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Flug nach Kasan & St. Petersburg für erste Siege in EuroLeague

Ein kurzes Dinner nach dem Braunschweig-Spiel in der Audi Dome Lounge, eine letzte Nacht im eigenen Bett und ein leichteres Training am nächsten Morgen – keine 20 Stunden nach dem gelungenen BBL-Einsatz gegen niedersächsische Löwen (96:80) sind die Bayern-Basketballer am Montagmittag nach Russland abgereist. Im Plan steht der erste Doppelspieltag in der EuroLeague – es sind die ersten beiden von drei aufeinanderfolgenden Auswärtspartien für die Münchner in der Königsklasse: Am Dienstag (12.10., 18 Uhr) tritt man bei Unics Kasan in Tartastan an, das sich als EuroCup-Finalist das Startrecht in der Beletage verdiente. Am Donnerstag (19 Uhr) geht es 1.500 Kilometer westlich in Sankt Petersburg bei Zenit weiter, das mit zwei Siegen gestartet ist.

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Sowohl Kasan als auch Zenit mussten am Wochenende nicht in der osteuropäischen VTB-League antreten und können sich ausgeruht auf die Münchner vorbereiten. Beide Duelle sind – wie alle Spiele der Bayern – live auf MagentaSport zu sehen. Am Sonntag (17.10., 15 Uhr) kommt dann noch Gießen zum dritten Spiel binnen sechs Tagen in den Audi Dome.

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Drei Spiele in sechs Tagen

„Es ist die erste Double-Week und das Erste, was wir tun müssen, ist, ein Spiel nach dem anderen anzugehen“, sagt Cheftrainer Andrea Trinchieri. „In Kasan treffen wir auf ein Team, das mit sehr viel Talent geladen ist. Wir werden in Defense und Offense einen harten Abend haben. Wir müssen ihr Talent limitieren und diesmal eine sehr konstante Vorstellung zeigen.“

Zunächst erwartet der EuroCup-Gewinner von 2011 und dreimalige russische Pokalsieger die Bayern. Es ist das Duell zweier Teams, die nach zwei Spieltagen noch ohne Sieg sind. Während die Bayern trotz ihrer Personalengpässe auch gegen Braunschweig „einen Fortschritt gemacht“ haben (Trinchieri), sieht sich Kazan im dritten Heimspiel hintereinander womöglich etwas mehr unter Druck. Sowohl das russische Derby gegen Sankt Petersburg (69:70) als auch zuletzt gegen AS Monaco (80:88) wurde verloren. Dabei gilt Kasan als ambitioniert, auf der eigenen Homepage wurde Trainer Velimir Perasovic jedenfalls vor dem Start so zitiert: „Natürlich wollen wir mehr als nur die Playoffs erreichen – wir wollen ins Final Four.“

Der Transfer des früheren NBA-Profis Mario Hezonja (Orlando, New York, Portand) belegt diese Ansprüche, der Kroate schlug im Sommer die Offerte von Panathinaikos zur Vertragsverlängerung aus für das fürstliche Angebot aus der Republik Tartastan. Er ist nach zwei Spielen Topscorers des Unisportklubs mit einem Schnitt von 15,5 Punkten. Spielmacher Lorenzo Brown (10 PpS, 5 ApS) kam von Fenerbahce, Rebound-Spezialist Tonye Jekiri (5,5 PpS, 5 RpS) von Baskonia. Zweistellig scoren bisher auch US-Guard Isaiah Canann (14 PpS), der ebenfalls sechs Jahre in der NBA hinter sich hat, sowie Landsmann John Brown (12 PpS) auf der Flügelposition.

Unics mit den früheren NBA-Profis Hezonja und Mayo 

Zudem hat Zenit kurzfristig einen weiteren ehemaligen NBA-Profi verpflichtet: O.J. Mayo hatte in Übersee nicht weniger als 547 Einsätze bei einem stolzen Schnitt von 13,8 Punkten. Der 33-jährige Guard wechselte nach einem Engagement in China und könnte am Dienstag sein Debüt geben.

Die Umstände in Russland bezüglich der Corona-Pandemie haben sich bekanntermaßen weiter verschärft, so dass Kasan in seiner „Basket Hall“ (7.500 Plätze) diesmal angeblich nur 500 Fans zulassen kann. Ähnliche Restriktionen (wohl rund 1.000 Fans) stehen für Sankt Petersburg in Rede.

ZUM SPIELPLAN

„Unics hat auf dem Papier unheimlich viel Qualität“, sagt Guard Darrun Hilliard, der die letzten zwei Jahre für ZSKA Moskau spielte. „Und ich kenne auch Coach Perasovic aus unserer gemeinsamen Zeit in Baskonia, ein guter Trainer. Gegen sie müssen wir auf jeden Fall mit maximaler Energie aus der Kabine kommen.“   

 

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