
„A NEW CHAPTER“, mit diesem Arbeitstitel haben sich die Bayern-Basketballer in die neue Saison aufgemacht; mit neuen Gesichtern, neuer sportlicher Führung und auch mit einer neuen Herangehensweise bei diversen Themen. Dass mit der Ausrufung eines neuen Kapitels der nunmehr 80-jährigen Historie des Bayern-Basketballs nicht gleich alles anders wird oder gar perfekt funktioniert, das haben Anton Gavel, Johannes Thiemann & Co. zumindest in der Startphase der EuroLeague bereits erlebt.
Wie sie diesen gemischten Einstieg des Bundesliga-Tabellenführers einschätzen, was das für den weiteren Weg bedeutet und vor welchen Herausforderungen die Bayern jetzt und in den nächsten Jahren stehen – das bringen Adrian Sarmiento, der kaufmännische Geschäftsführer, und sein neuer Kollege aus dem Sport, Thorsten Leibenath, im frischen FCBB-Podast „OPEN COURT“ näher.
OPEN COURT bei Spotify OPEN COURT bei Apple Podcasts OPEN COURT bei Deezer OPEN COURT bei YouTube Music
Lösungswege gegen den Talente-Exodus?
Im ersten gemeinsamen Interview mit Host André Voigt berichtet das Geschäftsführer-Duo des einzigen deutschen EuroLeague-Klubs von seinem Speed-Dating im vergangenen Frühsommer und wie sich Leibenath, 51, beim ersten informellen Meeting mit Bayern-Präsident Herbert Hainer einführte: „ . . . ,Herr Hainer, im Fußball bin ich allerdings leidenschaftlicher Bayer Leverkusen-Fan‘ – auch das hat er akzeptiert . . .“
Sarmiento, 39, erzählt weiter von der offenen Aufarbeitung einer Titel-losen Saison („ … viele schlaflose Nächte, aber der Verein bringt die Größe mit, das auszuhalten und zu helfen … , auch wenn es hart und teilweise sehr unangenehm ist“). Leibenath definiert das Anforderungsprofil neuer Spieler und sein Vertrauen in den neuen Coach und Ausbilder Gavel („ … du kommst sicher nicht wegen des Gehaltsschecks hierhin, der nicht auch schlecht ist, aber du kommst in eine Struktur, in der der Trainer ein herausragender Entwickler ist … “).
Auch mögliche Wege zu einem nachhaltigeren, faireren EuroLeague-Wettbewerb werden diskutiert, wobei sich der Sportchef auch für Lösungen einsetzen will, den Exodus deutscher Talente ans US-College für die hiesigen Vereine erträglicher zu gestalten; etwa über ein vertraglich verankertes Erstzugriffs-Recht nach der Unizeit und Ausbildungsentschädigungen („es könnte eine sinnvolle Lösung sein, wenn die Fiba dabei hilft . . .“).
Zu den ersten Härtetests für die junge A new chapter-Struktur in diesen Tagen entgegnet Leibenath: „Ich finde unseren Start trotz allem sehr positiv und halte es für absolut realistisch, dass von den Ergebnissen noch mehr kommt.“ Kollege Sarmiento blickt ebenfalls zuversichtlich nach vorn: Es gebe „großes Interesse auch aus der Finanzwirtschaft, in Basketball zu investieren“ und die Bayern sehe er in fünf Jahren „in Europa so weit, dass wir um die besten vier Plätze mitspielen“.
Den FCBB-Podcast „OPEN COURT“ und das kürzere „FCBB UPDATE“ gibt es (im 14-tägigen Wechsel) auch diese Saison auf der Website der Bayern-Basketballer und überall sonst, wo Podcasts laufen, sowie auf dem YouTube-Kanal der Bayern.
Themen dieses Artikels