Eine Tokio 2021-Kolumne mit Andi Obst

Ananas-Maki (II): Vierter Stock, Zimmer 401

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Die Olympischen Sommerspiele 2021 in Tokio haben begonnen, die DBB-Basketballer sind dabei und mit ihnen Andi Obst. Bevor der neue Bayern-Guard Mitte August wieder zum Dienst in der Basketball-Spielstätte der Sommerspiele von 1972 einrückt, in den Münchner Audi Dome, genießt der 24-Jährige in Luftlinie 9.369,55 Kilometern Entfernung das große Abenteuer Olympia.

Seine Eindrücke lest Ihr hier.

„Seit einer Woche wohnen wir jetzt im deutschen Tokio Hotel. 4. Stock, Zimmer 401. Lagerkoller? Nee, dafür haben wir bisher zu viel Spaß.

Klar, die Auftaktniederlage hat weh getan und Mittwoch gegen Nigeria (3 Uhr MEZ) ist das schon fast wie ein Endspiel für uns. Aber wir wissen auch, dass es nur an uns liegt.

Lustig ist es trotzdem, das haben wohl auch die anderen im vierten Stock mitbekommen: Tennis wohnt hier noch, auch ein bisschen Gewichtheben. Die kennen uns schon.

Wir haben zwei Sechser-Appartements, jeweils drei Doppelzimmer. 401: Benzing und Obst. Mit Robin teile ich mir schon seit ein paar Jahren bei der Natio das Zimmer. Das hat den großen Vorteil, dass ich nah dran bin an der Quelle des Unsinns. Sie schließt allerdings zeitiger, als man vielleicht meint. Wie es sich gehört, wenn man noch etwas anderes zu tun hat: Gegen 11, 12 Uhr geht das Licht aus.

Im Tageslicht besehen ist Nummer 401, würde ich fast sagen, ebenfalls ganz vorn dabei: in der Unordnung-Wertung. Aber zum Glück gibt es diesen feinen Wäsche-Service, unten in der Tiefgarage. Da muss man zwar manchmal etwas länger in der Schlange warten. Aber am nächsten Tag ist die Wäsche schon wieder gewaschen und gebügelt wieder da.

Ganz ehrlich: Dieser Service, der wär auch  ‘was für Zuhause.“

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