Sparte Basketball in die europäische Spitze führen zu wollen.

ZUR PODCAST-FOLGE

„Wir planen ein Performance-Center mit viel mehr Platz und viel mehr Möglichkeiten, die Teams trainieren zu lassen“, erläutert Hainer die konkrete Idee eines Leistungszentrums auf dem FC Bayern Campus. „Wir wollen dem Basketball mit dem Performance Center eine Heimat geben und im nächsten Schritt auch mehr scouten, wie wir es im Fußball vor 20 Jahren angefangen haben.“ Nächstes sportliches Ziel sei es, „dass wir in der EuroLeague in die Playoffs und dann auf Dauer in eine Spitzenstellung kommen, auch wenn das nicht von heute auf morgen gehen wird.“

Ehrenpräsident Uli Hoeneß ergänzt hierzu: „Ich glaube schon, dass der FC Bayern Basketball ein Zugpferd in Europa sein kann. (…) Es wäre ein Traum, wenn der FC Bayern auch im Bereich Basketball federführend wäre.“ Ein wichtiger Baustein sei der entstehende SAP Garden, künftig die zweite Spielstätte des FCBB neben dem Audi Dome. Hainer betont: „Wir haben klare Zielvorstellungen, wie wir den Verein weiterentwickeln, wobei wir ihn weiter nicht quersubventionieren. (…) Dieses Jahr würden wir sicher einen Überschuss machen, aber leider haben wir bisher keine Zuschauer.“

„Als Edmund Stoiber aufsprang und mehr oder weniger aufs Feld ... “

Auch Anekdoten geben Hainer und Hoeneß in der vierten Ausgabe von „Open Court“ zum Besten. Über den Meistertrainer von 2014, Svetislav Pesic, berichtet der damalige Klubchef Hoeneß: „Ich habe ab und zu nach einem Spiel in die Kabine geschaut und selbst wenn wir gewonnen haben, hat er da rumgebrüllt. Ich kann mir vorstellen, dass der Herr Trinchieri jetzt durchaus auch mal laut wird und genau das gefällt mir: Ich mag emotionale Menschen, die etwas bewegen. Denn Leistungssport ist eine Empathie-Sache.“ Hainers emotionales Highlight hat mit dem Verwaltungsbeirat des FCB zu tun: „Als Edmund Stoiber mal in der ersten Reihe aufgesprungen ist und mehr oder weniger aufs Feld lief, weil er sich über einen Dreier so freute – das war für mich ein Wow-Moment.“

Lob haben beide für das aktuelle Team um Trinchieri parat. Hainer: „Die Mannschaft im letzten Jahr war nicht leidenschaftlich genug, sie haben die Köpfe hängen lassen.“ Dies sei unter Trinchieri anders und die Leidenschaft des Italieners habe ihn schon beim ersten Kennenlernen im Sommer beeindruckt: „Drei, vier Stunden haben wir beim Abendessen zusammengesessen (…) und irgendwann wurden dann mit Bierfilzen die Aufstellung und die Rotationen besprochen. (…) Er kann schon direkt sein, da geht es ans Eingemachte.“

Nach dem Spiel ruft Hoeneß seinen Vorgänger Hainer an

Über die insgesamt sehr positive Entwicklung bisher tauschen sich Hainer und Hoeneß übrigens live aus: „Ich kriege nach einem guten Spiel um halb elf einen Anruf von Uli Hoeneß, ob mir bewusst wäre, was da genau passiert ist“, erzählt Hainer amüsiert, „und wenn wir in Istanbul spielen und gewinnen, teilen wir die Freude miteinander.“ Auf WhatsApp-Nachrichten verzichtet der Purist Hoeneß demnach weiterhin: „Ich bin ein alter Telefonierer: Ich spreche lieber mit den Leuten, als dass ich schreibe, obwohl ich das neuerdings auch könnte.“

Generell äußert sich Hoeneß hochzufrieden über den vor gut einem Jahr vollzogenen Übergang auf den Präsidenten Hainer: „Wir haben uns gesucht und gefunden und ich bin heute noch glücklich, dass ich damals auf die glorreiche Idee kam, ihn zu fragen, ob er mein Nachfolger werden wollte. Jetzt zeigt sich immer mehr, dass der FC Bayern damit in prima Händen ist.“ Er sei auch großer „Hoffnung, dass das dann auch mit Oliver Kahn klappt und dann wäre genau das erreicht, was ich immer wollte: den FC Bayern rechtzeitig in die Zukunft zu führen.“ Herbert Hainer ist derweil bezüglich Kahn überzeugt, in Zukunft auch den nächsten CEO der AG im Audi Dome begrüßen zu können: „In meiner Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzender werde ich dem Vorstand sagen, dass Basketball auch ein interessanter Sport ist“, versichert er mit einem Augenzwinkern.

 

OPEN COURT 

wird präsentiert und unterstützt vom FCBB-Hauptsponsor BayWa. Das neue Audio-Format der Bayern-Basketballer bietet regelmäßig – in der Regel alle 14 Tage, jeweils montags – hintergründige, authentische und unterhaltende Einblicke hinter die Kulissen des fünfmaligen deutschen Meisters, will sich aber auch mit gesellschaftsrelevanten Themen, der BBall-Kultur und dem allgemeinen Geschehen in der Szene befassen.

Der Podcast ist auf der vereinseigenen Website fc.bayern/opencourt sowie über alle bekannten Plattformen wie SpotifyApple PodcastGoogle Podcast, und Deezer abrufbar. In der fünften Folge werden Sportdirektor Daniele Baiesi und NBA-Profi Maxi Kleber zu Gast sein.

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