Lewandowski und eine Stichelei von Goretzka zur rechten Zeit

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Eine der besonderen Fähigkeiten, die einen Weltklasse-Spieler wie Robert Lewandowski auszeichnet, ist es, sich auch nach den größten Erfolgen immer wieder aufs Neue zu motivieren -- manchmal reicht aber auch schon die Stichelei eines Mitspielers, um den polnischen Ausnahme-Angreifer zu Höchstleistungen zu animieren.

Kaum an einer Hand abzuzählen: Lewandowskis Torausbeute im Heimspiel gegen Hertha BSC Anfang Oktober 2020.

Vor dem Hinrunden-Duell 2020/21 gegen Hertha BSC fiel diese Rolle Leon Goretzka zu. „Ich habe ihm vor dem Spiel gesagt, dass er so langsam anfangen muss zu zünden, wenn man sich ansieht, was die anderen Jungs so machen. Da hat er sich glaube ich angesprochen gefühlt", erklärte der deutsche Nationalspieler damals nach Abpfiff mit einem Lächeln. Lewandowski -- in der Vorsaison Torschützenkönig in drei verschiedenen Wettbewerben -- hatte zu dem Zeitpunkt zwar schon seine Torgefahr unter Beweis gestellt, lag mit *nur*einem Treffer in den ersten beiden Partien jedoch noch hinter den führenden Bundesliga-Angreifern zurück.

Zum Viererpack angestachelt

Doch dank des verbalen Stupsers von Goretzka explodierte der spätere Weltfußballer am 3. Spieltag und spielte auf seine eigene Weise gegen den Hauptstadtklub Vier gewinnt . Lewandowski erzielte alle Bayern-Treffer beim 4:3-Erfolg gegen die Herthaner und hatte bei dem teils offenen Schlagabtausch in der Allianz Arena mit seinem verwandelten Elfmeter in der Nachspielzeit das letzte Wort. Ganz nebenbei katapultierte sich der damals 32-Jährige auch in der Torschützenliste nach oben und ließ damit erahnen, wo die Reise in dieser Spielzeit hingehen könnte. Am Ende stellte der Pole mit 41 Treffern einen Rekord für die Ewigkeit in der Bundesliga auf.

Dem Druck standgehalten: Mit einem Elfmetertor in der Nachspielzeit (90.+3 Minute) sorgte Lewandowski für den Siegtreffer gegen Hertha BSC.

Vor der erneuten Begegnung mit den Berlinern am kommenden Samstagabend (18:30 Uhr) -- wieder am 3. Spieltag -- ist Lewandowski jetzt erneut in Topform: Er traf zuletzt in zwölf Bundesliga-Partien in Folge und könnte schon bald die nächste Bestmarke knacken: Nur der Legende Gerd Müller gelang in der Bundesliga-Historie eine noch längere Trefferserie (16 Spiele in Folge 1969/70). Und bei einem solch großen Ziel vor Augen braucht der Pole dieses Mal wohl sicher keine Extra-Motivation mehr von den Kollegen.

Ausgeruht gegen die Hertha! Im DFB-Pokal bekam Lewandowski unter der Woche eine Pause, wurde in Bremen aber stark von Eric Maxim Choupo-Moting vertreten: