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Die Bayern vor 5.000 Fans in Oldenburg mit reduziertem Kader

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Es wurde durchaus ein wenig gefeiert am späten Freitagabend in der Audi Dome Lounge, der erneute Einzug der Bayern-Basketballer in die EuroLeague-Playoffs produzierte große Emotionen und Durst. Die Münchner wissen diesen nächsten Meilenstein gut einzuschätzen und auch die Umstände, unter denen er erreicht worden ist. „Das Beste kommt aber erst noch", hatte Trainer Andrea Trinchieri bei der Pressekonferenz zum 82:57-Erfolg gegen Roter Stern Belgrad zuversichtlich vermeldet. Der Weg dorthin ist allerdings beschwerlich, wie der Blick auf die Agenda am nächsten Morgen zeigte: Abflug nach Bremen am Vormittag und weiter nach Oldenburg zum BBL-Auswärtsspiel am selben Abend.

Es ist das erste Mal, dass die Bayern im Ligenbetrieb zwei Spiele an zwei Tagen bestreiten.

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Kraftraubende Premieren erfordern besondere Maßnahmen, weshalb Trinchieri und sein Stab bei der Kaderplanung für Oldenburg zu ungewöhnlichen Lösungen griffen, die aber nur logisch sind. Denn am Sonntag geht es ja schon nach Istanbul zu den beiden Nachholspielen in der EuroLeague bei Fenerbahce (Montag, 18.45 Uhr) und Titelverteidiger Efes (Mittwoch, 18.30 Uhr). Vom Bosporus folgt die Weiterreise zum letzten Hauptrundenspiel der Königsklasse bei Real Madrid (Freitag, 20.45 Uhr), fünftes Auswärtsspiel in acht Tagen ist dann die Partie am Sonntag (15 Uhr) in Gießen.

„Angesichts dieses beispiellosen Terminplans und der kurzen Rotation, mit der wir jetzt schon einige Zeit spielen mussten, sehen wir uns ganz neuen Herausforderungen des Load-Managements gegenüber.“

FCBB-Sportdirektor Daniele Baiesi über die Strapazen des eng getakteten Spielplans

Chance für FCBB-Talente

In Oldenburg wird der FCBB deshalb auf seine am Abend zuvor stark beanspruchten internationalen Profis verzichten, die zudem überwiegend von Corona-Erkrankungen zurückgekehrt sind. Nick Weiler-Bab und Corey Walden fehlen noch angeschlagen. Im Kader stehen dafür die jungen Talente Mohamed Sillah, 20, Aleksa Vucetic, 17, und Luis Wulff, 18, aus der zweiten Mannschaft (ProB). Chefcoach Andrea Trinchieri ist ebenfalls in München geblieben und reist am Sonntag mit dem Rest des Teams nach Istanbul. In Oldenburg übernehmen wieder seine Assistenten Slaven Rimac, Demond Greene und Djordje Adzic den Job.

„Angesichts dieses beispiellosen Terminplans und der kurzen Rotation, mit der wir jetzt schon einige Zeit spielen mussten, sehen wir uns ganz neuen Herausforderungen des Load-Managements gegenüber", erklärt Sportdirektor Daniele Baiesi. „Unsere digitalen Messungen der Belastungen legen einfach nahe, was aus unserer Sicht Sinn macht, um die Gesundheit unserer Spieler zu bewahren." Zuletzt hatte auch Geschäftsführer Marko Pesic betont: „Wir müssen unsere Spiele in den nächsten zehn Tagen schon sehr schützen. Danach ist die Saison ja nicht vorbei. Danach geht's erst richtig los." (FAZ 31.3.).

„Müssen unsere Spieler schützen"

Die EWE Baskets können ihre Halle erstmals wieder komplett auslasten und rechnen für Samstagabend mit mehr als 5.000 Zuschauern. Die Niedersachsen haben nach dem späten Trainerwechsel auf Ingo Freyer sechs der letzten zehn Spiele gewinnen können. Zwar stehen sie noch auf dem 16. Tabellenplatz, der Abstand zu den beiden Abstiegsrängen beträgt jedoch komfortable drei Siege. Vor seiner Premiere steht der nachverpflichtete Center Reggie Lynch. Herausragender Werfer der Gastgeber war zuletzt Guard Max Heidegger (18,5 PpS).

Die Bayern belegen momentan Platz zwei der Bundesliga-Tabelle mit 19:6 Siegen.

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