

Das war enger als notwendig: Mit einem hart erkämpften 87:83 (45:50)-Erfolg in Chemnitz haben die Bayern-Basketballer die Tabellenführung behauptet und bleiben in der Liga auch nach vier Einsätzen unbesiegt. Notwendig war dafür eine Steigerung der Verteidigung im dritten Viertel (22:12) und ein letzter Abschnitt ohne Ballverlust. Topscorer Obst (16), da Silva (13), Washington (12) und Norris (10/8 Rebounds) scorten zweistellig für das Team von Anton Gavel.
Auf die Bayern wartet nach dem Wochenende ein kniffliges Programm – mit zwei EuroLeague-Auswärtsspielen in Istanbul bei Efes und Besiktas sowie dem Pokal-Achtelfinale am Sonntag in Hamburg.
Wichtige Rebounds in der Crunchtime
In Chemnitz verzichtete Gavel auf Jokubaitis, Lucic und Thiemann. Drei Ballverluste in den ersten Minuten zeigten aber, dass auch der Rest erst 42 Stunden vorher in der EuroLeague im Einsatz gewesen war. Chemnitz nutzte das, 13:21 (9.). Ein Steal von Baldwin beendete das Viertel versöhnlich, 21:25.
Es war der Start für einen ersten Run, Baldwin legte Norris die erste Führung auf, 28:26 (12.). Für die Übernahme stand die Defense aber einfach noch nicht gut, vorn wurde das individuelle Spiel bisweilen zu sehr bevorzugt und der Dreier ließ auf sich warten (2/11). Pausenrückstand.
Niners Chemnitz – FC Bayern Basketball 83:87 (50:45)
14 Obst-Punkte nach der Pause
2 Minuten 41 nach Wiederbeginn nahm Chemnitz Timeout - der Gast war aggressiver mit einem 9:0 gestartet, 54:50. Der Ball lief nun durch mehr Hände und fixer, auch wenn im dritten Viertel wieder sechs Turnover hinzukamen.
Offensive Rebounds von Voigtmann sicherten zum Einstieg ins letzte Viertel zunächst den Vorsprung ab (71:62/32.), knapp drei Minuten vor dem Ende warfen sich die Niners aber per Dreier auf 76:78 heran. Crunchtime.
Wieder waren es offensive Rebounds, von Norris und dann von da Silva zum 84:80, die in der Schlussminute die Wende verhinderten. Norris erhöhte an der Linie zehn Sekunden vor Ende nervenstark auf 86:80, Chemnitz verkürzte per Dreier - ehe der letzte Freiwurf von Wiley (10 Rebounds) den vierten Sieg absicherte.

Die Stimmen:
Anton Gavel, Headcoach FC Bayern Basketball: „Glückswunsch an unsere Spieler zu diesem hart erarbeiteten Sieg. Es ist nie leicht, in Chemnitz zu gewinnen, das war heute auch der Fall. Ich glaube, wir haben erst im dritten angefangen zu verteidigen, da hat das Spiel für uns die Wende genommen und wir haben nur zwölf Punkte zugelassen. Offensiv hatten wir leider nur 14 Assists, wir haben den Ball oft nicht gut bewegt; deswegen waren auch die Wurfquoten, vor allem beim Dreier, nicht gut. Wir haben den Ball einfach zu lange gehalten, da müssen wir besser werden. Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass jedes Spiel auswärts für uns schwierig sein wird. Das haben wir heute erst in der zweiten Halbzeit verstanden.“
Justinian Jessup: „Es war ein sehr schweres Spiel, aber das hatten wir erwartet. Wir sind nicht sonderlich gut ins Spiel gekommen, aber am Ende ist es egal. Der Sieg zählt. Der Coach hat in der zweiten Halbzeit mehr Aggressivität in der Defense und eine bessere Kommunikation gefordert. Die kommende Woche wird sicherlich sehr tough. Wir spielen zweimal auswärts in der EuroLeague und dann in Hamburg den Pokal. Aber wir sind Profis, wir müssen damit klar kommen. Jetzt werden wir den Offday morgen zur Regeneration nutzen und uns dann, vor allem mental, auf die Woche vorbereiten.“
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MI., 14. Oktober, 19.30 Uhr: 5. EL-Spieltag, Efes Istanbul – FCBB (Magenta Sport)
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