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Der FC Bayern Basketball zum Protest in der NBA und im US-Sport

Der FC Bayern Basketball verfolgt mit großem Interesse die aktuellen Entwicklungen rund um die NBA-Playoffs und den Boykott von bisher zwei Spieltagen aufgrund der Schüsse auf Jacob Blake im US-Bundesstaat Wisconsin. Am Freitag bezogen sowohl Vereinspräsident Herbert Hainer als auch US-Profi Malcolm Thomas sowie Nationalspieler Paul Zipser, beide einst in der NBA aktiv, klar Stellung.

„Ich bin beeindruckt von der Solidarität, die die NBA, ihre Spieler und nun auch viele andere Athletinnen und Athleten mit ihrem Protest gegen Rassismus und Diskriminierung dokumentieren“, sagte Klubchef Herbert Hainer. „Es zeigt sich wieder, welche Kraft der Sport entwickeln kann.“  

„Wenn sich an diesem System nichts ändert oder verbessert, müssen Menschen aufstehen.“

Paul Zipser, der 2016 von den Münchnern zu den Chicago Bulls wechselte und zwei NBA-Spielzeiten erlebte, sagte: „Das Problem ist sehr tiefgreifend, Jahre alt – und es wird nicht wirklich besser. Zuletzt kamen immer mehr Vorfälle auf und ich sprach dann auch mit Menschen darüber, die Rassismus selbst erlebten. Für mich ist klar: Es ist wichtig, dass dieses Thema nun präsent in den Medien ist und dass sich viele Menschen dafür einsetzen. Gerade die Sportler in der NBA haben eine sehr große Reichweite und diese nutzen sie im Moment, das ist perfekt. Wenn sich an diesem System nichts ändert oder verbessert, müssen Menschen, die daran glauben, aufstehen und etwas dagegen tun. Genau das passiert gerade. Ich bin ein großer Fan davon, dass viele Sportler und Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben sich zusammenschließen und zeigen, wofür sie stehen, was sie denken und fühlen.“

Malcolm Thomas, einer von sechs amerikanischen Profis im FCBB-Kader, lief 40 Mal in der NBA auf, er unterstützt ebenfalls die Aktion seiner früheren Kollegen. „Ich finde es gut, dass sich die Spieler der NBA solidarisch und als Einheit zeigen. Viele Menschen schauen ihre Spiele an, aber sie interessieren sich bisher nicht ernsthaft für die Probleme der Personen dahinter, die sie vielleicht aufgrund ihrer sogenannten Rasse haben. Es ist wichtig, dass die Spieler zeigen, dass ihnen mögliche negative Folgen egal sind. Wir wollen nur Gerechtigkeit, Frieden und Gleichberechtigung. Die NBA- und MBL-Spieler zeigen das im Moment – und wer könnte das besser tun als diese Spieler mit dieser großen Plattform? Es muss sich Einiges verändern, denn schwarze Menschen gehören allen Teilen der Gesellschaft an, fühlen sich aber wie Menschen zweiter Klasse. Das ist nicht richtig. Es wird zwar immer von den USA als ,Land of Freedom‘ gesprochen, aber die Realität sieht anders aus. Alles muss sich ändern in Amerika, wie brauchen einen Wechsel.“

„Weltoffenheit und Vielfältigkeit sind Werte der FCBB-Identität“

FCBB-Geschäftsführer Marko Pesic begrüßte das Engagement der Spieler: „Zu unserer FCBB-Identität gehören Werte wie Weltoffenheit und Vielfältigkeit. Und hier geht es nicht nur um Begriffe wie Rasse oder Hautfarbe – sondern darum, was richtig oder falsch ist. Ich bin froh, dass unsere Spieler offen ihre Meinung äußern, wenn sie und unsere Sportart sich für das Richtige einsetzen.“

In den USA hatten aufgrund der Polizeischüsse auf den schwarzen Familienvater Jacob Blake die AthletInnen von inzwischen vier Profiligen landesweit ein Zeichen gesetzt. Ausgangspunkt waren die Milwaukee Bucks um Superstar Giannis Antetokounmpo, die zum fünften Playoff-Achtelfinale gegen Orlando aus Protest nicht antraten. Am Mittwoch und Donnerstag gab es keine NBA-Spiele. Andere nordamerikanische Profiligen wie die Frauen-Basketball-Liga WNBA, die Baseball-Liga MLB und die Fußball-Liga MLS und zogen nach.

Die Bayern-Basketballer stehen seit Jahren mit mehreren NBA-Klubs im Austausch, vor einem Jahr hatten sie im Rahmen der „BayWa Basketball Tour“ auf Einladung am NBA G League-Turnier in Uruguays Hauptstadt Montevideo teilgenommen.

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