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Maša Schmidt | Head of Marketing SAP Deutschland

In unserer Rubrik „BC-Talk“ verraten erfolgreiche Unternehmer*innen, Kreative und bekannte Persönlichkeiten ihre Tipps zum Thema Netzwerken, Karriere und Arbeitsleben. In unserem ersten Business Circle-Talk der Saison 2021/22 gibt uns Maša Schmidt – Head of Marketing bei SAP Deutschland - persönliche Einblicke in das Thema Marketing in agilen Zeiten.

 

Was haben der FC Bayern und SAP gemeinsam?

„Auf den ersten Blick sehr viel: sowohl der FC Bayern als auch SAP sind starke Marken mit einer langen Historie und seit Jahrzehnten erfolgreich. Aber auch auf den zweiten Blick ergeben sich viele Gemeinsamkeiten: sowohl der FC Bayern als auch SAP sind innovationsfreudig, heimatverbunden, aber gleichzeitig auch international verankert. Zwei Marken, die sich immer wieder neu erfinden müssen. Und beide Marken haben einen starken Purpose, bei dem es um weit mehr als das Kerngeschäft Sport und Software geht. Darüber hinaus verbindet uns eine langjährige Partnerschaft. Wir sind stolz darauf, dass wir mit unter anderem SAP SuccessFactors den FC Bayern Basketball befähigen den Fokus auf das wertvollste Gut zu legen: die Menschen.“

 

Welche Auswirkungen hatte die Pandemie auf die Art und Weise wie Marketing bei SAP umgesetzt wird?

„Unsere wichtigste Aufgabe, nämlich Geschäftswachstum zu treiben, hat sich nicht verändert. Was sich aber verändert hat, ist wie wir dies umsetzen. Eine der wichtigsten Eigenschaften im Basketball - nämlich Schnelligkeit - ist auch im Marketing unabdingbar geworden. Wenn man vor der Pandemie im B2B Umfeld mit einer langfristigen Jahresplanung gut gefahren ist, so ist heute daran nicht mehr zu denken. Wie ein Basketballspieler innerhalb von Sekunden die Situation einschätzen und darauf reagieren muss, genauso müssen auch wir im Marketing uns an eine immer rasantere Umgebung anpassen. Dementsprechend haben wir unsere Planungszyklen deutlich verkürzt. Auch die Formate, mit denen wir mit unseren Kundinnen und Kunden interagieren, haben sich verändert. Und damit ist auch eine große Herausforderung entstanden: Wie schaffen wir es, die momentan rein virtuellen und bald hybriden Formate mit Emotionen aufzuladen? Also das Vertrauen, den Spaß und die Zufriedenheit, die früher in einer direkten Interaktion wie einem physischen Kundenmeeting oder eben im Basketballkontext zu bleiben, bei einem Spiel entstanden sind, durch den Bildschirm zu übertragen, und damit mehr und vor allem langfristige Fans zu gewinnen. Bei der diesjährigen SAP NOW ist es uns gut gelungen. Aber nicht, indem wir ein physisches Event zu einem virtuellen gemacht haben, sondern indem wir von Beginn an die Customer Experience in den Vordergrund gestellt haben und das Format wie eine Live TV-Show gedacht und aufgebaut haben.“

 

Welche Rolle spielt hier Technologie?

„Eine unabdingbare. Als Kundin oder Fan bewertet man die Erfahrung mit einem Unternehmen aus dem Bauch heraus. Das heißt aber nicht, dass man als Unternehmen aus dem Bauch heraus eine gute Erfahrung schafft - ganz im Gegenteil.  Man braucht die richtigen Daten und dir konkrete Ableitungen aus ihnen. Wenn Kundinnen einen erstmaligen Kontakt mit SAP haben, brauchen und erwarten sie eine komplett andere Ansprache und Interaktionsformate, als wenn sie schon seit Jahren eine enge Geschäftsbeziehung mit SAP haben. Um dies richtig umzusetzen, stehen uns glücklicherweise verschiedene SAP-Lösungen zur Verfügung (wie zum Beispiel die SAP-Marketing Cloud oder die SAP Analytics Cloud), mit denen wir aus einem Datenpool mithilfe von Künstlicher Intelligenz in Echt-Zeit wichtige Insights erhalten und dementsprechend die richtigen Entscheidungen treffen können.“

 

Braucht eine Transformation eine andere Führung?

„Unsere immer komplexer werdende Welt mit immer mehr Daten und neuen Technologien braucht auch eine neue Art der Führung. Und diese unterscheidet sich gar nicht so sehr von einem Coach oder Trainer, der am Spielfeldrand steht. Der Fokus liegt vor allem auf dem Befähigen der einzelnen Teams Vertrauen in sich selbst zu haben und dabei die Verantwortung für ihre Bereiche zu übernehmen. Wenn man es als Führungskraft schafft, das beste Umfeld für die Menschen zu schaffen, werden dabei auch die besten Ergebnisse entstehen, da die Motivation und das Mindset der Menschen ein ganz anderes sein wird. Ganz konkret heißt es: Menschen Vertrauen schenken, klare Ziele vereinbaren, ihnen aber den Freiraum geben, diese in einer eigenen Entfaltung, zu erreichen. Auf diesem Weg regelmäßig zu kommunizieren und mehr durch Fragen als Antworten zu führen – und das abgerundet mit Empathie und Neugier.“

 

Welchen Fokus hat Teamgeist für Sie?

„Selbst der beste Spieler oder die beste Spielerin kann nur im Team gewinnen. Also muss ich als Führungskraft ein Fundament schaffen, das auf Vertrauen aufbaut, Zusammenarbeit honoriert und Offenheit fördert. Gerade in Zeiten mit tiefgreifenden Veränderungen, wie wir sie im Marketing bei SAP gerade umsetzen, ist es wichtig, offen miteinander umzugehen. Das bedeutet auch, sich kritisches Feedback geben zu können, den Status Quo immer wieder zu hinterfragen und so gemeinsam den Wandel zu gestalten. Das heißt nicht, dass man die Dinge hört, die man hören will. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass man an den wahren Kern herankommt, deutlich höher. Und das hilft auch dabei, nicht um den heißen Brei herumzureden, sondern die Dinge, die angepackt werden müssen, als Team auch umzusetzen. Deshalb bin ich stolz darauf Teil von SAP zu sein. Denn in unseren Grundwerten steht „Tell it like it is“ und das spiegelt sich in einem ehrlichen und respektvollen Umgang miteinander wider.“

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