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77:58 - Die Bayern mit einem Statement im Topspiel

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Die Bayern-Basketballer haben vor ihrerAbreise nach Barcelona ein großes Ausrufezeichen gesetzt: Die Mannschaft von Cheftrainer Andrea Trinchierigewann dasTopspiel bei den zuletzt formstarken Riesen Ludwigsburg 77:58 (30:36) und behauptet somit Platz zwei. In einem intensivem Duell mit Playoff-Physis glänzte die Münchner Verteidigung nach der Pause und ließ nur noch 22 Punkte zu.

Bei den Gästen pausierten Topscorer Deshaun Thomas, Othello Hunter und der noch angeschlagene Corey Walden (Rücken). Ihr besten Werfer waren Ognjen Jaramaz (14), Darrun Hilliard (12) und Nihad Djedovic (10). Mit dem Sieg hat sich der FCBB nun auch rechnerisch sicher für die Playoffs der Basketball-Bundesliga qualifiziert.

MHP Riesen Ludwigsburg – FC Bayern Basketball 58:77 (36:30)

FCBB:

Ognjen Jaramaz (14 Punkte), Darrun Hilliard (12), Nihad Djedovic (10), Nick Weiler-Babb (9), Leon Radosevic (7), Jason George (7), Zan Mark Sisko (5), Andreas Obst (4), Gavin Schilling (4), Augustine Rubit (3), Vladimir Lucic (2) und Paul Zipser.

Topscorer Ludwigsburg:

Jonah Radebaugh (18 Punkte)

Schiedsrichter

Clemens Fritz, Nesa Kovacevic, Steve Bittner

Zuschauer

2.756

Die Punkteverteilung nach Vierteln (Sicht des FCBB):18:13, 12:23, 21:11, 26:11 Zahlen & Fakten - Zweier-Quote: 48% (FCBB) // 50% (Ludwigsburg); Dreier-Quote: 52% // 16%; Freiwurf-Quote: 100% // 50%; Rebounds: 38//31; Assists: 16//8; Ballverluste: 17//11.

Die Stimmen:

Andrea Trinchieri: „Ich möchte zunächst Ludwigsburg viel Glück für das nächste Spiel in Rumänien wünschen. Für den deutschen Basketball ist es sehr wichtig, Erfolg in Europa zu haben. (...) Wir verlieren den Ball normalerweise nicht häufig, aber in Ludwigsburg ist das Spiel immer etwas anders. Wir hatten zwölf Turnover in der ersten Halbzeit, aber haben es dann geschafft, nur fünf in der zweiten Hälfte zu haben. Das ist der Grund, weshalb wir mit einem Sieg heimfahren. Wir haben gut Defense gespielt, die Minuten verteilt und jetzt eine große Woche vor uns. Deswegen mussten wir als Team spielen, als eine Einheit, um hier heute auf all die Dinge antworten zu können. Denn Ludwigsburg ist ein sehr gutes Team und stresst dein System sehr effektiv. Deshalb gehen wir jetzt mit großem Selbstvertrauen zurück nach München." Gavin Schilling: „Wir haben die Energie heute von Beginn an gematcht. Wir konnten sie konstant halten, wodurch wir wieder zurück ins Spiel gekommen sind und am Ende gewonnen haben. Es ist bei uns kein Platz für Fehler, bei jedem Ballbesitz muss man hundert Prozent geben. Das versuchen ich und die Mannschaft immer wieder. Heute hat es geklappt und wir konnten mit einem Sieg das Spielfeld verlassen.

Jetzt müssen wir gegen Barcelona alles geben. Sie sind auf Platz eins und die beste Mannschaft Europas. Wir wollen das Spiel am Dienstag mit einer guten Mannschaftsleistung anfangen und dann hoffentlich so weitermachen." 

John Patrick, Coach MHP Riesen: „Ich möchte den Bayern gratulieren, das war ein verdienter Sieg. Wir haben von der dritten bis zur 20. Minute relativ gut verteidigt und den Ball bewegt. Bayern hat in der zweiten Halbzeit sehr gut verteidigt und ihre offenen Dreier aus den System getroffen. Sie waren heute besser und ich möchte Bayern ebenfalls viel Glück wünschen für ihre Serie gegen Barcelona. Bei ihnen war so viel los mit nicht nur einmal Covid und Verletzungen, da ist es nicht selbstverständlich, in die Playoffs der EuroLeague zu kommen."

Das Spiel:

Nick Weiler-Babb, Darrun Hilliard, Jason George, Vladimir Lucic und Leon Radosevic standen in der Starting Five und erwischten den deutlich besseren Start. Ausgehend von einer kompakten Verteidigung setzten die Bayern Radosevic in Szene, der sowohl von außen als auch unter dem Korb sicher verwandelte (2:10/ 5. Minute). Der gewohnt aggressiven Spielweise von Ludwigsburg begegneten die Gäste mit viel Einsatz. Gerade durch die Dominanz unter den Brettern erspielten sich die Münchner einen Fünf-Punkte-Vorsprung im ersten Viertel (13:18).

In einem defensiv geprägten Spiel wollte auch in den zweiten zehn Minuten kein rechter Rhythmus aufkommen. Mit diesem Umstand wussten die Hausherren umzugehen. Sie setzten mit Einzelaktionen von ihren Spielmachern Jonah Radebaugh und Jordan Hulls zu einem 7:0-Lauf an (20:18/13.). Über die Freiwurflinie kämpfte sich das Team von Trainer Trinchieri wieder in der Partie. Zudem zeigte Jason George ein Statement mit einem spektakulären Block gegen Center Jonas Wohlfarth-Bottermann. Doch insgesamt blieb das zweite Viertel im Stile der Gastgeber, die zwölf Ballverluste provozierten und folgerichtig zur Halbzeit führten (36:30).

Die Bayern ziehen defensiv nochmals an und gewinnen die Kontrolle zurück.

In der zweiten Hälfte brachte ein bis dahin blasser Zan Mark Sisko Struktur in die Offensive. Der Bayern-Guard punktete zweimal selbst und fand Djedovic mustergültig für einen leichten Korbleger (41:39/24.). Hilliard streute zwei Dreier in Serie ein und brachte den Tabellenzweiten wieder in Führung. Aber die Riesen bleiben unangenehm und störten die aufkommende Spielfreude. Mit hoher Intensität und viel Stückwerk behielten die Bayern leicht die Oberhand (47:51).

Im Schlussviertel blieb die Defensive der Schlüssel zum Erfolg. Mehr als drei Minuten und eine Auszeit von Headcoach John Patrick benötigten die Ludwigsburger bis zu ihren ersten Zählern (49:55/33.). Die Schwächephase der Riesen nutzte speziell Weiler-Babb gnadenlos. Zwei Dreier des wieder genesenen Eckpfeilers im Trinchieri-System stellten die Weichen fünf Minuten vor dem Ende auf Sieg (65:52). Während die Gäste hochkonzentriert blieben, ging Ludwigsburg zunehmend die Kraft aus. Spätestens nach zwei offenen Dreiern von Jaramaz war das Spiel, dessen zweite Hälfte mit 22:47 an die Münchner ging, entschieden (58:77).

ZUM SPIELPLAN

(c) Stickel


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