Warmup-Shirts

Die Bayern geben die Brust her für „Rot gegen Rassismus“

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Die Bayern-Basketballer bekennen Farbe, und das im Wortsinne: Die Münchner werden ab sofort mit dem Kampagnen-Slogan „Rot gegen Rassismus“ auf der Brust ihrer Warmup-Shirts einlaufen. Offizielle Premiere ist bereits beim Testspiel des FCBB an diesem Donnerstag (24.9., 19 Uhr/MagentaSport live) im Audi Dome gegen den BBL-Konkurrenten Bamberg.

Die Kampagne „Rot gegen Rassismus“ hatte der FC Bayern München im März als Zeichen gegen Ausgrenzung, Beleidigungen und Intoleranz gestartet. Sie wird seitdem flächendeckend im Gesamtverein weitergelebt; auch der FCBB-Nachwuchs trägt den Schriftzug auf den Ärmeln der Team-Shirts, in der Basketballhalle auf dem FC Bayern Campus wird ein entsprechendes Banner hängen.

Das EuroLeague- und Bundesliga-Team des fünfmaligen deutschen Basketballmeisters möchte nun mit der Platzierung des Slogans an sehr prominenter Stelle erneut ein klares Zeichen setzen. Bereits beim Final10-Turnier hatte man sich mit dieser Message im Audi Dome präsentiert.

Kapitän Nihad Djedovic: „Für Rassismus ist bei uns kein Patz. Niemals.“

Die Bayern im Juni beim Final10-Turnier 2020 im Audi Dome

Vereinspräsident Herbert Hainer sagt: „Das ist ein ganz tolles Zeichen unserer Basketballer und eine starke Verlängerung unserer Aktion im gesamten Verein gegen Hass, Hetze, Gewalt und jede Form der Diskriminierung. Der FC Bayern steht für Vielfalt, Toleranz und Multikulturalität, diese Haltung ist unverhandelbar.“

„Das Thema Rassismus bleibt leider ein sehr aktuelles Thema, deshalb wollen wir so kurz vor dem Saisonstart noch einmal unmissverständlich Stellung beziehen und unsere Haltung für alle sichtbar dokumentieren“, ergänzt FCBB-Geschäftsführer Marko Pesic. „Dafür geben wir nun bis auf Weiteres sprichwörtlich unsere Brust her, denn unser Team identifiziert sich stark mit der Aktion.“

Teamkapitän Nihad Djedovic bestätigt: „Ich bin in Bosnien geboren. Jetzt bin ich stolzer Münchner. In meiner Mannschaft sind Amerikaner, Deutsche, Slowenen, Italiener, Kroaten, Serben. Das sind alles meine Jungs. Für Rassismus ist da kein Platz. Niemals.“    

Aus der Mannschaft hatte zuletzt auch US-Neuzugang Wade Baldwin in mehreren Interviews besonders deutlich Position bezogen. Die Aktion seines Teams begrüßt der 24-jährige Spielmacher, er sagt: „In den vergangenen Tagen mag das Thema vielleicht wieder etwas aus den Schlagzeilen verschwunden sein. Aber es ist da, es existiert, jeden Tag, und das darf im Jahr 2020 einfach nicht mehr sein. Ich finde die Aktion unseres Klubs großartig.“

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