

Der erste Dämpfer kam nicht unerwartet, die Deutlichkeit schon: Die Bayern-Basketballer haben am Dienstagabend beim türkischen Meister Fenerbahçe 76:100 (31:50) verloren, der Titelkandidat aus Istanbul war mit seinen Wurfquoten in der ersten Hälfte (9/16 Dreier) früh nicht zu bremsen und nutzte den Münchner Respekt konsequent zu einem fast perfekten Auftritt.
Der FCBB kämpfte vor 8.100 Fans dennoch bis zum Ende, wie Topscorer Washington mit 20 Punkten. Am Freitag gibt es am dritten EuroLeague-Spieltag einen neuen Anlauf für das Team von Anton Gavel mit der Heimpremiere im SAP Garden gegen Partizan Belgrad (20 Uhr). Am Sonntag (15 Uhr) gastiert im BMW Park der derzeitige BBL-Tabellenführer Oldenburg.
Fenerbahce Istanbul - FC Bayern Basketball 100:76 (50:31)
Am Freitag kommt Partizan
Der Gastgeber implementierte sofort seinen physischen Stil und warf sicher, 10:22 nach dem schon fünften Dreier (7.). Mit Selbstverständlichkeit lief die Offense des Favoriten weiter, noch vor dem ersten Viertelende rief Gavel zur zweiten Auszeit - 13:31. Ein Da Silva-Dunk beendete diese unschönen zehn Minuten mit 6/8 Fener-Dreiern. Ein Startsignal?
Nicht wirklich, Istanbul gestattete keine offenen Würfe und lief unbeirrt seine Plays (18:39/14.). Erst vor der Pause wurde der Istanbul-Express etwas eingebremst, doch auch die Rebounds (13:24) spiegelten die Kräfteverhältnisse wider.
Washington wirft sich warm
Positiv: Jokubaitis stabilisierte seinen Output erneut (12). Auch Gavel blieb in der Halbzeit ruhig an der Seite seines Teams. Das mühte sich sehr wohl, defensive Stopps waren aber eine schwer lösbare Aufgabe gegen eine selbstbewusste Maschine (43:70/28.).
Positiv II: Washington scorte in seinem erst zweiten Einsatz in Serie (67:82/35.). Das massive Momentum aus der Startphase indes ließ sich an diesem Abend nicht mehr ändern. Fener traf 15 Dreier (50 %), Glückwunsch.

Die Stimmen:
Anton Gavel, Headcoach FC Bayern Basketball: „Gratulation an Sarunas und sein Team. Wir haben ihre Physis nicht gematcht, sie kamen in die Zone und haben offene Würfe kreiert und dazu sehr gut getroffen. Wir waren nicht in der Lage, sie zu stoppen; sie haben auch die Bretter dominiert. Im Angriff wiederum haben sie uns zu schweren Würfen gezwungen, wir konnten nie unseren Rhythmus finden. Wir haben dann ein solides letztes Viertel gespielt, aber das Spiel war längst entschieden. Doch wir sollten etwas aus den letzten zehn Minuten ziehen und damit reingehen ins nächste Spiel.“
Rokas Jokubaitis: „Die Vorbereitung auf jeden Spieler von ihnen war nicht da, wir haben das nicht als große Challenge angenommen. Wir haben ihnen von Anfang an zu viel gegeben, wir hatten zu viel Respekt. Es war das zweite Spiel und jeder in der EuroLeague muss sehr ernstgenommen werden. Du musst kämpfen, doch was wir in der ersten Halbzeit gesehen haben von uns, war kein Basketball. Sie konnten alles mit uns anstellen. In der zweiten Halbzeit war es besser und wir kamen etwas zurück. Doch 100 Punkte zu bekommen, ist eine schwierige Performance. Nun haben wir am Freitag Partizan zuhause – wir müssen es vor unseren Fans besser machen.“
DIE NÄCHSTEN SPIELE DES FCBB:
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FR., 2. Oktober, 20 Uhr: 3. EL-Spieltag, FCBB – Partizan Belgrad (SAP Garden, Magenta Sport)
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SO., 4. Oktober, 15 Uhr: 3. BBL-Spieltag, FCBB – EWE Baskets Oldenburg (BMW Park)
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DO., 8. Oktober, 20 Uhr: 4. EL-Spieltag, FCBB – Virtus Bologna (SAP Garden)
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SA., 10. Oktober, 16 Uhr: 4. BBL-Spieltag, Niners Chemnitz – FCBB
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MI., 14. Oktober, 19:30 Uhr, 5. EL-Spieltag, Efes Istanbul – FCBB
