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„Werden im nächsten Jahr wieder angreifen“

So ziehen die FCB-Frauen Halbjahresbilanz

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Mit einem 3:2-Auswärtssieg gegen Rekordmeister FFC Frankfurt haben die FC Bayern Frauen das Jahr 2019 beendet. Nach einem großen Umbruch im Sommer ziehen die Münchner Spielerinnen und Trainer eine positive Bilanz.

Mit 31 Punkten aus 13 Spielen liegt man in der Bundesliga nur einen Zähler unter dem Vorjahreswert. In der UEFA Women's Champions League überwintert man mit einem großen Highlight am Horizont: dem Viertelfinale gegen Titelverteidiger, Seriensieger und der wahrscheinlich besten Frauenfußball-Mannschaft der Welt, Olympique Lyon. Lediglich im Pokal ist man ausgeschieden, wobei die im K.o.-Spiel gegen Wolfsburg gezeigte starke Leistung ein kleiner Trost sein kann. Der Blick auf des letzte Pflichtspiel des Jahres und die Halbjahresbilanz in Zitaten. 

Gemeinsamer Dank an die mitgereisten Fans nach dem letzten Spiel des Jahres in Frankfurt.

Jens Scheuer: „Sind zu einem richtigen Team zusammengewachsen“

Zum Frankfurtspiel: „Kompliment an meine Mannschaft. Was sie heute gezeigt hat, war eindrucksvoll für mich. Wir hatten gute und viele Chancen, das Spiel schon früher für uns zu entscheiden. Dass wir aber bis zum Schluss daran geglaubt haben, dass wir uns den Sieg noch holen, zeugt von starker Mentalität.“

Halbjahresbilanz: „Mit dem Sieg gegen Frankfurt ist das Bild sehr abgerundet und wir können ein sehr positives Fazit ziehen. Dem Spiel gegen Leverkusen trauern wir sicher hinterher. Dass wir in der Champions League überwintern ist sehr erfreulich und wir haben hier das große Ziel, im Frühjahr dem Topfavoriten Lyon Paroli zu bieten. Insgesamt hat die Mannschaft das in den vergangenen Monaten super gemacht und wir sind zu einem richtigen Team zusammengewachsen.“

Kapitänin Melanie Leupolz (r.) drückte dem Spiel gegen Frankfurt mit einer Vorlage und dem Siegtreffer ihren Stempel auf. 

Melanie Leupolz: „Müssen ab Januar wieder hart arbeiten“

Zum Frankfurtspiel: „Das letzte Spiel des Jahres war nochmal sehr schwer. Für die 1. Frauen-Bundesliga war der Rasen zu schlecht, das darf eigentlich nicht sein. Wir reden immer davon, dass man Werbung für den Frauenfußball machen will und muss. Und dann kommt im Free-TV ein Spiel, bei dem man auf so einem Acker nur lange Bälle spielen und hinterherrennen konnte. So haben wir ja auch gleich das Gegentor bekommen. Aber wir haben Charakter bewiesen und uns zurückgekämpft. Umso stärker ist es, dass wir uns nach dem zweiten Gegentor doch noch den Sieg geholt haben.“

Halbjahresbilanz: „Am Ende können wir mit dem vergangenen Halbjahr zufrieden sein. Vor allem, aufgrund der vielen Umbrüche bei Trainern und Mannschaft. Die Spiele gegen Hoffenheim und Leverkusen muss man nicht verlieren. Aber unterm Strich können wir zufrieden in die Winterpause gehen, müssen ab Januar wieder hart arbeiten und werden im nächsten Jahr wieder angreifen.“

Bayerns Nummer 1 im Tor: Nationaltorhüterin Laura Benkarth.

Laura Benkarth: „Man muss auch mal dreckig gewinnen“

Zum Frankfurtspiel: „Das gestrige Spiel war einfach nur ein Gekicke, mehr war auf dem schlechten Platz nicht möglich. Großartig kombinieren war da nicht drin. Wir haben uns vorgenommen, mit langen Bällen zu agieren, daher war es wohl leider nicht schön anzusehen. Aber wir freuen uns, dass wir den Last-Minute-Sieg holen konnten. Man muss auch mal dreckig gewinnen – das gilt für gestern im wahrsten Sinne des Wortes.“

Halbjahresbilanz: „Im ersten Halbjahr haben wir uns das ein oder andere anders vorgestellt. Wir wären natürlich gerne näher an Wolfsburg dran. Aber man muss sehen und darf nicht unterschätzen, dass wir eine recht neue Mannschaft und einen neuen Trainerstab haben. Manches muss sich einfach erst finden und dafür haben wir – mit Abstrichen – eine ganz gute Hinrunde gespielt. Wir sind als Team zusammengewachsen und wollen darauf im neuen Jahr aufbauen.“

Das letzte Spiel im Jahr 2019 hat sichtlich Spuren auf dem weißen Trikot von Abwehrchefin und Co-Kapitänin Wenninger (l.) hinterlassen. 

Carina Wenninger: „Kampf und Mentalität“

Zum Frankfurtspiel: „Es war das erwartet schwere Spiel auf schwierigen Platzverhältnissen. Heute ging es um Kampf und Mentalität – das haben wir auf den Platz gebracht.“

Halbjahresbilanz: „Ich denke, dass wir nach einem großen Umbruch im Sommer von Spiel zu Spiel mehr zusammengewachsen sind und uns als Mannschaft gefunden haben. Es war wichtig, dass wir den Anschluss an die Tabellenspitze haben und dass wir in der Champions League überwintern.“

Hat ihren Vertrag beim FC Bayern vorzeitig bis 2022 verlängert: Lina Mgaull.

Lina Magull: „Schon sehr gespannt auf die restliche Rückrunde“

Halbjahresbilanz: „Unsere Bilanz ist mit zuletzt sechs Siegen und einem Unentschieden durchaus positiv. So wollen wir 2020 weitermachen. Die zwei bisherigen Niederlagen gegen Hoffenheim und Leverkusen sollten und werden wir aber auch nicht vergessen. Hoffenheim war einfach nur ärgerlich, weil wir einen Sieg verdient gehabt hätten. Gegen Leverkusen haben wir gemerkt, dass 90 Prozent nicht reichen, dass wir in absolut jedem Spiel unsere Leistung voll abrufen müssen. Wir können zufrieden sein. Wenn auch nicht sehr zufrieden, denn sonst würden wir noch weiter oben stehen. Ich bin schon sehr gespannt auf die restliche Rückrunde. Jetzt sind wir aber erst einmal froh, dass Winterpause ist und dass wir bei unseren Familien oder im Urlaub neue Kräfte sammeln können.“

Mit einem Sieg und einem guten Gefühl in die Winterpause: Sydney Lohmann (l.) und Dominika Škorvánková.

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