

Das reizvollste aller möglichen Duelle wird über die Deutsche Meisterschaft 2026 entscheiden: Alba Berlin fordert die Bayern-Basketballer ab Freitagabend in den Playoff-Finals heraus, der Hauptstadtklub setzte sich im entscheidenden fünften Spiel am Dienstag klar gegen Bamberg durch (97:66). Die 86. Ausgabe des deutschen Klassikers beginnt am Freitag um 20.30 Uhr im SAP Garden, wo es gleich am Sonntag (15.30 Uhr) mit Nummer 87 und dem zweiten Endspiel weitergeht.
Siebte Endspiel-Serie der alten Rivalen
Also dann, noch mehr Zahlen, bitte: Die Bayern – seit ihrer BBL-Rückkehr 2011/2012 immer in den Playoffs vertreten – treffen zum zehnten Mal in einer K.o.-Runde auf Berlin und zum siebten Mal in einem Finale; das letzte Mal 2024 (3:1). Seit 2018 ist es bereits die sechste Endspiel-Paarung der beiden Klubs.
Die All-In-Bilanz bisher: 52 Siege für den FCBB, 32 Mal gewann Berlin; einmal ging es remis aus (EuroCup-Hinspiel). Die Bilanzen nach Wettbewerben aus Münchner Sicht: BBL 37:28, EuroLeague 10:1, EuroCup ein Sieg und ein Unentschieden sowie im Pokal 4:4.

Somit endet die große Trainerlaufbahn von Svetislav Pesic sinnigerweise gegen das Team, bei dem sie nach seiner Anfangszeit in Sarajevo richtig Fahrt aufnahm: Ab 1993, nach dem EM-Triumph in München mit dem DBB-Team, trainierte der heute 76-Jährige bis 2000 die Berliner und gewann mit ihnen neben dem Korac-Cup vier Meisterschaften und zweimal den Pokal. Sein Nachfolger Emir Mutapcic holte übrigens drei Titel und zweimal den Pokal, heute ist er wieder Pesics Assistent bei den Bayern.
„Meine Erinnerungen an Alba sind phänomenal“
Pesic verzichtet jedoch auf wehmütige Betrachtungen, ihm geht es nur um den Erfolg der Gruppe. „Ich habe mich ja schon darauf eingestellt. Für mich ist wichtig, seriös und konzentriert zu sein, damit ich meine Rolle am besten ausfülle. Und meine Rolle ist, den Spielern den richtigen Weg zu zeigen und ihnen während des Spiels zu helfen, zu gewinnen. Natürlich ist ein Spiel gegen Alba immer etwas Besonderes, aber jedes Finale ist etwas Besonderes. Meine Zeit bei Alba will ich nicht vergessen, das ist unmöglich. Meine Erinnerungen sind phänomenal, ohne diese Zeit in Berlin wäre ich ärmer. Aber jetzt bin ich seit mehr als zehn Jahren in München, hier habe ich mein zweites Zuhause gefunden.“
Deswegen zurück zum Sport, das werde schwer genug: „Alba hat sich das Finale verdient, sie haben auch die reguläre Saison als Zweiter beendet“, betont Pesic. „Beide Mannschaften dominieren in den letzten zehn Jahren, mal gewinnt der eine, mal der andere. Ich glaube, trotz des Respekts, den wir für Alba und den Klub haben, bleibt der erste Fokus, an unser eigenes Spiel zu denken.“
DIE PLAYOFF-FINALS 2026 vs ALBA BERLIN (Best-Of-Five):
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Spiel 1: Freitag, 12. Juni, 20.30 Uhr (SAP Garden)
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Spiel 2: Sonntag, 14. Juni, 15.30 Uhr (SAP Garden)
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Spiel 3: Mittwoch, 17. Juni, 20.30 Uhr (Berlin)
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opt. Spiel 4: Freitag, 19. Juni, 20.30 Uhr (Berlin)
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opt. Spiel 5: Sonntag, 21. Juni, 16.30 Uhr (SAP Garden)