Gordon Herbert, Andi Obst und Niels Giffey vom FCBB
djedovic_baycsk_181116_web_header_1920x1080p
FCBB_2024
zska_logo_500x500p
FCBB_2024
zska_logo_500x500p

Kämpferische Bayern unterliegen ZSKA Moskau

Die Basketballer des FC Bayern München haben gegen den Topfavoriten auf den Titel in der EuroLeague, ZSKA Moskau, 79:93 (40:56) verloren. Im Audi Dome mussten die Bayern den Gästen vor lautstarken 5.519 Zuschauern bereits im ersten Viertel die Führung überlassen und kämpften trotz einer gewonnenen zweiten Halbzeit (29:27) und viel Leidenschaft vergeblich darum, das Blatt noch einmal zu wenden. Im Gegensatz zu den letzten Spielen war die Trefferquote der Münchner insgesamt nicht gut genug - lediglich drei von 17 Dreiern fanden ins Ziel, neun Freiwürfe wurden vergeben. ZSKA bleibt damit unbesiegt und das Maß der Dinge, der FCBB steht bei 3:4 Siegen. Nihad Djedovic und Derrick Williams waren mit jeweils 14 Punkten die erfolgreichsten Werfer des Deutschen Meisters.

Am kommenden Sonntag, 18.11., treten die Bayern um 18 Uhr in Leipzig gegen den MBC an, bevor am Dienstag, 20.11., um 20.30 Uhr der nächste große Name der europäischen Königsklasse in den Audi Dome kommt: Olympiakos Piräus.

Die Punkteverteilung nach Vierteln: 23:30, 17:26, 25:21, 14:16.

Für den FC Bayern Basketball spielten: Nihad Djedovic (14 Punkte), Derrick Williams (14/9 Rebounds), Vladimir Lucic (12), Petteri Koponen (10), Stefan Jovic (9), Danilo Barthel (7)/11 Rebounds), Devin Booker (6), Maodo Lo (4), Nemanja Dangubic (3), Leon Radosevic, Braydon Hobbs (dnp) und Alex King (dnp).

Die Stimmen zum Spiel:

Dejan Radonjic, Cheftrainer des FCBB: „Gratulation an ZSKA. Wir haben in der ersten Halbzeit zu soft gespielt, mit der Verteidigung in dieser Hälfte bin ich nicht zufrieden. Sie haben uns jedes Mal bestraft und natürlich sehr hochprozentig getroffen. Sie sind ein exzellentes Team und haben wirklich sehr gut gespielt, sie sind in einer bestechenden Form. Aber man muss schon besser von Anfang an vorbereitet sein. Es war schön, dass uns die Fans zu gut unterstützt haben, auch als wir hinten lagen.“

Dimitris Itoudis, Coach ZSKA Moskau: „Wir haben verdient gewonnen, ich denke, darin stimmt jeder überein. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt. Dass Bayern nach der Pause stärker aufkommen würde, hatten wir erwartet, aber auch in der zweiten Halbzeit haben wir sehr solide gespielt. Die Fans in dieser legendären Halle war großartig, es war eine tolle Stimmung.“

1. Viertel

Gegen den noch ungeschlagenen Favoriten aus der Hauptstadt Russlands begann FCBB-Coach Dejan Radonjic mit Stefan Jovic, Vladimir Lucic, Nihad Djedovic, Danilo Barthel und Devin Booker. Die Bayern legten vielversprechend los, indem Nihad Djedovic den ersten Wurf des Abends, einen Drei-Punkte-Wurf, verwandelte (3:0/1. Spielminute). Die Münchner hielten nicht nur gut mit, sie agierten absolut auf Augenhöhe und lagen anfangs vorne (9:5/2. - 11:7/3.). Sergio Rodriguez, der Denker und Lenker in Reihen der Gäste, ergriff allerdings zusehends die Initiative und sorgte für die Führung des TOP FOUR-Abonnenten ZSKA - Auszeit München (16:19/6.). Die Roten gerieten aus ihrem Rhythmus, die Russen dagegen trafen jeden Wurf und zwangen FCBB-Coach Dejan Radonjic mit einem 9:0-Lauf zur nächsten Auszeit (16:26/7.). Der Coach brachte die frische zweite Fünf, die den Rückstand bis zum Ende des Viertels immerhin ein wenig verkürzte - 23:30.

2. Viertel

Die Bayern kämpften, aber Moskau spielte bemerkenswert variabel und effektiv - dem 11:2-Lauf der Gäste hatten die Münchner zu wenig entgegenzusetzen, eine weitere Auszeit sollte helfen (25:41/14.). Danilo Barthel und Derrick Williams übernahmen Verantwortung und waren auf dem Weg zum Korb nur durch Fouls zu stoppen - drei der vier Freiwürfe fanden den Weg in den Korb (28:41/15.). ZSKA verteidigte auf internationalem Top-Niveau, dies verunsicherte die Hausherren spürbar und äußerte sich in Ballverlusten. Die Russen beeindruckten auch die Fans im Audi Dome mit einer sensationellen Trefferquote von der Dreierlinie: Sergio Rodriguez versenkte den neunten von 13 Würfen der Gäste von jenseits der 6,75m-Linie (34:49/17.). Die Münchner mussten sich ihre Wurfversuche gegen eine beinharte Verteidigung äußerst hart erarbeiten und verwandelten lediglich einen von zehn Drei-Punkte-Würfen in der ersten Halbzeit - die Russen spielten dagegen gnadenlos konsequent (36:54/19.). Nach 20 Minuten lag der Deutsche Meister 40:56 zurück.

3. Viertel

Derrick Williams wurde im ersten Angriff der Bayern in Halbzeit zwei gesucht und gefunden, er wühlte sich zum Korb durch und traf zum 42:56 (21.). Die Münchner packten jetzt hinten entschlossener zu und erspielten sich über gelungene Verteidigungsaktionen mehr Selbstsicherheit. Ein Drei-Punkt-Spiel von Derrick Williams brachte die Roten auf zehn Zähler heran (49:59/22.). Urplötzlich schien auch die Verunsicherung aus der Distanz wie weggeblasen, Vladimir Lucic und Nihad Djedovic versenkten die Dreier zum 56:64 (24.). Auch wenn Sergio Rodriguez mit seinem vierten Dreier wieder reichlich cool antwortete, die Bayern waren wieder im Spiel (56:67/24.). Ärgerlich war die ausbaufähige Trefferquote der Bayern von der Freiwurflinie (57:69/26.). Moskau legte an beiden Enden des Spielfeldes wieder zu, da kam ein beidhändiger Slamdunk von Derrick Williams gerade recht (63:77/29.). Maodo Lo stürmte zum Korb und traf zum 65:77 nach dem dritten Viertel.

4. Viertel

Devin Booker wurde von Petteri Koponen fein zum Dunking bedient, dies war nach dem Geschmack der Fans genau der richtige Auftakt für die entscheidende Phase des Spiels (67:77/31.). Die Münchner hatten die Chancen, näher an den mit Stars gespickten Favoriten heranzukommen, agierten aber ein ums andere Mal zu zaghaft und unglücklich - Moskau hielt die Roten geschickt und humorlos auf Distanz (71:83/34.) und spielte die Angriffe konsequent und geduldig aus, um Zeit von der Uhr zu nehmen. Die Bayern konnten versuchen, was sie wollten, sie kamen nicht wirklich heran (72:83/35. - 76:87/37.). Die Gäste waren nicht übermächtig, doch die Münchner spielten an diesem Abend mit zu wenig Fortune und zogen sich gegen den Favoriten am Ende immerhin achtbar aus der Affäre.

 

Impressionen vom Spiel (Foto-Credit: Rauchensteiner & Stickel)

Diesen Artikel teilen