

Europa funktioniert noch nicht richtig: Nach dem Auftaktsieg bei Hapoel ist den Bayern-Basketballern auch am vierten EuroLeague-Spieltag nicht der zweite Erfolg gelungen, 87:94 (43:52) hieß es am Donnerstag gegen Virtus Bologna. Vor 10.400 Fans im SAP Garden kamen die Münchner bis auf eine Phase nach der Pause offensiv nie ins Rollen und erreichten in der Defense zu selten die nötige Intensität gegen den Mann
Nach einer Nacht im eigenen Bett müssen die Bayern am Freitag schon wieder los, Samstagnachmittag (16 Uhr/Dyn) wollen sie am vierten BBL-Spieltag in Chemnitz ihren vierten Sieg holen das erste von vier Auswärtsspielen hintereinander. Die Partie wird frei vom ARD-Fernsehen übertragen, im MDR.
FC Bayern Basketball – Virtus Bologna 87:94 (43:52)
Dem guten Start folgt ein 2:18
Gegen Bologna rotierte Coach Anton Gavel erneut, diesmal setzten Baldwin, Jensen und Norris aus. Nach einem 7:2-Start stagnierte früh die Ballbewegung, ebenso zögerlich wurde verteidigt - 9:20, eine 2:18-Grube (7.). Mit diesem Selbstbewusstsein warf Bologna auch seine Dreier, 6/9 im ersten Viertel (21:35).
Ab dem zweiten hängten sich die Bayern rein, da Silva und Beauchamp scorten, 33:38 (16.). Vergebene Layups dokumentierten aber die Suche nach Sicherheit und Automatismen, Virtus blieb komfortabel vorn.
Topscorer da Silva mit 18 Punkten
Die zweite Hälfte brachte endlich die ersten Obst-Punkte - sein zweiter Dreier zum 52:55 zündete die Halle an (23.). Ein wilder Pfiff, nicht der einzige, und Ballverluste dimmten aber schnell die Euphorie einer Aufholjagd. Die Bayern kämpften nun mehr mit sich selbst als mit dem Gegner: Ein 0:9 zum 52:64 (25.). Der Gast agierte über seine Guards clever, während die fehlerhaften Bayern trotz reichlich Chancen nie das Momentum fanden.

Die Stimmen:
Anton Gavel, Chefcoach FC Bayern Basketball: „Glückwunsch an Alex Mumbrú zum Sieg. Ich denke, wir haben das Spiel im ersten Viertel verloren. Wenn du da in der EuroLeague 14 hinten bist, wird es schwer. Und immer, als wir die Chance hatten zurückzukommen und wir auf drei, fünf dran waren, hatten wir eine schwache offensive execution. Wir haben es mit Heroball versucht und den Ball nicht gut verteilt. Wir haben einfach die Sachen, die wir uns vorgenommen haben, nicht durchgezogen. Wir sind entweder ausgestiegen oder waren undiszipliniert, das kostet uns das Spiel. Wir vergessen teilweise die Plays oder versuchen es mit der Brechstange. Das wird gegen athletische Mannschaften wie Bologna nicht möglich sein. Da geht es darum, den Ball zu bewegen, statt auf der Stelle zu dribbeln und es im Eins-gegen-eins zu versuchen. (…)
Im ersten Viertel hatten wir nur zwei Stopps, wir sahen auch am Ende nicht gut aus im Eins-gegen-eins. (…) Wir müssen jetzt irgendwo die Siege finden, die nicht eingeplant sind. (…) Wir haben uns sicher nicht vorgestellt, jetzt schon wieder am Samstag um vier Uhr (in Chemnitz) zu spielen. Aber wir müssen die Trainingstage, egal wann, besser nutzen. In den letzten zwei Tagen haben wir nicht gut im Training ausgesehen. Das hat sich heute ein bisschen im Spiel gezeigt.“
Oscar da Silva: „Sie haben wichtige Würfe getroffen, immer wenn es knapp war. Wir haben Bälle verloren, offensiv uns den Schneid abkaufen lassen. Da hat Bologna hintenraus die besseren Nerven behalten.“
DIE NÄCHSTEN SPIELE DES FCBB:
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SA., 10. Oktober, 16 Uhr: 4. easycredit BBL-Spieltag, Niners Chemnitz – FCBB (Dyn)
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MI., 14. Oktober, 19.30 Uhr: 5. EL-Spieltag, Efes Istanbul – FCBB
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FR., 16. Oktober, 19 Uhr: 6. EL-Spieltag, Besiktas Istanbul – FCBB
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SO., 18. Oktober, 18 Uhr: Pokal-Achtelfinale, Veolia Towers Hamberg – FCBB
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DO., 22. Oktober, 20 Uhr: 7. EL-Spieltag, FCBB – Dubai Basketball (SAP Garden)
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SO., 25. Oktober, 16.30 Uhr: 5. easycredit BBL-Spieltag, FCBB – Veolia Towers Hamburg (BMW Park)
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