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Trauer um Ademola Okulaja

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Der deutsche Basketball trauert um den langjährigen Nationalspieler Ademola Okulaja, der am Dienstag nach Krankheit im Alter von nur 46 Jahren verstorben ist. Er absolvierte 172 Länderspiele und gewann mit dem DBB-Team um Dirk Nowitzki die Bronzemedaille bei der WM 2002. Der FC Bayern Basketball drückt seiner Familie und den engsten Begleitern sein tiefstes Mitgefühl aus. Stellvertretend äußern sich hier drei frühere Mitspieler des „Warriors".

Marko Pesic, Geschäftsführer des FCBB; 97 Spiele im DBB-Trikot und nicht nur beim Bronze-Erfolg 2002 in Indianapolis Teamkollege Okulajas:

„Ademola war zusammen mit Dirk Nowitzki der Anführer unserer sogenannten ,silbernen Generation', die ja von Anfang der 2000er Jahre bis zum EM-Silber 2005 sehr erfolgreich war. Er war ein starker Charakter und als Spieler hat er den Basketball im Grunde revolutioniert, indem er die Positionen drei und vier gleichzeitig ausfüllen konnte. Er war ein nie aufsteckender Kämpfer, dem keine Hürde zu hoch war und der sich auf all seinen Stationen durchgebissen und seine Ziele erreicht hat.

Sein viel zu früher Tod ist einfach nur falsch und tragisch; unser Mitgefühl gilt seiner Familie und den Menschen, die eng mit ihm verbunden sind. Der deutsche Basketball darf und wird Ademola nie vergessen, da bin ich mir sicher."

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Marko Pesic (Nr. 7) holte mit Okulaja (Nr. 5) 2002 die WM-Bronzemedaille (c) Getty
Steffen Hamann, 131 Länderspiele, später einer der Nachfolger Okulajas im DBB-Team als Kapitän; U16-Trainer beim FC Bayern Basketball:

„Es macht mich tieftraurig, einen alten Wegefährten im Nationalteam und auch aus Bamberger Zeiten zu verlieren. Ademola war ein toller Spieler hat mir auch als Mensch in meiner Anfangszeit bei der Nationalmannschaft sehr geholfen, die nächsten Schritte zu gehen. Viel Kraft wünsche ich allen, die ihm nahestehen."

Demond Greene, 114 Länderspiele (ab 2021), Assistenztrainer von FCBB-Headcoach Andrea Trinchieri:

„Ich hatte vor vielen Jahren die Möglichkeit, bei meinem ersten DBB-Lehrgang in Braunschweig mit Ademola das Zimmer zu teilen. Da konnte ich als sehr junger Spieler erleben, was für ein extrem lustiger Typ er war. Er hatte ja auch den Spitznamen ,Comic-Erzähler', weil er seine unglaublich lustigen Storys immer mit Händen Füßen und Geräuschen erzählte.

Auf dem Spielfeld hat man ihn zurecht den Warrior genannt, das passt zu ihm: kämpfen ohne Ende, mit unendlich Energie und Ehrgeiz. Von ihm habe ich früh gelernt, was es braucht, in so einen Kader zu kommen. Es ist ein Jammer."

Foto: Imago


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