Die „Hand Neuers“ sichert die Meisterschaft in Bremen

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Die „Hand Gottes" ist im Weltfußball wohlbekannt und auf ewig mit der legendären Szene des unvergleichlichen Diego Maradona im WM-Viertelfinale 1986 zwischen Argentinien und England verknüpft. In München spricht man aber eher von der „Hand Neuers" . Jene Hand, die dem FC Bayern in der Vorsaison den frühzeitigen Meistertitel sicherte. Es war eine bemerkenswerte Parade, mit der Manuel Neuer am 32. Spieltag der Vorsaison den Ball gerade noch aus der Ecke kratze und so den 1:0-Sieg gegen Werder Bremen in der 90. Minute festhielt -- gleichbedeutend mit der 8. Meisterschaft in Folge.

Rückblick: Es läuft die letzte Minute im Bremer Weserstadion und die Heimmannschaft bringt den Ball ein letztes Mal in den Strafraum der Bayern. Als Yuya Osako die Kugel mit dem Kopf Richtung zweitem Pfosten verlängert, sehen einige den Ball schon im Netz. Doch Neuer macht sich lang und länger und fischt die Kugel noch raus. Die Bayern reißen die Arme hoch und feiern ihren Kapitän. Der Titel war verteidigt.

Wiederholung am Samstag?

Kaum Zeit zu reagieren, aber Manuel Neuer fährt den Fuß aus und bringt Josh Sargent zur Verzweiflung.

Während Maradonas „Hand Gottes" nur ein einmaliges Schauspiel war, bringt Neuer seine Pranke immer wieder zum Einsatz -- vor allem in Spielen gegen Bremen. Im Hinrundenduell der laufenden Saison wehrte der Nationaltorhüter in der 16. Minute den Versuch von Josh Sargent aus rund fünf Metern mit einem bärenstarken Fuß-Reflex ab. Beim anschließenden Nachschuss von Ludwig Augustinsson aus knapp elf Metern war der Welttorhüter erneut schnell unten im Eck und kratze die Kugel raus. Solche Bälle hält wohl kaum ein anderer Schlussmann. Am Wochenende treffen die Bayern erneut in Bremen auf den SV Werder, wo die „Hand Neuers" besonders gefürchtet wird.

In der Rubrik „Da schau her" stellt fcbayern.com Fundstücke aus dem Fotoarchiv vor. Darunter auch einen ganz besonderen und einmaligen FCB-Keeper: