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Die Bayern können Monaco beim 71:94 nicht stoppen

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Die Basketballer des FC Bayern haben ihren vierten EuroLeague-Erfolg verpasst, beim amtierenden EuroCup-Champion AS Monaco unterlagen die Münchner 71:94 (43:55). Während die heimstarken Monegassen auf 5:4 erhöhten, lautet die FCBB-Bilanz nun 3:6. Beste Werfer waren Vladimir Lucic (15), Othello Hunter (14), Deshaun Thomas und Augustine Rubit (je 10).

Vor 3.800 Fansim engen Salle Gaston Médecin lagen die Gäste - weiter ohne Radosevic, Sisko und Zipser - schnell 4:13 zurück: Monaco verteidigte aggressiv, ließ keine Dreier zu und traf fast perfekt (23:12/8.). Rubit kassierte, ebenso Weiler-Babb, vor der Pause sein drittes Foul - Hunter sogar Nummer vier (17.). Doch 55 AS-Punkte (80 % Zweier) und acht Dreier (53 %) waren eindeutig zu viel.

Nach dem Wechsel verhinderten fortwährende Foulpfiffe, aber auch Ballverluste (insgesamt 20) eine echte Aufholjagd. Das 60:76 (32.) als bis dahin höchste Führung verteidigten die athletischen Gastgeber konsequent im letzten Viertel (11:22).

Die Bayern reisen Samstagvormittag direkt zum Cupduell nach Chemnitz: Am Sonntag (18 Uhr/MagentaSport) wartet dort auf den Titelverteidiger in den Niners ein formstarker BBL-Konkurrent vor heimischem Publikum zum Do-or-die -Spiel um den Top Four-Einzug. In der EuroLeague folgt, weiter im Zweitage-Rhythmus, die nächste Double Weekmitden attraktiven Heimspielen im Audi Dome gegen Fenerbahce Istanbul (Dienstag) und Panathinaikos Athen (Donnerstag, jeweils 20.30 Uhr).

ZUM TICKET SHOP

AS Monaco Basket - FC Bayern Basketball 94:71 (55:43)

Topscorer Monaco:

Mike James (18 Punkte)

FCBB:

Vladimir Lucic (15 Punkte), Othello Hunter (14), Augustine Rubit (10), Deshaun Thomas (10/ 5 Rebounds), Corey Walden (7), Nick Weiler-Babb (6), Darrun Hilliard (5/ 5), Gavin Schilling (2), Ognjen Jaramaz (2), Nihad Djedovic, Andreas Obst und Jason George.

Schiedsrichter

Matej Boltauzer, Jordi Aliaga, Ioannis Foufis

Zuschauer

3.813

Die Punkteverteilung nach Vierteln (Sicht des FCBB):20:27, 23:28, 17:17, 11:22 Zahlen & Fakten - Zweier-Quote: 61% (FCBB) // 69% (Monaco); Dreier-Quote: 25% // 39%; Freiwurf-Quote: 67% // 77%; Rebounds: 30//27; Assists: 14//17; Ballverluste: 20//9

Die Stimmen:

Andrea Trinchieri: „Gratulation an Monaco, an Coach Mitrovic und sein Team. Sie haben den Sieg verdient, sie waren auf beiden Seiten des Feldes besser, Offense und Defense. Wir haben eine schwache Leistung gezeigt, waren in der ersten Halbzeit schrecklich in der Verteidigung. Irgendwie haben wir vorn trotzdem den Ball bewegt und in der zweiten Hälfte versucht, besser in der Defense zu sein. Doch wir haben den Ball einfach zu häufig verloren. Monaco war insgesamt besser. Sie haben besser gespielt und wir haben zu wenig gekämpft, um das Spiel zu gewinnen. Das war ein sehr schlechtes Spiel von uns. Wir müssen jetzt analysieren, was wir verbessern müssen, damit so etwas nicht noch einmal vorkommt." Nick Weiler-Babb: „Das war nicht sehr gut von uns. Unsere beste Phase hatten wir im dritten Viertel, als wir mal hart Druck gemacht haben und auf sieben oder neun rankamen. Aber den Rest des Spiels haben wir weder gut verteidigt noch Offense gespielt. Das wichtige Pokalspiel am Sonntag ist jetzt eine gute Möglichkeit für uns, ganz schnell zurückschlagen zu können. Wir müssen uns darauf vorbereiten."

Das Spiel:

Nick Weiler-Babb, Darrun Hilliard, Vladimir Lucic, Augustine Rubit und Gavin Schilling starteten im ersten Duell gegen Monaco und sahen sich mit einem gut aufgelegten Leo Westermann konfrontiert. Zusammen mit Will Thomas überrumpelte der Guard die Münchner und forcierte eine frühe Auszeit von Trinchieri (4:13 aus Sicht des FCBB/ 4. Minute). Danach waren die Gäste im Fürstentum angekommen - flinke Hände von Weiler-Babb brachten leichte Punkte und Othello Hunter ließ es einhändig krachen. Trotz zehn Punkten von Rubit ging das erste Viertel jedoch dank des Blitzstartes an die Monegassen (20:27).

Auch im zweiten Abschnitt war der Bayern-Coach früh gefragt, nachdem der bis dahin so umtriebige Rubit unglücklich sein drittes Foul hinnehmen musste (21:34/13.). Wieder kam die Antwort postwendend nach der Auszeit in Form von Lucic, der den Ball geschickt verteilte und auch noch im Fallen versenkte. Bitter für die Gäste - auch Hunter musste nach 16 Minuten mit vier Fouls auf die Bank. Das Team von Zvezdan Mitrovic nutzte das und erspielte sich einen zweistelligen Vorsprung, den speziell Lucic mit viel Einsatz noch in Grenzen hielt (43:55).

Viele Unterbrechungen erschweren Münchner Aufholjagd

„Verteidigen oder sterben" war die Ansage von Trinchieri zur Pause an seine Mannschaft, die es den Hausherren nun deutlich schwerer machte. Drei schnelle Ballverluste verhinderten jedoch den Lohn für die harte Arbeit (47:59/24.). Das Spiel war geprägt von zahlreichen Unterbrechungen, kein Team konnte seinen Rhythmus finden. Größtenteils von der Freiwurflinie bewahrten die Gastgeber dadurch ihren Vorteil nach einem komplett ausgeglichenen dritten Viertel (60:72).

Im Schlussabschnitt taten sich die Bayern schwer, eine Aufholjagd zu starten. Erst nach knapp vier Minuten brachte Hunter wieder Zähler auf das Scoreboard. Center Donta Hall nutzte die wenigen Lücken in der Münchner Defensive und schraubte den Vorsprung mit einem spektakulären Dunk in die Höhe (82:64/35.). Die Energie der Gäste war nun aufgebraucht, während Mike James plötzlich noch einmal aufdrehte. Ein lang umkämpftes Spiel endete damit fast ein wenig zu deutlich mit 71:94.

ZUM SPIELPLAN

(c) Canavacciuolo & Stickel


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